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Archiv der Kategorie was einem sonst so über den weg springt
sehen - urteilen - handeln
7.12.2009 by admin.
Kardinal Joseph Cardijn,wurde am 13. November 1882 in Schaerbeck bei Brüssel als ältester Sohn einer Arbeiterfamilie geboren. Sein Vater konnte weder lesen noch schreiben. Cardijn kam schon sehr früh mit den Problemen der Arbeiter in Berührung. Selbst Kinder gingen damals zur Arbeit. Man sprach zu Hause über die tristen Arbeitssituationen. Joseph hörte von Streiks, von Arbeitern, die verhaftet wurden. Er begleitete seinen Vater zu Versammlungen, in denen man sich mit sozialen Fragen auseinandersetzte.
Als er 9 Jahre alt war, bat ihn sein Vater aus der Enzyklika “Rerum novarum” vorzulesen.
Im Alter von 13 Jahren kam Cardijn völlig unerwartet zu seinen Eltern und sagte: “Ich möchte weiter zur Schule gehen, ich möchte Priester werden.”
Mitten im Studium wurde Cardijn ans Sterbebett des Vaters gerufen. Dort schwor er, sein Priesterleben für die Rettung der Arbeitermasse einzusetzen.
Als junger Priester begann Cardijn mit dem Studium der Soziologie. Er war überzeugt, dass zur Lösung der Probleme der Arbeiter etwas geschehen müsse. Es beschäftigte ihn die Frage: Sind die jungen Menschen, die ins Arbeitsleben eintreten, verurteilt unterdrückt zu sein, verdorben zu werden, und den Glauben zu verlieren?
Er wollte sein Priesterleben ganz in den Dienst der Arbeiter, besonders der jungen Arbeiter stellen.
SSOR DANN KAPLAN
Von 1907 bis 1912 war Cardijn Professor in einem Gymnasium. 1912 war er mehrere Wochen krank. Ein Priester sagte zu ihm: ” Du brauchst eine aktive Aufgabe; in Brüssel ist eine Pfarre frei.” Cardijn wurde Kaplan. Er war jetzt 30 Jahre alt. Sein Traum begann nun Wirklichkeit werden.
Cardijn: “Aktivisten findet man nicht von vornherein, man beginnt mit denen, die man hat und formt sie.”1912 begann er als Kaplan in Laeken mit dem Aufbau der Arbeiterjugend. Viele Misserfolge und Schwierigkeiten begleiteten diese ersten Versuche. Aber mit seinem unbändigen Glauben und seiner berühmt gewordenen Dynamik gelang sein Plan.
Cardijn nahm öffentlich Stellung gegen die ungerechte Besetzung des Landesdurch die deutsche Armee im Jahre 1916 und gegen Deportationen belgischer Arbeiter. Cardijn wurde für 7 Monate inhaftiert. Abermals setzte er den Widerstand gegen die fremde Besatzung fort. 1918 wurde er wieder gefangen genommen und zu 10 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Das Ende des Krieges brachte ihm die Freiheit.
Cardijn schenkte jugendlichen Arbeitern grenzenloses Vertrauen. “Ihr habt eine einmalige Berufung. Wenn Ihr glaubt, könnt Ihr die Welt erobern!” “Ich träume von Laienapostel, die die Arbeiter mit der leidenschaftlichen Liebe des Erlösers lieben, der vor nichts zurückscheut, um sie zu retten.” 1919 wurde die christliche “Gewerkschaftsjugend” geboren.
Je größer der persönliche Einsatz von Cardijn und seiner Bewegung wurde, desto mehr erlebte man von allen Seiten Widerspruch. Die offizielle Kirchenjugend vertrat die Meinung: “Eine Organisation junger Arbeiter zu akzeptieren, heißt einen Virus zuzulassen.” Seit 1924 heißt die Bewegung nun “Christliche Arbeiterjugend”.
Papst PiusXI. zu Cardijn, gegen alle Erwartungen: “Ich habe einen besonderen Segen für Sie. … Was die Organisation der Jugend angeht, … ich ermutige sie in besonderer Weise.”"Jeder Arbeiter hat einen unendlichen Wert. Solange wir nicht alle zu Christus und zur Kirche geführt haben, ist unsere Sendung nicht beendet, könnt Ihr nicht ruhen.”
Im April 1925 fand eine große KAJ-Tagung statt. Diese Tagung war das offizielle Grundungsdatum der KAJ.
Cardijns Forderung war: die Jungarbeiter müssen sich selbst zuerst ändern, bevor sie andere dazu bewegen.
Er wollte keine Lösung der Arbeiterprobleme von außen, sondern durch die Arbeit selbst. Mit seiner Methode “Sehen, Urteilen, Handeln” führte er die jugendlichen Arbeiter zur Entdeckung ihres eigenen Lebens, dessen Werte, ihrer Probleme und ihrer Bedürfnisse.
Cardijn: “Die Pfarre muss missionarisch sein, Quelle einer apostolischen Lebendigkeit, ständig auf der Suche nach einer Bindung ans tägliche Leben.” Cardijn: “Das tägliche Arbeitsleben ist eine Berufung!”. Cardijn schuf einen neue Spiritualität, völlig verwurzelt in der Berufung zum Laien und zum Arbeiter.DIE ASBREITUNG DER KAJ UND KAB
Innerhalb von 40 Jahren breitete sich die KAJ und KAB in allen Erdteilen in über 100 Ländern der Welt aus.
1967 starb Kardinal Cardijn in Belgien an den Folgen einer schweren Operation. Er war ein Mann des Glaubens: “Alles kommt von Gott”.
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die arten der mönche - benediktusregel
7.6.2009 by admin.
Kapitel 1: Die Arten der Mönche
1. Wir kennen vier Arten von Mönchen.
2. Die erste Art sind die Koinobiten: Sie leben in einer klösterlichen Gemeinschaft
und dienen unter Regel und Abt.
3. Die zweite Art sind die Anachoreten, das heißt Einsiedler. Nicht in der ersten
Begeisterung für das Mönchsleben, sondern durch Bewährung im klösterlichen
Alltag
4. und durch die Hilfe vieler hinreichend geschult, haben sie gelernt, gegen den
Teufel zu kämpfen.
5. In der Reihe der Brüder wurden sie gut vorbereitet für den Einzelkampf in der
Wüste. Ohne den Beistand eines anderen können sie jetzt zuversichtlich mit
eigener Hand und eigenem Arm gegen die Sünden des Fleisches und der
Gedanken kämpfen, weil Gott ihnen hilft.
6. Die dritte Art sind die Sarabaiten, eine ganz widerliche Art von Mönchen. Weder
durch eine Regel noch in der Schule der Erfahrung wie Gold im Schmelzofen
erprobt, sind sie weich wie Blei.
7. In ihren Werken halten sie der Welt immer noch die Treue. Man sieht, dass sie
durch ihre Tonsur Gott belügen.
8. Zu zweit oder zu dritt oder auch einzeln, ohne Hirten, sind sie nicht in den
Hürden des Herrn, sondern in ihren eigenen eingeschlossen: Gesetz ist ihnen,
was ihnen behagt und wonach sie verlangen.
9. Was sie meinen und wünschen, das nennen sie heilig, was sie nicht wollen, das
halten sie für unerlaubt.
10. Die vierte Art der Mönche sind die sogenannten Gyrovagen. Ihr Leben lang
ziehen sie landauf landab und lassen sich für drei oder vier Tage in
verschiedenen Klöstern beherbergen.
11. Immer unterwegs, nie beständig, sind sie Sklaven der Launen ihres
Eigenwillens und der Gelüste ihres Gaumens. In allem sind sie noch schlimmer
als die Sarabaiten.
12. Besser ist es, über den erbärmlichen Lebenswandel all dieser zu schweigen als
zu reden.
13. Lassen wir sie also beiseite, und gehen wir mit Gottes Hilfe daran, der stärksten
Art, den Koinobiten, eine Ordnung zu geben.
……….
der name. vielleicht war es nur der hofküfer der montforter, der im feuer sein eisen gedreht hat und deshalb einen namen mit dem griechischen wort für “drehen” bekommen hat. vielleicht kommt der namen aber auch von dem pendel-deuter, vielleicht auch ganz anderswo her. die umherschweifenden mönche werden hoffentlich kein namensgeber gewesen sein…
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bildchen IV - art deco
4.2.2009 by admin.
art deco war eine kunstrichtung anfang des 20. jahrhunderts, die alle kategorien der gestaltung ergriff. hier einige beispiele in der reihe der “bildchen”. dies ist eine auswahl von kleinen bildern, wie sie in büchern der epoche als füllendes beiwerk - als clip art - vorkommen.
die urform des tabernakel ist das gefäss, das von oben über dem altar hieng. sehr oft hatte dieses gefäss die form einer taube. eine anlehnung an idese urchristliche form findet man in der st. andreaskapelle des augsburger domes.
die lilie. zeichen der reinheit. maria. josef. aloisius. in dieser stilisierten form erinnert sie auch an die wappenblume der florentiener medici.
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bildchen II
1.2.2009 by admin.
es ist der ausdruck einer epoche. seit der romantik und der bewegung der nazarener wurde die religiösität immer innerlicher und lieblicher. diese bilder - ein fund in einer beichtkammer - dürften schon zu den ausgeprägtesten darstellungen der innerlichkeit gehören.
trotz ausgiebiger forschung konnte ich die urheberrechte an diesen bildern nicht ausfindig machen. daher nehme ich an, dass der verlag und die bildrechte erloschen sind. für hinweise bin ich sehr dankbar
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arm, so arm
26.1.2009 by admin.
es gibt so momente im leben, da denkt man nichts böses… wahrscheinlich heisst der besitzer auch noch richard marx oder so.
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In wie vielen Welten schreiben Sie, Herr Kehlmann? FAZ 27.12.2008 S. Z6
10.1.2009 by admin.
Felicitas von Lovenberg IM GESPRÄCH mit DANIEL KEHLMANN
(…) Lovenberg: Erleben Sie unsere zunehmende Abhängikeit von der Technik als totale Entfremdung?
Kehlmann: Heidegger konnte selbst noch gar nicht wissen, wie sehr er recht haben würde mit seiner Analyse, dass wir einer technischen Lebenswelt überantwortet sind, der wir nicht entkommen können, weil das eben keine Verschwörung ist, sondern eine immanente Entwicklung der Dinge, Heideggers Antwort wurde ja zur legendären “Spiegel”-Schlagzeile: “Nur ein Gott kann uns retten.” Ich befürchte immer mehr, dass das stimmt und dass wir tatsächlich eine Entwicklung erleben, die keinen Ausweg hat - oder wenn, dann nur einen Ausweg, den wir nicht wollen können, nämlich einen Totalzusammenbruch des Systems, eine ungeheure Katastrophe oder einen Weltkrieg. Sowohl im Beruflichen, wo man für Vorgesetzte inzwischen immer erreichbar sein muss, als auch im Privaten kann man ja nicht mehr entfliehen - und meistens will man es auch gar nicht, weil man von dieser Technik ja gleichzeitig profitiert. Aber so vieles ist jetzt schon irreversibel anders geworden. Goethe gerät in Weimar in eine zunehmend unerträgliche Situation mit Frau von Stein und haut kurzerhand nach Italien ab, hinaus aus der Enge und den Beziehungsnöten - das geht heute schon nicht mehr, wiel man ja das Handy mitnimmt und die Beziehungsprobleme einem folgen und man die Mails auch anderswo abfragen muss, sonst sind alle gekränkt und man verliert seinen Job. Die Maschen des Netzes werden immer enger. Wenn es überhaupt einen Ausweg gibt, dann wird dieser nur Einzelnen offenstehen - als Luxus für reiche Erben.
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Theologische Physik
10.1.2009 by admin.
Ist die Hölle exotherm oder endotherm?
(Prüfungsfrage gerüchterweise sowohl vor 2004 in Washington, als 2002 in Maynooth)
Ist die Hölle exotherm (Wärme abgebend) oder endotherm (Wärme aufnehmend)? Die meisten Studenten untermauerten Ihre Antwort, indem sie das Boyle-Mariotte-Gesetz heranzogen (”Das Volumen und der Druck eines geschlossenen Systems sind voneinander abhängig”, d.h. Gas kühl sich ab, wenn es sich ausdehnt und erwärmt sich bei Kompression). Einer aber schrieb folgendes: Zuerst müssen wir feststellen, wie sich die Masse der Hölle über die Zeit ändert. Dazu benötigen wir die Rate der Seelen, die “zur Hölle fahren” und die Rate derjenigen, die sie verlassen. Ich denke, wir sind darüber einig, dass eine Seele, einmal in der Hölle, diese nicht wieder verlässt. Wir stellen also fest: Es gibt keine Seelen, die die Hölle verlasssen. Um festzustellen, wie viele Seelen hinzu kommen, sehen wir uns doch mal die verschiedenen Religionen auf der Welt heute an. Eingie dieser Religionen sagen, dass, wenn man nicht dieser Religion angehört, man in die Hölle kommt. Da es auf der Welt mehr als eine Religion mit dieser Überzeugung gibt, und da niemand mehr als einer Religion angehört, kommen wir zu dem Schluss, dass alle Seelen in der Hölle enden. Auf der Basis der weltweiten Geburten- und Sterberaten können wir davon ausgehen, dass die Anzahl der Seelen in der Hölle exponentiell ansteigt. Betrachten wir nun die Veränderung des Volumens der Hölle, da nach dem Boyle-Mariotte-Gesetz bei gleich bleibender Temperatur und Druck das Volumen proportional zur Anzahl der hinzukommenden Seelen ansteigen muss. Daraus ergeben sich zwie Möglichkeiten: 1. Expandiert die Hölle langsamer als die Anzahl der hinzukommenden Seelen, dann steigen Temperatur und Druck in der Hölle an, bis sie explodiert. 2. Expandiert die Hölle schneller als die Anzahl der hinzukommenden Seelen, dann sinken Temperatur und Druck in der Hölle, bis sie gefriert. Zur Lösung führ uns der Ausspruch meiner Kommilionin Teresa: “Eher friert die Hölle ein, als dass ich mit dir ins Bett gehe…” Da ich bin heute nicht dieses Vergnügen mit Teresa hatte (und wohl auch nie haben werde), muss Aussage 2 falsch sein, was uns zur Lösung bring: Die Hölle ist exotherm und wird nie einfrieren.
Der (Physik!-)Student bekam als einziger die volle Punktzahl.
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kalenderspruch
16.9.2008 by admin.
Niemand auf der Welt
bekommt so viel dummes Zeug zu hören
wie die Bilder in einem Museum.
Jules de Goncourt
(z.b. jene kunsthistorikerin vor einer emmaus-darstellung: hier sehen sie herrn emmaus mit zwei freunden beim abendessen. schon mit wenig grundwissen aus der bibel kann man so manchen museumsführer in alten sammlungen zum schwitzen bringen)
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desire (babykultur)
19.8.2008 by admin.
alles wird immer jünger. models, stars… als teenager schon keine freiheit mehr, sondern dem diktat der mode unterworfen.
ein hervorragendes kommentar dazu liefert dieses video.
http://www.youtube.com/watch?v=yPyLIBD0jK4&NR=1
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couturier bei radio vatikan
7.8.2008 by admin.
http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=223429
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couturier
1.8.2008 by admin.
buchbesprechung bei radio vatikan von ralf gührer_
„marie-alein couturier – ein traditionalist und revolutionär“
„das ist mein lebenswerk; das resultat meines gesamten aktiven lebens.“ so kommentierte henri matisse sein letztes grosses werk, die kapelle des dominikanerinnenkonvents in vence bei nizza. von den fenstern über den altar bis hinein in das liturgische gerät und die priestergewänder stammt alles dort aus der hand dieses grossen meisters. das dies möglich war, ist das werk einer ordensfrau und des dominkanerpaters marie-alein couturier. er befürwortete, begleitete und betreute das künstlerische schaffen eines henri matisse in vence und vieler anderer grosser künstler anderswo.
der wiener theologe und kunsthistoriker hartwig bischof schafte mit seiner dissertation, die 2007 in der IKON-reihe, des ferdinand schönigh-verlages erschien, einen hervorragenden zugang zur person des dominkaners marie-alain couturier. er dürfte als einziger deutschsprachiger couturier-experte gelten.
anhand vieler erstmals ins deutsche übersetzte orginaldokumente lässt hartwig bischof die kaum zu überschätzende gestallt und persönlichkeit von pater couturier aufscheinen. dieser dominikaner, der 1897 an der loire geboren wurde und bereits 1954 verstarb, war die treibende kraft in der französischen kirche, die moderne kunst höchster qualität für sakrale bauten und bilder zu gewinnen verstand. neben der kapelle in vence zeichnet couturier auch verantwortlich für die grossartigen bauten des stararchitekten le corbusier in la tourette bei lyon und die wallfahrtskapelle von ronchamp.
das buch von hartwig bischof versteht es in gut zu lesender sprache die unterschiedlichsten facetten einer grossen und mitunter auch schillernden person wie pater couturier aufleuchten zu lassen. Sein eigenes ringen in der identität als künstler und priester, als royalist und modernist, sein austausch mit den grossen zeitgenossen in kunst und philosophie; sein engagement als herausgeber der wichtigsten zeitschrift seiner zeit für kunst und kirche „l´art sacré“ und schliesslich natürlich die realisierten werke im modernen kirchenbau.
„alles ewige ist gleichzeitig auch immer modern“, so ein motto von pater couturier.
dieses buch ist für alle zu empfehlen, die sich mit den fragen von kunst und kirche heute auseinandersetzen. dabei ist es bei aller wissenschaftlichkeit durch seine sprache ein wahrer lesegenuss für alle.
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Artikel der SZ: Glaube, Hiebe, Hoffnung
22.12.2007 by admin.
Matthias Drobinski: Süddeutsche Zeitung: Samstag/Sonntag 20./21.10.2007 Nr. 242, „Wochenende“ Seite I.
Glaube, Hiebe, Hoffnung. Die katholische Kirche verliert mehr und mehr ihre Mitte. Geht das so weiter, verspielt sie ihre Zukunft.
(…) Deshalb, liebe Katholiken, kämpft um die Mitte Eurer Kirche! (…)
Sie ist es wert, Eure katholische Kirche. Die strenggütige Mutter, die so einiges mitgemacht hat im Leben, mit ihren Runzeln und Narben, ihren Rundungen und Schnörkeln, ihrem Duft nach Weihrauch und Wachs, eine Reliquie und einen Heiligenbild in der Tasche. Sie kennt das Versagen und hat den Beichtstuhl erfunden, sie seufzt über ihre unartigen Kinder – aber sie entlässt sie nicht aus der Kindschaft!
Helf mit, dass diese Kirche nicht von Schönheitschirurgen geliftet wird, auf dass ihre Züge scharf werden. Eure Mitchristen werden es euch danken. Die anderen auch, die wissen, was so eine Kirche wert sein kann auf der Welt.
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