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Archiv der Kategorie s Hochzeit

Vorschläge für Lesungen beim Hochzeitsgottesdienst

Lesungen aus dem Alten Testament

Gen 1,1.26-28.31

Lesung aus dem Buch Genesis.

Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.

Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.

Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.

 

Gen 2,18-24

Lesung aus dem Buch Genesis.

Dann sprach Gott, der Herr: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.

Gott, der Herr, formte aus dem Ackerboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte es heißen.

Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tie­ren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen entsprach, fand er nicht.

Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, so dass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.

Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu.

Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Frau soll sie heißen; denn vom Mann ist sie genommen.

Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch.

 

Spr 3,3-6

Lesung aus dem Buch der Sprichwörter.

Nie sollen Liebe und Treue dich verlassen; binde sie dir um den Hals, schreib sie auf die Tafel deines Herzens!

Dann erlangst du Gunst und Beifall bei Gott und den Menschen.

Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit;

such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade.

 

Koh 4,9-12

Lesung aus dem Buch Kohelet.

Zwei sind besser als einer allein, falls sie nur reichen Ertrag aus ihrem Besitz ziehen.

Denn wenn sie hinfallen, richtet einer den anderen auf. Doch wehe dem, der allein ist, wenn er hinfällt, ohne dass einer bei ihm ist, der ihn aufrichtet.

Außerdem: Wenn zwei zusammen schlafen, wärmt einer den andern; einer allein - wie soll er warm werden?

Und wenn jemand einen einzelnen auch überwältigt, zwei sind ihm gewachsen, und eine dreifache Schnur reißt nicht so schnell.

 

Hld 2,8-14.16; 8,6-7

Lesung aus dem Hohenlied.

Horch! Mein Geliebter! Sieh da, er kommt. Er springt über die Berge, hüpft über die Hügel.

Der Gazelle gleicht mein Geliebter, dem jungen Hirsch. Ja, draußen steht er an der Wand unsres Hauses; er blickt durch die Fenster, späht durch die Gitter.

Der Geliebte spricht zu mir: Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!

Denn vorbei ist der Winter, verrauscht der Regen.

Auf der Flur erscheinen die Blumen; die Zeit zum Singen ist da. Die Stimme der Turteltaube ist zu hören in unserem Land.

Am Feigenbaum reifen die ersten Früchte; die blühenden Reben duften. Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!

Meine Taube im Felsennest, versteckt an der Steilwand, dein Gesicht lass mich sehen, deine Stimme hören! Denn süß ist deine Stimme, lieblich dein Gesicht.

Der Geliebte ist mein, und ich bin sein; er weidet in den Lilien.

Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Stark wie der Tod ist die Liebe, die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt. Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen.

Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen; auch Ströme schwemmen sie nicht weg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten würde man ihn.

 

Jer 31,31-32a.33-34a

Lesung aus dem Buch Jeremia.

Seht, es werden Tage kommen - Spruch des Herrn -, in denen ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde,

nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägypten herauszuführen.

Denn das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe - Spruch des Herrn: Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.

Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen: Erkennt den Herrn!, sondern sie alle, klein und groß, werden mich erkennen - Spruch des Herrn.

 

Hos 2,21-22

Lesung aus dem Buch Hosea.

So spricht der Herr:

Ich traue dich mir an auf ewig; ich traue dich mir an um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen,

ich traue dich mir an um den Brautpreis meiner Treue: Dann wirst du den Herrn erkennen.

 

Rut 1,14b-17

Tob 7,6-14

Tob 8,4b-8

Spr 31,10-31

Sir 26,1-4.13-16

 

Lesungen aus dem Neuen Testament

 

Röm 13,8-10

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus  an die Römer.

Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer. Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt.

Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren!, und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

 

Röm 15,1b-3a.5-7.13

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer.

Schwestern und Brüder.

Wir dürfen nicht für uns selbst leben.

Jeder von uns soll Rücksicht auf den Nächsten nehmen, um Gutes zu tun und aufzubauen.

Denn auch Christus hat nicht für sich selbst gelebt

Der Gott der Geduld und des Trostes schenke euch die Einmütigkeit, die Christus Jesus entspricht,

damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einträchtig und mit einem Munde preist.

Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes.

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit allem Frieden im Glauben, damit ihr reich werdet an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes.

 

1 Kor 12,31-13,8a

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther.

Schwestern und Brüder!

Strebt nach den höheren Gnadengaben! Ich zeige euch jetzt noch einen anderen Weg, einen, der alles übersteigt:

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.

Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.

Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.

Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.

Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.

Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.

Die Liebe hört niemals auf.

 

Eph 4,1-6

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser.

Schwestern und Brüder!

Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging.

Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe,

und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält.

Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist;

ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,

ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.

 

Eph 5,1-2a.25-32

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser.

Schwestern und Brüder!

Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder,

und liebt einander, weil auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat.

Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat,

um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen.

So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos.

Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.

Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Kirche.

Denn wir sind Glieder seines Leibes.

Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein.

Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche.

 

Kol 3,12-17

Lesung aus dem Brief an die Kolosser.

Schwestern und Brüder!

Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld!

Ertragt euch gegenseitig, und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!

Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht.

In eurem Herzen herrsche der Friede Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar!

Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch. Belehrt und ermahnt einander in aller Weisheit! Singt Gott in eurem Herzen Psalmen, Hymnen und Lieder, wie sie der Geist eingibt, denn ihr seid in Gottes Gnade.

Alles, was ihr in Worten und Werken tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn. Durch ihn dankt Gott, dem Vater!

 

1 Joh 4,7-12

Lesung aus dem ersten Johannesbrief.

Liebe Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott.

Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe.

Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.

Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.

Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.

Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet.

 

Offb 19,1.5-9a

Lesung aus der Offenbarung des Johannes.

Ich, Johannes, hörte etwas wie den lauten Ruf einer großen Schar im Himmel: Halleluja! Das Heil und die Herrlichkeit und die Macht ist bei unserm Gott.

Und eine Stimme kam vom Thron her: Preist unsern Gott, all seine Knechte und alle, die ihn fürchten, Kleine und Große!

Da hörte ich etwas wie den Ruf einer großen Schar und wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen und wie das Rollen mächtiger Donner: Halleluja! Denn König geworden ist der Herr, unser Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung.

Wir wollen uns freuen und jubeln und ihm die Ehre erweisen. Denn gekommen ist die Hochzeit des Lammes, und seine Frau hat sich bereit gemacht.

Sie durfte sich kleiden in strahlend reines Leinen. Das Leinen bedeutet die gerechten Taten der Heiligen.

Jemand sagte zu mir: Schreib auf: Selig, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist.

Heiraten in der Klosterkirche Oberelchingen


Liebes Brautpaar, mit Ihrer Hochzeit setzen Sie ein Zeichen der Liebe und Beständigkeit in unserer Welt. Darin unterstützen wir Sie gerne! Die folgenden Punkte sollen Ihnen eine Hilfe zur Vorbereitung auf Ihre Trauung sein. Wir weisen darauf hin, dass dieser Text nur für die PG Elchingen Gültigkeit hat und nicht in allen Punkten übertragbar auf andere Pfarreien oder Kirchen ist.

 

1.      Soweit noch nicht erfolgt, klären Sie bitte mit dem Pfarrbüro in welcher Kirche und zu welcher Zeit Ihre Hochzeitsfeier stattfinden soll. Wir schlagen Ihnen vor, Ihre Trauung an Samstagen zu folgenden Uhrzeiten anzusetzen 10.30 Uhr, 13 Uhr oder 15 Uhr. Auch der Freitagnachmittag bietet sich für eine Trauung an.

 

2.      Die standesamtliche Trauung muss in der Regel vor der kirchlichen Eheschließung stattgefunden haben. Bezüglich etwaiger Ausnahmen sprechen Sie bitte rechtzeitig mit dem zuständigen Pfarrer.

Sollten Sie Ihren Wohnsitz nicht in der PG (=Pfarreiengemeinschaft) Elchingen haben, bitten wir Sie, selber einen römisch-katholischen Geistlichen für Ihre Trauung zu organisieren.

 

3.      Es ist erforderlich, dass ein so genanntes „Ehevorbereitungsprotokoll“, bzw. „Brautprotokoll“ angefertigt wird. Dieses wird von Ihrem Ortspfarrer, bzw. von dem Geistlichen erstellt, der Sie dann auch trauen wird. Das vollständig ausgefüllte Ehevorbereitungsprotokoll muss spätestens vier Wochen vor Ihrer Trauung im kath. Pfarrbüro  in Thalfingen (Sitz der PG) vorliegen. Bitte informieren Sie darüber unbedingt Ihren zuständigen Geistlichen! Das Fehlen des Ehevorbereitungsprotokolls  bedingt die Absage Ihrer Trauung.

 

4.      Im Verständnis der katholischen Kirche besteht die Ehe aus einem Bündnis von Mann und Frau, die eine Familie gründen wollen. Basis für dieses Bündnis ist die Liebe, die beide Partner füreinander empfinden. Kinder, die aus der ehelichen Verbindung hervorgehen, sind ein sichtbares Zeichen, dieser gegenseitigen Liebe. Deswegen wird im Ehevorbereitungsprotokoll auch darauf Wert gelegt, dass der Wunsch nach Kindern von beiden Partnern explizit bejaht wird. Dass die Ehe die gegenseitige Treue und die Unauflöslichkeit beinhaltet, setzt die Kirche voraus.

 

5.      Sie benötigen zur Hochzeit einen Taufschein, der max. sechs Monate vor dem Hochzeitstermin ausgestellt wurde. Diesen Taufschein bekommen Sie beim Pfarramt ihrer Taufpfarrei. (Sie werden gefragt werden, für welchen Zweck Sie den Taufschein benötigen. Geben Sie dann bitte an: „Für die Eheschließung.“)

Bei Taufscheinen der evangelischen Kirche ist das Ausstellungsdatum nicht von Belang.

 

6.      Das Sakrament der Ehe kann im Rahmen eines Wortgottesdienstes oder einer Messe gefeiert werden. Beide Formen werden selbstverständlich in gleicher Feierlichkeit gestaltet.

In allen Kirchen unserer Pfarreiengemeinschaft (Thalfingen, Oberelchingen, Unterelchingen) legen wir zunächst einen feierlichen Wortgottesdienst für die Eheschließung zu Grunde. Um die für Sie passende Gottesdienstform finden zu können, beraten wir Sie gerne im persönlichen Gespräch.

 

7.      Bei konfessionsverbindenden Eheschließungen (katholisch-evangelisch) besteht die Möglichkeit einen evangelischen Geistlichen in der Feier einzubinden. Die ökumenische Übereinkunft sieht vor, dass der Ort (Kirche) ausschlaggebend für die Gestaltung der Feier und die Aufgabenverteilung unter den Geistlichen ist:

In einer katholischen Kirche ist die katholische Eheformel vorgesehen. Der evang. Geistliche hält die Predigt.

In einer evangelischen Kirche ist die evangelische Eheformel zu sprechen und der kath. Geistliche predigt.

Es steht Ihnen frei, sich bei einer konfessionsverbindenden Eheschließung auch nur durch einen katholischen Geistlichen trauen zu lassen.

 

8.      Sie kennen wahrscheinlich mindestens zwei Formen, zur Trauung in die Kirche einzuziehen.

Im angelsächsischen Raum (oft in amerikanischen Spielfilmen zu sehen) steht der Bräutigam mit den Trauzeugen am Brautstuhl in der Kirche. Der Pfarrer beginnt mit dem Glockenzeichen die Feier und stellt sich zum Bräutigam. Der Brautvater führt die Braut in die Kirche und übergibt sie dort an den Bräutigam. Symbolisch zeigt dieses voremanzipierte Modell die Unfreiheit der Frau, die nicht befugt ist alleine zu gehen und zu handeln. Erst wird sie vom Vater geführt, der sie in die Obhut des künftigen Ehemannes gibt. Das positive Zeichen dabei ist, die Freigabe des Kindes durch die Eltern.

Im deutschsprachigen Raum holt der Pfarrer das Brautpaar am Kirchenportal ab und zieht gemeinsam mit Ihnen durch die Kirche zum Altar. Begleitet wird das Brautpaar von den Trauzeugen und ggf. Kindern (die die Ringe und die Hochzeitskerze tragen können). Dieses emanzipierte Modell zeigt symbolisch den gemeinsamen und gleichberechtigten Weg beider Partner zum Eheversprechen.

Bitte klären Sie den Einzug unbedingt mit Ihrem Geistlichen.

 

9.      Ebenfalls aus amerikanischen Filmen kennen Sie sicher den Satz: „Sie dürfen die Braut nun küssen.“ In unserem Gottesdienst werden Sie vergeblich auf diese Worte warten, denn dazu brauchen Sie nicht erst die Erlaubnis des Pfarrers!

 

10.   Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Hochzeitskerze aus einem Stück mit nur einem Docht besteht. Alle anderen Modelle (zwei separate Kerzen, bzw. zwei Dochte) widersprächen dem Symbol der einen Liebe“.

 

11.   Um Ihre Trauung zu einem persönlichen Fest werden zu lassen, sollten Lesung und Fürbitten von Ihnen selbst ausgesucht, bzw. formuliert werden. Wir machen Sie freundlich darauf aufmerksam, dass für die Lesungstexte ausschließlich biblische Texte gewählt werden dürfen. Vorschläge für Lesungen und Fürbitten finden Sie im Anhang.

Wir begrüßen es außerordentlich, wenn Sie eine oder mehrere geeignete Personen für den Dienst als Lektorin oder Lektor (für die Lesung, Fürbitten und ggf. einen meditativen Impuls) vorsehen.

 

12.   Ihre Hochzeit erhält durch die musikalische Gestaltung eine besondere Feierlichkeit. Bitte legen Sie auf die Musik in ihrer Feier großen Wert. Auch die schönsten Lieder verlieren ihren Glanz, wenn sie niemand mitsingen kann. In allen kirchenmusikalischen Fragen beraten wir Sie gern.

Wir bitten darum, das von Ihnen geplante musikalische Konzept spätestens vier Wochen vor Ihrem Trauungstermin mit uns zu besprechen.

Sollten Sie für Ihre Trauung besondere musikalische Wünsche haben (z.B. Sologesang, Chor- oder Bandmusik) können wir Ihnen bei der Suche nach geeigneten Musikern/innen gegebenenfalls behilflich sein.

Für Musiker, bzw. Musikgruppen, stehen die Orgelempore und der Hochchor als geeignete Standorte zur Verfügung.

 

13.   Noch vor der Hochzeit sollten Sie an einem „Brautleutekurs“, bzw. „Eheseminar“ teilnehmen. Bitte informieren Sie sich möglichst bald über das Angebot der Ehe- und Familienseelsorge in Ihrer Region – natürlich können Sie auch am Kursangebot anderer Diözesen teilnehmen.

(http://bistum-augsburg.de/index.php/bistum/Bischoefliches-Seelsorgeamt/Ehe-und-Familienseelsorge/Brautpaare/Veranstaltungen)

Auch hier sind wir sehr gerne bereit, Ihnen entsprechende Informationen zukommen zu lassen.

 

14.   Sie haben sich entschieden, in einer wunderschönen Kirche zu heiraten. Dieses Gotteshaus als würdigen und ansprechenden Ort des Gebetes und der Feier der Sakramente zu erhalten, ist mit erheblichen Kosten verbunden. Wir sind auf Ihre Mithilfe angewiesen und setzen darum eine Spende von 150 € zum Erhalt dieses Gotteshauses voraus.

 

15.   Den Blumenschuck in der Kirche können die Brautleute in einem gewissen Rahmen individuell gestalten. Bitte nehmen Sie auch hierfür rechtzeitig Kontakt mit der Mesnerin vor Ort auf, die Ihnen gerne die nötigen Informationen hierzu gibt. Für Oberelchingen ist dies Frau Veronika Schmid. Die Telefonnummer bekommen Sie im Pfarramt in Thalfingen.

 

16.   Damit Sie sich auch noch in vielen Jahren an Ihren großen Festtag erinnern können, dürfen Sie gerne Bild und Video-Aufnahmen machen lassen. Beschränken Sie sich dabei bitte auf je eine Person für Bilder und für Videos, um Ihr Fest nicht durch übermäßige Unruhe zu stören.

 

17.   Bitte verzichten Sie innerhalb des Kirchenraumes auf „Blumenkinder“, die vor dem Brautpaar Blütenblätter auf den Boden streuen. Leider hinterlassen zertretene Blütenblätter schwer zu beseitigende Flecken auf den Steinplatten am Boden. Vor dem Kirchenportal sind „Blumenkinder“ selbstverständlich möglich.

 

18.   Ebenso bitten wir Sie nachdrücklich, auf das Werfen von Reiskörnern sowohl innerhalb, wie auch außerhalb der Kirche zu verzichten. Zum einen handelt es sich hier um einen paganen Fruchtbarkeitsritus, der bei einer christlichen Hochzeit wohl eher fehl am Platz ist. Zum anderen handelt es sich um ein Lebensmittel, um das viele Menschen auf dieser Erde froh wären. Letztlich bergen Reiskörner bei einsetzendem Regen eine nicht unerhebliche Unfallgefahr in sich, so dass wir Sie aus Sicherheitsgründen bitten, von dieser (Un-)Sitte Abstand zu nehmen. Bitte informieren Sie Ihre Gäste diesbezüglich.

 

19.   Rund um eine Hochzeit haben sich zahlreiche Sitten etabliert. Am bekanntesten ist sicher der so genannte „Polterabend“. In letzter Zeit beobachten wir  sehr merkwürdige Bräuche beim Abschied vom Leben als Junggeselle. Bitte überlegen Sie sehr genau, ob Sie sich in aller Öffentlichkeit lächerlich machen lassen wollen und ob ein solches Verhalten im Vorfeld eines für Sie entscheidenden Tages angebracht ist. Vor allem aber werden Sie sicher Verständnis dafür haben, dass wir keinesfalls alkoholisierte Personen kirchlich trauen dürfen und dies auch nicht tun werden.

 

20.   Der Kirchenraum in dem Sie Sich Ihr Ja-Wort geben zeichnet sich durch Würde und Feierlichkeit aus. Sie und Ihre Gäste tragen zu dieser Feierlichkeit bei.  Durch Ihrer und Ihrer Gäste Verhalten und Ihre Kleidung unterstreichen oder negieren Sie die Würde des Ortes. Gerne geben wir zum Verhalten in der Kirche unseren Rat. Die wichtigsten Regeln finden Sie auch an der Kirchentüre.

 

21.   Der wunderschöne Klostergarten steht Ihnen für einen Sektempfang zur Verfügung (der Gartenbauverein, der diesen u.a. betreut, freut sich über eine kleine Aufmerksamkeit). Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im Pfarrbüro.

Ein Sektempfang unmittelbar vor dem Kirchenportal ist leider nicht möglich.

 

22.   Und nun noch ein paar praktische Hinweise: In Oberelchingen stehen Ihnen zwei große Parkplätze zu Verfügung. Den einen finden Sie direkt am Ortseingang von der Autobahn kommend rechts, der andere befindet sich vor dem Konstantin-Vidal-Haus, bzw. der Bräuhaus-Gaststätte. Toiletten finden Sie rechts neben der Kirche.

 

23.   Zum anschließenden Feiern bieten sich in Oberelchingen in unmittelbarer Nähe zur Kirche zwei Möglichkeiten an. Zum einen ist der Saal der Klosterbräustuben (http://www.klosterbraeustuben-oberelchingen.de ), zum anderen ist es das Konstantin-Vidal-Haus der Gemeinde Elchingen (keine eigene Küche!). Zum Übernachten und für kleinere Gesellschaften empfiehlt sich auch der Gasthof Krone, nur wenige Schritte unterhalb der Kirche (http://www.gasthof-hotel-krone.de ). Weitere Feier- und Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie auch auf der Homepage der Gemeinde Elchingen (http://www.elchingen.de/index.php4?id=67 ).

 

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zu Verfügung.

Am besten erreichen Sie unser Seelsorgeteam unter pg.elchingen@bistum-augsburg.de  oder mich persönlich direkt mit einer Mail: ralf@guehrer.net    

 

Pater U. Keller                  Pfarrer R. Gührer

Ablauf der Hochzeitsfeier (nach dem katholischen Rituale)

Das Eheversprechen kann in unterschiedlichen Gottesdienstformen gefeiert werden. Welche Form Ihnen eine möglichst schöne und geeignetete Feier ermöglicht, klären Sie bitte mit ihrem Geistlichen ab. Sie finden hier den Ablauf der Hochzeitsfeier innerhalb einer A) Wort-Gottes-Feier und einer B) Mess-Feier.

Jeder Katholik hat das Recht die Sakramente in seiner  (Wohnort-)Pfarrei zu empfangen. Wenn Sie für ihre Hochzeit eine andere Kirche und/oder einen anderen Geistlichen wählen, sind besondere Absprachen zu treffen und die Vorbereitung ist mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig bei Ihrem Pfarramt, den Geistlichen und dem Pfarramt der gewünschten Kirche und planen Sie etwas mehr Zeit für die Vorbereitung ein.

Der Ablauf der Hochzeitsfeier kann von Pfarrei zu Pfarrei variieren. Bitte informieren Sie sich auf jeden Fall bei ihrem zuständigen Pfarramt über den jeweiligen Usus.

A) Hochzeit innerhalb einer Wort-Gottes-Feier

1. Einzug in die Kirche. (*)

2. Lied zur Eröffnung (*)

3. Begrüßung

4. Kyrie (eventuell *)

5. Gloria (*)

6. Gebet (z.B.: Barmherziger Gott. Höre auf unser Gebet in dieser Stunde. Lass die Ehe, die __ und __ heute schließen, nicht nur ein Werk zweier Menschen sein, sondern ein Werk deiner Gnade und ein Bild deiner Liebe. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.)

7. Lesung (Vorgetragen von einem Familienmitglied oder Freunden. Geeignete Lesungen finden Sie in einem gesonderten Blogartikel)

8. Zwischengesang (*)

9. Evangelium und Predigt

10. Besinnliche Musik (*)

11. Trauung (!!! die Trauformel ist ein Versprechen mit rechtlichen Folgen. Aus diesem Grund kann sie nicht frei formuliert oder abgeändert werden. Vor oder nach dieser Formel können eventuell zusätzliche Texte gesprochen werden. Für Partner, die nicht an Christus, bzw. nicht an einen Gott glauben, gibt es eigene Formulierungen des Eheversprechens. Bitte fragen sie bei ihrem trauenden Geistlichen nach)    

Fragen an den Bräutigam. Priester/Diakon: “__, ich frage dich: Bist du hierhergekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit deiner Braut __ den Bund der Ehe zu schließen?” Bräutigam: “Ja.” Priester/Diakon: “Willst du deine Frau lieben und achten und ihr die Treue halten alle Tage ihres Lebens?” Bräutigam: “Ja.”    Fragen an die Braut. Priester/Diakon: “__, ich frage dich: Bist du hierhergekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit deinem Bräutigam __ den Bund der Ehe zu schließen? Braut: “Ja.” Priester/Diakon: “Willst du deinen Mann lieben und achten und ihm die Treue halten alle Tage seines Lebens?” Braut: “Ja.”   Fragen an beide Brautläute: Priester/Diakon: “Seid ihr beide bereit, die Kinder anzunehmen, die Gott euch schenken will, und sie im Geist Christi und seiner Kirche zu erziehen?” Beide: “Ja.” Priester/Diakon: “Seid ihr beide bereit, als christliche Eheleute Mitverantwortung in der Kirche und in der Welt zu übernehmen?” Beide: “Ja.”

Dann folgt die Segnung der Ringe und das Eheversprechen: Priester/Diakon: “So schließt jetzt vor Gott und vor der Kirche den Bund der Ehe, indem ihr das Vermählungswort sprecht. Dann steckt einander den Ring der Treue an.” Bräutigam: ” __, vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau. Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens. (Er nimmt den Ring und steckt ihn der Braut an den Ringfinger) Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.” Braut: ” __, vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meinen Mann. Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.” (Sie nimmt den Ring und steckt ihn dem Bräutigam an den Ringfinger) “Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.”

(Alternativ gibt es auch eine Form bei der die Brautleute nur “Ja” zu sagen haben)

Das Eheversprechen wird nun vom Priester/Diakon bestätigt. Dabei werden die Hände des Brautpaares mit der Stola umwickelt. Die Trauzeugen werden genannt und zu “Zeugen dieses heiligen Bundes” genommen.

12. Besinnliche/feierliche Musik (*)

13. Die Hochzeitskerze wird entzündet

14. Der Priester/Diakon spricht den Segen über das Brautpaar

15. Fürbitten

16. Vater unser, Friedensgruß (*)

17. Schlussgebet (z.B.: “Wir danken dir, Herr, unser Gott, dass du __ und __ füreinander erschaffen und heute im Sakrament der Ehe unauflöslich verbunden hast. Bleibe der Gott ihres Lebens und ihrer Liebe. Gib, dass sie in ihrer Ehe einander mit deiner Freude beschenken und in deinem Frieden leben dürfen von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen”)

18. Schlusssegen

19. Feierlicher Auszug (*)

***    ***   

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***    ***

B) Hochzeit innerhalb einer Messfeier

1. Einzug in die Kirche. (*)

2. Lied zur Eröffnung (*)

3. Begrüßung

4. Kyrie (eventuell *)

5. Gloria (*)

6. Gebet (z.B.: Barmherziger Gott. Höre auf unser Gebet in dieser Stunde. Lass die Ehe, die __ und __ heute schließen, nicht nur ein Werk zweier Menschen sein, sondern ein Werk deiner Gnade und ein Bild deiner Liebe. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.)

7. Lesung (Vorgetragen von einem Familienmitglied oder Freunden. Geeignete Lesungen finden Sie in einem gesonderten Blogartikel)

8. Zwischengesang (*)

9. Evangelium und Predigt

10. Besinnliche Musik (*)

11. Trauung (!!! die Trauformel ist ein Versprechen mit rechtlichen Folgen. Aus diesem Grund kann sie nicht frei formuliert oder abgeändert werden. Vor oder nach dieser Formel können eventuell zusätzliche Texte gesprochen werden. Für Partner, die nicht an Christus, bzw. nicht an einen Gott glauben, gibt es eigene Formulierungen des Eheversprechens. Bitte fragen sie bei ihrem trauenden Geistlichen nach)    

Fragen an den Bräutigam. Priester/Diakon: “__, ich frage dich: Bist du hierhergekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit deiner Braut __ den Bund der Ehe zu schließen?” Bräutigam: “Ja.” Priester/Diakon: “Willst du deine Frau lieben und achten und ihr die Treue halten alle Tage ihres Lebens?” Bräutigam: “Ja.”    Fragen an die Braut. Priester/Diakon: “__, ich frage dich: Bist du hierhergekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit deinem Bräutigam __ den Bund der Ehe zu schließen? Braut: “Ja.” Priester/Diakon: “Willst du deinen Mann lieben und achten und ihm die Treue halten alle Tage seines Lebens?” Braut: “Ja.”   Fragen an beide Brautläute: Priester/Diakon: “Seid ihr beide bereit, die Kinder anzunehmen, die Gott euch schenken will, und sie im Geist Christi und seiner Kirche zu erziehen?” Beide: “Ja.” Priester/Diakon: “Seid ihr beide bereit, als christliche Eheleute Mitverantwortung in der Kirche und in der Welt zu übernehmen?” Beide: “Ja.”

Dann folgt die Segnung der Ringe und das Eheversprechen: Priester/Diakon: “So schließt jetzt vor Gott und vor der Kirche den Bund der Ehe, indem ihr das Vermählungswort sprecht. Dann steckt einander den Ring der Treue an.” Bräutigam: ” __, vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau. Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens. (Er nimmt den Ring und steckt ihn der Braut an den Ringfinger) Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.” Braut: ” __, vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meinen Mann. Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.” (Sie nimmt den Ring und steckt ihn dem Bräutigam an den Ringfinger) “Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.”

(Alternativ gibt es auch eine Form bei der die Brautleute nur “Ja” zu sagen haben)

Das Eheversprechen wird nun vom Priester/Diakon bestätigt. Dabei werden die Hände des Brautpaares mit der Stola umwickelt. Die Trauzeugen werden genannt und zu “Zeugen dieses heiligen Bundes” genommen.

12. Besinnliche/feierliche Musik (*)

13. Die Hochzeitskerze wird entzündet

14. Der Priester/Diakon spricht den Segen über das Brautpaar

15. Gabenbereitung (*)

16. Sanctus (*) (Das Lied zum Sanctus muss ein “Heilig-Lied” sein, da es einen festen Teil der Eucharistie, das Sanctusgebet, ersetzt)

17. Eucharistisches Hochgebet (Wandlung)

18. Vater unser und Friedensgruss

19. Agnus Dei (*)

20. Kommunionfeier (*)

21. Danklied/Meditation/Gebet (*)

22. Schlussgebet (siehe 16. oben)

23. Schlusssegen

24. Feierlicher Auszug (*)

***

Zu allen mit einem (*) gekennzeichneten Stellen, kann Musik eingebaut werden, bzw. ist ein Lied vorgesehen.

Max Frisch - Gedanken vor Andorra

Du sollst Dir kein Bildnis machen

Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen kön­nen, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu fol­gen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertig ­werden: weil wir sie lieben; solang wir sie lieben. Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben; sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie grei­fen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum? So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alles Möglichen voll, aller Geheimnisse voll, unfassbar ist der Mensch, den man liebt -

Nur die Liebe erträgt ihn so.

Warum reisen wir?

Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie uns kennen ein für alle Mal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei -

Es ist ohnehin schon wenig genug.

Unsere Meinung, dass wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedes Mal […]

Wir können nicht mehr! Wir künden ihm die Bereitschaft, auf weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfassbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, dass unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei.

„Du bist nicht”, sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte: „wofür ich dich gehalten habe.”

Und wofür hat man sich denn gehalten?

Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das auszuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat […]

In gewissem Grad sind wir wirklich das Wesen, das die andern in uns hineinsehen, Freunde wie Feinde. Und umgekehrt! auch wir sind die Verfasser der andern; wir sind auf eine heimliche und unentrinnbare Weise verantwortlich für das Gesicht, das sie uns zeigen, verantwortlich nicht für ihre Anlage, aber für die Ausschöpfung dieser Anlage. Wir sind es, die dem Freunde, dessen Erstarrtsein uns bemüht, im Wege stehen, und zwar dadurch, dass unsere Meinung, er sei erstarrt, ein weiteres Glied in jener Kette ist, die ihn fesselt und langsam erwürgt. Wir wünschen ihm, dass er sich wandle, o ja, wir wünschen es ganzen Völkern! Aber darum sind wir noch lange nicht bereit, unsere Vorstellung von ihnen aufzugeben. Wir selber sind die letzten, die sie verwandeln […]

Erich Fried - Wer ist sie?

Wo sie wohnt?
Im Haus neben der Verzweiflung

Mit wem sie verwandt ist?
Mit dem Tod und der Angst

Wohin sie gehen wird wenn sie geht?
Niemand weiß das

Von wo sie gekommen ist?
Von ganz nahe oder ganz weit

Wie lange sie bleiben wird?
Wenn du Glück hast solange du lebst

Was sie von dir verlangt?
Nichts oder alles

Was soll das heißen?
Daß das ein und dasselbe ist

Was gibt sie dir
- oder auch mir - dafür?
Genau soviel wie sie nimmt.
Sie behält nichts zurück

Hält sie dich
- oder mich - gefangen
oder gibt sie uns frei?
Es kann uns geschehen
daß sie uns die Freiheit schenkt

Frei sein von ihr
ist das gut oder schlecht?
Es ist das Ärgste
was uns zustoßen kann

Was ist sie eigentlich
und wie kann man sie definieren?
Es heißt daß Gott gesagt hat
daß er sie ist.

die kunst der kleinen schritte - von antoine de saint-exupery

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen,/ Herr, sondern um die Kraft für den Alltag./ Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.
Mach mich findig und erfinderisch,/ um im täglichen Vielerlei und Allerlei/ rechtzeitig meine Erkenntnisse/ und Erfahrungen zu notieren,/ von denen ich betroffen bin.
Mach mich griffsicher/ in er richtigen Zeiteinteilung./ Schenke mir Fingerspitzengefühl,/ um herauszufinden, was erstragnig/ und was zweitrangig ist.
Lass mich erkennen,/ dass Träume nicht weiterhelfen,/ weder über die Vergangenheit/ noch über die Zukunft./ Hilf mir, das Nächste so gut wie möglich zu tun/ und die jetzige Stunde/ als die wichtigste zu erkennen.
Bewahre mich vor dem naiven Glauben,/ es müsste im Leben alles glatt gehen./ Schenke mir die nüchterne Erkenntnis,/ dass Schwierigkeiten, Niederlagen,/ Misserfolge, Rückschläge/ eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,/ durch die wir wachsen und reifen.
Erinnere mich daran,/ dass das Herz oft gegen den Verstand streikt./ Schick mir im rechten Augenblick jemand,/ der den Mut hat,/ mir die Wahrheit in Liebe zu sagen.
Du weißt, wie sehr wir der Freundschaft bedürfen./ Gib, dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten und zwartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin.
Verleihe mir die nötige Phantasie, im rechten Augenblick ein Päckchen Güte, mit oder ohne Worte,/ an der richtigen Stelle abzugeben.
Mach aus mir einen Menschen,/ der einem Schiff mit Tiefgang gleicht,/ um auch die zu erreichen, die “unten” sind.
Bewahre mich vor der Angst,/ ich könnte das Leben versäumen./ Gib mir nicht,/ was ich mir wünsche,/ sondern was ich brauche.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte!

dich dich sein lassen

Dich/ dich sein lassen/ ganz dich // sehen/ dass du nur du bist/ wenn du alles bist/ was du bist/ das Zarte/ und das Wilde/ das was sich losreissen/ und das was sich anschmiegen will/ Wer nur die Hälfte liebt/ der liebt dich nicht halb/ sondern gar nicht/ der will dich zurechtschneiden/ amputieren/ verstümmeln/ Dich dich sein lassen/ ob das schwer oder leicht ist?/ Es kommt nicht darauf an mit wieviel/ offener Sehnsucht nach allem - / nach allem/ was DU ist/ Nach der Wärme/ und nach der Kälte/ nach der Güte/ und nach dem Starrsinn/ nach deinem Willen/ und Unwillen/ nach jeder deiner Gebärden/ nach deiner Ungebärdigkeit/ Unstetigkeit/ Dann/ ist dieses/ dich dich sein lassen/ vielleicht/ gar nicht so schwer

(Erich Fried)

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