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Archiv der Kategorie b Gottesdienste in der Klosterkirche
Hungertuch
10.3.2011 by admin.
Solange der “Schmachtlappen” hing, dauerte die Fastenzeit
Schon die “Consuetudines” von Farfa erwähnen um 1000 den Brauch, in der Fastenzeit vor dem Altar ein Velum, das Fastenvelum aufzuhängen (velum quadragesimale, Fastentuch; Fastenlaken, aber auch: Hungertuch - der Name “Hungerdoek” ist in Münster 1306 erstmals belegt -, Kummertuch, Schmachtlappen; ursprünglich einfarbig schwarz oder violett). In einem meist rasterförmigen Bildaufbau wurde die Heilsgeschichte von der Schöpfung bis zum Weltende erzählt oder aber Tier-, Pflanzen- oder andere Motive dargestellt. In einer alten Handschrift aus Augsburg heißt es über das Hungertuch: “Darin [in der Fastenzeit] eszen sie 40 tag kein fleisch, auch nit milch, kesz, ayr, schmalz, dann vom remischen stuel erkaufft. Da verhüllt man die altar und hayligen mit einem tuech und last ein hungertuech herab, daz die syndige leut die götz nit ansehen”. Die Hungertücher sind Objekte eines mittelalterlichen Fastenbrauches, der Verhüllung des Altars durch das Fastenvelum, das später zum Symbol für Fasten und Buße wurde. So heißt es etwa in den Predigten Geilers von Kayserberg über das “Narrenschiff”: “Dich soll leren das Hungertuch, so man ufspannt, Abstinenz und Fasten.”
Aufgehangen wurde das Fastentuch zu Fastenbeginn am Aschermittwoch. Es hing im Chorbogen der Kirche vor dem Hauptaltar, verhüllte den Altar und konnte, da meist zweigeteilt, zur Seite gezogen werden. Das Fastentuch blieb hängen bis zur Komplet am Karmittwoch. Wenn aus der Passion zitiert wurde: “et velum templi scissimum est medium” (und der Vorhang des Tempels riß mitten durch), wurde das Tuch herabgelassen. Die dadurch begründete Redensart: “Das Fastentuch ist gefallen” bezeichnete - direkt und indirekt - das Ende der Fastenzeit.
Hungertücher zur Altarverhüllung verweisen auf die religiösen Verhüllungs- und Sichtbarkeitsriten. Sie finden sich nicht nur im Kult der Ostkirche, der Ikonostase; die Altarverhüllung der Westkirche steht in enger Verbindung mit der seit frühchristlichen Tagen bekannten Verhüllung des Kreuzes, der Bilder und Reliquiare während der Passionszeit. Die Westkirche hat eine Vorliebe für die Schaubarkeit kultischer Mysterien entwickelt, so dass sie keine ständige Verhüllung, sondern bloß eine zeitweilige kennt. Die Altarverhüllung in der Fastenzeit galt als Bußübung der Gläubigen in der Fastenzeit. An den Sonntagen der Fastenzeit wurde das Fastentuch vor dem Hauptalter geöffnet, nicht aber die Fastentücher vor den Seitenaltären. An Wochentagen wurde das Fastentuch auch vor dem Hauptaltar nicht zurückgezogen. Als Gründe für dieses Fastenbrauchtum werden angeführt: die so auch äußerlich sichtbare Unwürdigkeit der Gläubigen während der Bußzeit, die Verhüllung der Gottheit Christi während seiner Passion, die Parallelität des velum templi zum velum quadragesimale, wobei das Zerreißen des ersteren den Opfertod Christi anzeigte, das “Herabfallen” des letzteren auf die bevorstehende Auferstehung verwies. Die Entfernung des Fastentuchs vor der Osternacht verdeutlichte, dass Christus wieder unverhüllt in göttlicher Herrlichkeit vor den Menschen steht, dass er den Himmel geöffnet hat und dass er die Blindheit des Herzen weggenommen hat, die hinderte, das Geheimnis seines Leidens zu verstehen. Der - allerdings keineswegs entwicklungsmäßig einheitliche - Gebrauch des Fastentuches änderte sich mit den theologischen Auffassungen. Als in der Gotik ein “Sichtbarkeitskult” das “Sehenwollen” des Mysteriums und damit des Altarsakramentes forderte, entstanden nicht nur Monstranzen für die Eucharistie und Ostensorien oder Reliquiare für die Reliquien: Die Lettner in den Kirchen, die sich dort befanden, wo später die Kommunionbank stand, und die somit den Blick in den Chorraum der Kirche einschränkten, fielen dem neuen Bedürfnis ebenso zum Opfer wie die Fastentücher. Sie erhielten nun kleinere Ausmaße und wurden so hoch in den Chorbogen gehangen, dass der Blick auf das Altarsakrament nicht versperrt wurde. Dadurch änderte sich die Funktion der Fastentücher: Ihr Aushängen bezeichnete nun die Buß- und Fastenzeit.
Ihre Hochblüte erlebten die Hungertücher im 14./15. Jahrhundert in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und England. Dieser Fastenbrauch scheint von den Klöstern, wahrscheinlich den Nonnenklöstern, ausgegangen zu sein und hat sich über die Stifts- und Kathedralkirchen in die Pfarrkirchen ausgebreitet. Mit Beginn der Neuzeit verflüchtigte sich auch dieser, hielt sich nur noch in Westfalen und im Münster zu Freiburg. Im Westfälischen erlebte das Hungertuch im 16. und 17. Jahrhundert einen erneuten Auftrieb. Nach dem II. Vatikanischen Konzil wurde der Brauch durch die Bischöfliche Aktion “Misereor” 1976 neu belebt: Alle zwei Jahre erstellt ein Künstler ein neues Hungertuch, das in Kopie in vielen Kirchen aufgehangen wird und die Fastenzeit kennzeichnet, in der das Ersparte den Armen zukommen soll.
Herausragende Beispiele der Hungertücher sind in zwei geschlossenen Gruppen erhalten: in Westfalen und in Kärnten. Ansonsten haben sich nur Einzelstücke erhalten, die - wie im Falle von Gurk, Bedburdyck und Korschenbroich nachweisbar - mit Westfalen in Verbindung stehen. Das Hungertuch aus dem Dom von Gurk stammt aus dem Jahr 1458 und mißt 8,90 m x 8,87 m, das Virgener Fastentuch von 1598 mißt 5 m x 8 m. Das größte erhaltene Fastentuch in Deutschland stammt aus dem Jahr 1612 und gehört dem Freiburger Münster (12,25 m x 10 m). Einen hohen künstlerischen Wert hat das kürzlich renovierte Fastentuch von Zittau/Sachsen aus dem Jahr 1472 (8,6 m x 6,8 m). Das älteste bekannte Fastentuch besaß Sankt Aposteln in Köln, wo es 1875 verbrannte. Die Fastentücher bestanden meist aus Leinen, manchmal auch aus Seide. Die Tücher wurden bestickt, bedruckt oder bemalt. Unsere Redewendung, “am Hungertuch nagen”, geht auf diese Fastentücher zurück und meint: hungern, darben, ärmlich leben, kümmerlich vegetieren. Ursprünglich hieß es wohl: am Hungertuch “naejen” = nähen, d.h. ärmlich, kümmerlich leben. In diesem Sinn auch: “Ich web’ euch nur ein Hungertuch” in Freiligraths Gedicht “Aus dem Schlesischen Gebirge” von 1844. (PEK)
Auf: www.erzbistum-koeln.de: http://www.erzbistum-koeln.de/themen/kirchenjahr/karneval_und_fastenzeit/hungertuch.html (10.3.2011)
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Wiederherstellung des Raumes
9.2.2011 by admin.
Theologie der Architektur
Bemerkungen zur ehem. Klosterkirche Oberelchingen
Die vergangenen 50 Jahre – „Liturgie als Bauherr“(1)
Das 20. Jahrhundert war von großen Veränderungen im Leben der Menschen geprägt und dieser Prozess hat sich in den letzten Jahren eher noch beschleunigt. Das Ringen um eine authentische Feier der Liturgie geht mit dieser Beobachtung einher. Authentisch Gottesdienst feiern meint zum Einen, treu den Auftrag Christi zu erfüllen, wenn er sagt „tut dies zu meinem Gedächtnis“(2), zum anderen heißt authentisch ebenso, dass wir, die Gemeinde – sein mystischer Leib – unser Leben und unsere Welt wirklich und glaubwürdig in die Feier der Liturgie mit einbringen, ja einbringen müssen! Wir feiern nichts Abstraktes und Fernes, sondern seine Gegenwart in unserer Welt, in unserem Leben, hier und heute.
Spätestens mit der Liturgiereform nach dem 2. Vatikanischen Konzil wurde dieses Bemühen durch Umbauten im Kirchenraum sichtbar. Mit viel Überlegung, Mut und Experimentierfreude wurden damals in fast allen Kirchen der Altar, die Sedilien (Priester- und Ministrantensitze), der Ambo und auch das Kirchengestühl neu konzipiert und platziert. Die Gottesdienstgemeinde sollte mehr in das Geschehen am Altar einbezogen werden, was auch durch die Stellung der einzelnen liturgischen Orte im Raum zueinander umgesetzt werden sollte.
In den mehr als 40 Jahren seit der Liturgiereform mussten sich die neuen Objekte und Orte bewähren. Das vergangene Jahrzehnt wurde deshalb geprägt von vielen Altarweihen, nachdem die mehr oder weniger provisorisch aufgestellten Holzaltäre durch den Richtlinien entsprechende Steinaltäre ersetzt(3) und deren Position noch einmal überprüft worden war (z.B. in Unterelchingen).
Grundsätzliche Fragestellungen und Probleme
Seit sich der christliche Gottesdienst aus den Wohnhäusern der Urgemeinde hinein in größere Räume und Gebäude verabschiedet hat, gibt es Unstimmigkeiten im Zueinander von Liturgie, Gemeinde, Zelebrant und Mitfeiernden. Dies kristallisiert sich an den Brennpunkten Altar (und dessen Ausrichtung), Tabernakel, Sedilien, Ambo und dem Zelebrationskreuz besonders heraus. An die ursprüngliche Stelle der Sedilien, rückte ab dem Mittelalter der Altar und in der frühen Neuzeit erst der Tabernakel, der sich vorher auf der Seite, in einer Kapelle oder noch früher hängend, etwa in Form einer Taube, über dem Altar befand. Spätestens beim Altarkreuz wird deutlich, dass es nicht gleichzeitig vom Priester und der Gemeinde angesehen werden kann – außer bei der Zelebration „versum dei“ (mit dem Rücken zur Gemeinde), die aber das Zueinander von Gemeinde und Zelebrant weitgehend negiert.
Kurzum: die Entwicklung der Liturgie und der historisch dafür gebauten Räume produzierte ein paar unlösbare Probleme, welche bei jeder Gestaltung liturgischer Orte im Auge behalten werden müssen, um sich schließlich nicht als Störfaktoren entwickeln zu können.
Die ehem. Klosterkirche
Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Oberelchingen gehört zu den herausragenden Baudenkmälern der Diözese Augsburg, darin sind sich Kunsthistoriker, sowie kirchliche und weltliche Sachverständige einig.
Die ehemalige Klosterkirche in Oberelchingen ist das Resultat aus fast 900 jähriger Baugeschichte. Grundriss und sogar einige noch gut sichtbare Bauelemente kann man auch in der jetzigen Kirche der romanischen Epoche zuordnen. Mehrere Bauphasen übersetzen den Sakralraum in die künstlerische Sprache der jeweiligen Zeit. Die letzte große Gesamtgestaltung erfuhr die Kirche nach dem Brand und Wiederaufbau 1773 – 1784. Der Bau des Kirchenschiffs blieb dabei weitgehend unverändert. Bereits Gotik und Barock hatten dort die Fenster vergrößert. Im Chorraum, der vom Brand am meisten beschädigt wurde, fanden die größten Veränderungen statt: die Wände wurden zugunsten großer dreiteiliger Fenster durchbrochen, die den Altarraum mit Licht durchfluten. Das feine Dekor der Kirche in Weiß und Gold trägt zudem dazu bei, dass der Raum freundlich, festlich und leicht wirkt und dem Betrachter auf den ersten Blick als Einheit erscheint.
Dem Baumeister des späten 18. Jahrhunderts gelang es durch die meisterliche Verwendung der Lichtführung, dem Raum Sakralität zu verleihen. Der Raum an sich hat eine theologische Aussage und „predigt“. Allein das natürliche Licht in der Oberelchinger Kirche erzählt dem Kirchenbesucher unbewusst von Gott und Mensch: Wir Menschen reagieren auf Licht. Unser Auge – und nicht nur das – wird angezogen vom Licht. Licht bedeutet Leben, Freiheit, Sicherheit. Das griechisch/lateinische Wort Theos/Deus für Gott, leitet sich ab vom Wort für Licht.
Doch kommen wir zurück zum Grundmotiv der Kirche von 1784, den Raum wie wir ihn heute betreten. In Oberelchingen betritt man die Kirche durch den Eingang im Westen. Man kommt aus der Richtung der untergehenden Sonne – der Nacht – und nach dem Eintritt in die Kirche befindet man sich am dunkelsten Ort des Gotteshauses: direkt unter der Empore, die nur gemalten Fenster auf der rechten Seite, an die sich vor dem Abbruch des Klosters durch die Säkularisation die Konventgebäude angeschlossen haben und die Fenster auf der Nordseite geben dem Ort hinter der Kirchentüre nur wenig Licht. Der Chorraum mit dem Hochaltar und dem Tabernakel steht hell und klar von den großen Fenstern beleuchtet im Licht. Automatisch zieht es den Besucher nach vorn, als würde eine unsichtbare Macht zum Eintretenden sagen: „Komm!“
Mit diesem Impuls, mit diesem Drang hin zum Heiligen wurde durch das Kirchenjahr hindurch gearbeitet und „gespielt“. Die grazile Kommunionbank wurde in der Mitte mal geöffnet mal geschlossen, der Kreuzaltar mitten auf den Stufen war nicht Trennung sondern Meilenstein: Christus am Kreuz hat den Weg ins Paradies wieder aufgetan. Um dorthin zu gelangen führt der Weg jeden vorbei am Kreuz. Links und rechts war der Chorraum durch das Gitter abgesperrt. Zwei Tore jeweils neben dem Kreuzaltar erlaubten einen Durchlass. In der Advents- und Fastenzeit waren schwere Vorhänge an den Gittern angebracht und verbargen den lichten Raum. Alle diese Sichtschranken waren aber nicht so massiv und störend im Raum der Oberelchinger Kirche, wie der Mittelblock, der heute dort steht und sich Auge und Geist in den Weg stellt.
Der Impuls, der ihn dorthin gebracht hat ist trotz des grundsätzlich negativen Befundes ein sehr guter gewesen. Die Initiatoren von damals wollten eine größere Nähe der Gemeinde zum Altar (4) und die Aufhebung der Geschlechtertrennung in der Kirche. Zudem war geplant das alte Taufbecken wieder zu benutzen. Diese drei Hoffnungen gehen aus einem Pfarrbrief hervor, der zur Inbetriebnahme des Mittelblocks erschienen war. Fakt ist, dass sich auch 20 Jahre später die Kirche immer noch großteils von hinten füllt; dass von vielen der Mittelblock „irgendwie“ mit den Kinderbänken assoziiert wird; dass das Taufbecken bis vor einem Jahr zugeschraubt war und auch durch den schmalen Gang schwer benutzbar ist. Vor allem aber, ist das theologische Konzept des gesamten Kirchenraumes „vom Dunkel ins Licht“ durch den Mittelblock gestört. Auch die Verwendung von hellem Holz wirkt in unserer Kirche wie ein weiterer Fremdkörper.
Hinzu kommt die Behinderung im Vollzug der Liturgie. Der Mittelblock negiert das Konzept der Prozessionskirche. Alte Elchinger wissen noch die Wege, die am Bruderschaftssonntag und anderen Festtagen gegangen wurden. Ein ordentlicher „großer Einzug“ ist zu den Feiertagen und besonders am Karfreitag ebenso wenig möglich, wie ein gebührender Ein- und Auszug bei Hochzeiten oder Beerdigungen.
Nicht umsonst nennt der Kunstreferent unserer Diözese die Pläne zur Schaffung eines Mittelganges eine „Beseitigung eines Missstandes“ und auch das staatliche Denkmalamt stimmt dem zu. Bei einem Hausbesuch an Weihnachten meinte eine gehbehinderte Frau zu mir: „Wenn sie den Mittelblock raustun, dann helf´ ich ihnen sägen!“
Der Mittelblock war eine gute Idee, doch die Realität entpuppte ihn als Störfaktor in mehrfacher Hinsicht inmitten der feinsinnigen Bau- und Theologiekonzepte der Kirche und der liturgischen Praxis der Pfarr- und Wallfahrtskirche.
Eine Kirche ist nie „fertig“
Wie die Gemeinde in ihr, so lebt auch eine Kirche. Alte Aufnahmen und Dokumente zeigen, dass sich auch in den letzten beiden Jahrhunderten die Kirche von Oberelchingen immer wieder verändert hat. In den ersten Jahren nach der Säkularisation wurde von Pfarrer und ehem. Pater Edelmann der Kreuzweg und die Bilder der Sieben-Schmerzen-Mariens an Konrad Huber in Auftrag gegeben. Es folgte die Herz-Jesu-Statue mit dem dazugehörigen Altar. Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Assistenzfiguren (Maria und Johannes unterm Kreuz) des alten Kreuzaltares in weiß und gold gefasst. Die Tafeln an der Innenseite der Pfeiler wurden bis in die 1940er Jahre entfernt und es folgte in den 60er Jahren die Verlegung des Kreuzaltares in die „Kerkerkapelle“(5), wobei die Chorschranken (Gitter) entfernt, bzw. neu platziert wurden. Es folgten schlichte Bänke vor dem alten, manieristischen Kirchengestühl, die derzeit teils noch vor der Gnadenkapelle stehen. Der heutige Volksaltar mit seinen blauen Füßen, ist bereits der zweite an dieser Stelle, aber noch immer ein Holztisch, bzw. ein „Edelmöbel, aber kein Altar“, wie sich vor einiger Zeit ein Sachverständiger geäußert hat.
Diese Aufzählung soll zeigen, dass jede Generation, jede Zeit das Ihre zur Ausstattung der Oberelchinger Kirche beigetragen hat. Vieles fügt sich heute so perfekt in den Gesamtbau, dass wir es gar nicht als später hinzugekommenen Teil empfinden.
Mittelgang und neues Gestühl
Unsere Vorbereitungen zur Wiederherstellung des Mittelganges sind mittlerweile schon weit gediehen. Kostenvoranschläge und Gutachten sind eingeholt, die zuständigen Behörden und Ämter auf staatlicher wie auf kirchlicher Seite kontaktiert worden. Zur Zeit wird über Skizzen für die neuen Stuhlwangen beratschlagt und für eine Probebank ausgesucht. Die neuen Bänke sollen mobil, bequem und behindertengerecht sein und vielleicht näher an den Altarstufen beginnen, als der jetzige Mittelblock. Es sollen möglichst keine Sitzplätze verloren gehen, das alte Taufbecken soll gut nutzbar sein.
Auf unsere Anfrage, ob wir den bestehenden Mittelblock wieder verwenden könnten und ein Umbau möglich wäre, meinten die Schreiner einstimmig, dass diese Arbeiten sogar mehr kosten würden, als die Neuanschaffung eines massiven Eichengestühls. Der Mittelblock ist großteils aus Weichholz gefertigt und die daraus gewonnenen Bänke wären in ca. 20 Jahren bereits wieder renovierungsbedürftig.
Hilfe fürs Sägen brauchen wir wahrscheinlich nicht. Aber die Klärung des Kirchenraumes mit der Schaffung eines Mittelganges und neuer Bänke ist mit großem finanziellem Aufwand verbunden. Sägen könnte helfen, aber „rascheln“ hilft noch mehr…
Ihr Pfarrer R. Gührer
Kontoverbindung:
Kath. Kirchenstiftung Oberelchingen
Konto:12 48 006
BLZ: 630 614 86
VR Bank Langenau
Verwendungszweck: Kirchengestühl 2011
(1) Titel eines Ende 2010 erschienen Buches
(2) Lk 22,19
(3) Der Altar ist ein Symbol für Christus. Er selbst ist Altar, Opfer und Priester. Wenigstens die Altarplatte sollte aus (Natur-)Stein bestehen und der gesamte Altar „aus passendem, würdigem und haltbarem Material“ gefertigt sein; er soll „feststehend, geweiht und umschreitbar“ sein. (Allgemeine Einführung ins römische Messbuch AEM 262 und 263)
(4) Der heutige Zelebrationsaltar ist trotz des Mittelblocks kaum näher an der Gemeinde als der Kreuzaltar an dem alten Gestühl. Ohne das Angebot der Bänke im Bereich des Mittelblocks hätte die Liturgiereform in Oberelchingen trotz Änderung der Zelebrationsrichtung eine weitere Distanzierung von Gemeinde und Zelebrant zur Folge gehabt.
(5) Der Kerkeraltar ist nicht mehr rekonstruierbar. Von ihm existieren auch keine Fotographien. Der bekleidete, fast lebensgroße Kerkerheiland steht in traurigem Zustand auf dem Dachboden, zwei kleine geschnitzte Kerkerszenen befinden sich im Archiv in besserem Zustand. Eventuell gehörte das „Elchinger Jesuskind“, eine ebenfalls kostbar bekleidete und bewegliche Statue mit ihrem Schrein, ebenfalls zu diesem Altar.
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Evensong. Abendlob in der Tradition der Anglikanischen Kirche am 3.10.2010 um 19.00 Uhr
1.10.2010 by admin.
Am 3. Oktober 2010 feiern wir in der Klosterkirche Oberelchingen einen Evensong, ein Abendlob in der Tradition der Anglikanischen Kirche. Die Evensingers aus Augsburg und Landsberg (www.evensingers.de) werden dieses Abendgebet mit Werken von Roy Ringwald (Precious Lord), William Byrd (Haec Dies), John Rutter (Open thou mine eyes) und Kirke Mechem (Island in Space) gestalten.
Mit dem Evensong heißen die katholischen Gemeinden von Elchingen den neuen Pfarrer der evangelischen Schwestergemeinde, Herrn Burmann, herzlich Willkommen! Pfarrer Burmann wird in diesem feierlichen Gottesdienst einen geistlichen Impuls an die Besucher richten.
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