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Archiv der Kategorie b Oberelchingen
Alte Bilder und Stiche von Oberelchingen
5.8.2011 by admin.
Oberelchingen noch ohne Wald um die Kirche, der Gnadenaltar in voller Festtagsstimmung und alte Wallfahrtsbilder der Gnadenmutter und des Elchinger Jesukinds.
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Sommerliches Konzert am 15. August in Oberelchingen
4.7.2011 by admin.
Das Konzert für den Maria-Himmelfahrtsabend am 15. August hat mittlerweile ein Gesicht bekommen und Gestalt angenommen: wir dürfen Marianne Altstetter-Ederle (Sopran) und Tobias Herkommer (Orgel und Piano) mit einem sommerlichen Programm rund um Maria, Blumen und Kräuter – passend zum Tag – in der Klosterkirche und bei günstiger Witterung im Klostergarten erleben!
Ein sommerlicher Abend mit Musik in
Klosterkirche und –garten Oberelchingen
Montag, 15. August 19.30h
Kirche
An der Chororgel:
Concerto g-moll Allegro (Anonymus). Largo aus der Oper“Xerxes“ (F. Händel). Ave Maria (Camille Saint-Saens). Partite diverse sopra l`aria dette la Todesca (Johann Speth)
-Text-
An der Steinmeyer-Orgel
„Nun beut die Flur“ aus der Schöpfung (Joseph Haydn). The Lord bless you and keep you (John Rutter). Carillon (Herbert Murrill)
Garten
Come and trip it (Georg Friedrich Händel). Es muss ein Wunderbares sein (Franz Liszt). Nacht (Richard Strauss). Quando men vo (Giacomo Puccini). Sure on this shining night (Samuel Barber). How high the moon (Morgan Lewis). Summertime (George Gershwin)
Marianne Altstetter-Ederle wuchs in einer musikalischen Familie zusammen mit drei Geschwistern in Höselhurst (Landkreis Günzburg) auf. Während ihrer Gymnasialzeit erhielt Marianne Altstetter neben dem Instrumentalunterricht bereits mit knapp 15 Jahren Stimmbildungs- und Gesangsunterricht bei Kammersänger Paul Kuen. Dieses Privatstudium bei ihrem „Singevater“ erstreckte sich bis zum Abitur 1986.
Vom Bayerischen Musikrat erhielt sie eine Begabtenförderung. So folgte ein Studium bei Frau Prof. Erika Valentin an der BFS für Musik in Krumbach. Hier erwarb sie auch die Qualifikation zur Stimmbildnerin, Singschullehrerin , sowie Chor- und Ensembleleiterin. Es schloss sich ein Gesangstudium bei Siglinde Damisch–Kusterer in Augsburg an.
Die Sopranistin nahm mit großem Erfolg an verschiedenen Wettbewerben und Meisterkursen teil. Sie absolvierte die Meisterklasse bei Astrid Varnay an der Bayerischen Theaterakademie in München.
Marianne Altstetter – Ederle ist vornehmlich als Sopransolistin im Konzertbereich zu hören. Ihre besondere Liebe gilt dem Lied. Ihr Repertoire erstreckt sich dabei von den Werken alter Musik bis hin zur Moderne (z.B. „Jaala “ in „Jephta “ von Wolfgang Stockmeier, Uraufführungen von Werken Werner Wolf Glasers im Feb. 2001…). Konzertreisen führten sie nach Frankreich, Österreich, Schweiz, Italien, Belgien, Niederlande, Norwegen, Japan und die Slowakei.
Marianne Altstetter – Ederle ist als Gesangslehrerin und Stimmbildnerin in Zusammenarbeit mit dem Ringeisen Gymnasium (Ursberg) und am Nikolaus Kopernikus Gymnasium (Weißenhorn) tätig, sowie als Gesangsdozentin bei Fortbildungsveranstaltungen im In- und Ausland gefragt.
Zahlreiche ihrer Schülerinnen und Schüler gewannen Preise und Auszeichnungen bei Wettbewerben wie z. B. „Jugend musiziert“ (Erster Preis im Bundeswettbewerb 2007) und dem „Bundeswettbewerb Gesang Berlin“. Sie leitet derzeit zwei Chöre sowie ein Projektensemble. Außerdem ist sie in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kirchenmusik der Diözese Augsburg in der Weiterbildung der Chorleiter tätig. Im Juli 2007 erhielt sie die
„Schwäbische Nachtigall“ als Auszeichnung vom Bezirk Schwaben für besondere Verdienste um die Volksmusik. Zusammen mit Ehemann und zwei Söhnen lebt sie in Wattenweiler (LK Günzburg).
Dominik Herkommer wurde 1990 in Ulm geboren und ist in Breitenthal aufgewachsen. Er begann bereits während seiner Grundschulzeit autodidaktisch mit dem Orgelspielen. Von 2002 bis 2007 hatte er Klavierunterricht hat bei Christa Hartmann. Seit 2002 erhält er Orgelunterricht bei P. Stefan U. Kling in Roggenburg und ist als nebenberuflicher Kirchenmusiker tätig (C-Kirchenmusikprüfung 2008).
Seit dem Abitur im Mai 2009 absolvierte er seinen Zivildienst und befindet sich nun in einer wirtschaftlichen Ausbildung. Gleichzeitig bereitet er sich auf das Musikstudium vor.
Marianne Altstetter–Ederle entdeckte in ihrem Gesangsschüler (Unterricht seit 2008) einen begabten Begleiter. Dominik Herkommer kann bereits einige erfolgreiche Konzertauftritte sowohl als Organist als auch als Begleiter verzeichnen. Sein besonderes Interesse gilt nicht nur der Klavierbegleitung sondern auch vornehmlich der Orgelimprovisation.
Die Werke der Spätromantik, insbesondere von Widor, Faure, Vierne usw. zählen zu seinen Lieblingsstücken.
Er ist zudem auch von Zeit zu Zeit am Carillon zu hören.
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Orgelkonzert 10. Juli 2011, 18.00 Uhr - Marc Vonau an der Steinmeyer-Orgel Oberelchingen
4.7.2011 by admin.
Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Musik in der Klosterkirche wird gebeten.
P r ä d l u d i e n u n d F u g e n
Drei Präludien und Fugen
Opus 37 F.Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) 24’00
Prélude, Fugue et Variation
Opus 18 C.Franck (1822-1890) 12’00
Präludium und Fuge in e-moll
BWV 548 J.S.Bach (1685-1750) 14’00
Fuge N°6 über den Namen BACH
Opus 60.6 R.Schumann (1810-1856) 9’00
Marc Vonau erhielt seine künstlerische Ausbildung am „Conservatoire national“ in Straßburg, als Schüler in der Orgelklasse von Prof. Daniel Maurer und von Prof. Francis Jacob (Basso continuo), ergänzt durch Studien in Tonsatz, Analyse, Musikgeschichte und Chorleitung. Während dieser Zeit ist er an mehreren großen Chorprojekten beteiligt („Lukaspassion“ unter der Leitung von Krzysztof Penderecki, „VII. Symphonie“ von Gustav Mahler…)
Seit Erlangung des Orgeldiploms und des Abschlusses in Musikwissenschaften wirkt er als Dozent für Orgel an der Protestantischen Orgelschule von Straßburg („Aforgep“). Er ist außerdem Organist an der Predigerkirche in Zürich und in der dortigen Mission Catholique de Langue Française.
Sein breitgefächertes musikalisches Repertoire führt ihn auf ausgedehnte Konzertreisen nach Frankreich, Deutschland, Österreich, Belgien und in die Schweiz. U.a. hat er am Festival „Toulouse les Orgues“ im Oktober 2005 mitgewirkt, außerdem an der Einweihung der Späth-Orgel in Soest (Westfalen) im Februar 2007 und am „Festival de Musique Sacrée“ in Saint-Malo im Juli desselben Jahres.
Seit einer ersten Begegnung im Mai 2007 im Rahmen des Festivals protestantischer Musik in Elsass und Lothringen „En mai, joue et chante“ ist Marc Vonau ein häufiger Begleiter des Ensembles „Doux regard“. Mit dem „Chœur de Chambre de Strasbourg“ (Leitung Catherine Bolzinger) wirkte er im Sommer 2007 am Abschlusskonzert des „Festival de Musique d’ensemble“ in Pommiers-en-Forez mit. An der Seite der Pianistin Lara Erbes übernimmt er in Rossinis „Petite Messe solennelle“ die Harmoniumpartie an einem jüngst restaurierten historischen Instrument (Harmonium Debain, 1878).
Im Zusammenhang vertiefender Studien am Straßburger Konservatorium ist er dort regelmäßig im Rahmen der „Vendredis de l’orgue“ zu hören, einer Konzertreihe an der 2006 erbauten Mühleisen-Orgel.
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Oberelchingen 1928
24.6.2011 by admin.
Oberelchingen 1928 von P. Hagel
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Hungertuch
10.3.2011 by admin.
Solange der “Schmachtlappen” hing, dauerte die Fastenzeit
Schon die “Consuetudines” von Farfa erwähnen um 1000 den Brauch, in der Fastenzeit vor dem Altar ein Velum, das Fastenvelum aufzuhängen (velum quadragesimale, Fastentuch; Fastenlaken, aber auch: Hungertuch - der Name “Hungerdoek” ist in Münster 1306 erstmals belegt -, Kummertuch, Schmachtlappen; ursprünglich einfarbig schwarz oder violett). In einem meist rasterförmigen Bildaufbau wurde die Heilsgeschichte von der Schöpfung bis zum Weltende erzählt oder aber Tier-, Pflanzen- oder andere Motive dargestellt. In einer alten Handschrift aus Augsburg heißt es über das Hungertuch: “Darin [in der Fastenzeit] eszen sie 40 tag kein fleisch, auch nit milch, kesz, ayr, schmalz, dann vom remischen stuel erkaufft. Da verhüllt man die altar und hayligen mit einem tuech und last ein hungertuech herab, daz die syndige leut die götz nit ansehen”. Die Hungertücher sind Objekte eines mittelalterlichen Fastenbrauches, der Verhüllung des Altars durch das Fastenvelum, das später zum Symbol für Fasten und Buße wurde. So heißt es etwa in den Predigten Geilers von Kayserberg über das “Narrenschiff”: “Dich soll leren das Hungertuch, so man ufspannt, Abstinenz und Fasten.”
Aufgehangen wurde das Fastentuch zu Fastenbeginn am Aschermittwoch. Es hing im Chorbogen der Kirche vor dem Hauptaltar, verhüllte den Altar und konnte, da meist zweigeteilt, zur Seite gezogen werden. Das Fastentuch blieb hängen bis zur Komplet am Karmittwoch. Wenn aus der Passion zitiert wurde: “et velum templi scissimum est medium” (und der Vorhang des Tempels riß mitten durch), wurde das Tuch herabgelassen. Die dadurch begründete Redensart: “Das Fastentuch ist gefallen” bezeichnete - direkt und indirekt - das Ende der Fastenzeit.
Hungertücher zur Altarverhüllung verweisen auf die religiösen Verhüllungs- und Sichtbarkeitsriten. Sie finden sich nicht nur im Kult der Ostkirche, der Ikonostase; die Altarverhüllung der Westkirche steht in enger Verbindung mit der seit frühchristlichen Tagen bekannten Verhüllung des Kreuzes, der Bilder und Reliquiare während der Passionszeit. Die Westkirche hat eine Vorliebe für die Schaubarkeit kultischer Mysterien entwickelt, so dass sie keine ständige Verhüllung, sondern bloß eine zeitweilige kennt. Die Altarverhüllung in der Fastenzeit galt als Bußübung der Gläubigen in der Fastenzeit. An den Sonntagen der Fastenzeit wurde das Fastentuch vor dem Hauptalter geöffnet, nicht aber die Fastentücher vor den Seitenaltären. An Wochentagen wurde das Fastentuch auch vor dem Hauptaltar nicht zurückgezogen. Als Gründe für dieses Fastenbrauchtum werden angeführt: die so auch äußerlich sichtbare Unwürdigkeit der Gläubigen während der Bußzeit, die Verhüllung der Gottheit Christi während seiner Passion, die Parallelität des velum templi zum velum quadragesimale, wobei das Zerreißen des ersteren den Opfertod Christi anzeigte, das “Herabfallen” des letzteren auf die bevorstehende Auferstehung verwies. Die Entfernung des Fastentuchs vor der Osternacht verdeutlichte, dass Christus wieder unverhüllt in göttlicher Herrlichkeit vor den Menschen steht, dass er den Himmel geöffnet hat und dass er die Blindheit des Herzen weggenommen hat, die hinderte, das Geheimnis seines Leidens zu verstehen. Der - allerdings keineswegs entwicklungsmäßig einheitliche - Gebrauch des Fastentuches änderte sich mit den theologischen Auffassungen. Als in der Gotik ein “Sichtbarkeitskult” das “Sehenwollen” des Mysteriums und damit des Altarsakramentes forderte, entstanden nicht nur Monstranzen für die Eucharistie und Ostensorien oder Reliquiare für die Reliquien: Die Lettner in den Kirchen, die sich dort befanden, wo später die Kommunionbank stand, und die somit den Blick in den Chorraum der Kirche einschränkten, fielen dem neuen Bedürfnis ebenso zum Opfer wie die Fastentücher. Sie erhielten nun kleinere Ausmaße und wurden so hoch in den Chorbogen gehangen, dass der Blick auf das Altarsakrament nicht versperrt wurde. Dadurch änderte sich die Funktion der Fastentücher: Ihr Aushängen bezeichnete nun die Buß- und Fastenzeit.
Ihre Hochblüte erlebten die Hungertücher im 14./15. Jahrhundert in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und England. Dieser Fastenbrauch scheint von den Klöstern, wahrscheinlich den Nonnenklöstern, ausgegangen zu sein und hat sich über die Stifts- und Kathedralkirchen in die Pfarrkirchen ausgebreitet. Mit Beginn der Neuzeit verflüchtigte sich auch dieser, hielt sich nur noch in Westfalen und im Münster zu Freiburg. Im Westfälischen erlebte das Hungertuch im 16. und 17. Jahrhundert einen erneuten Auftrieb. Nach dem II. Vatikanischen Konzil wurde der Brauch durch die Bischöfliche Aktion “Misereor” 1976 neu belebt: Alle zwei Jahre erstellt ein Künstler ein neues Hungertuch, das in Kopie in vielen Kirchen aufgehangen wird und die Fastenzeit kennzeichnet, in der das Ersparte den Armen zukommen soll.
Herausragende Beispiele der Hungertücher sind in zwei geschlossenen Gruppen erhalten: in Westfalen und in Kärnten. Ansonsten haben sich nur Einzelstücke erhalten, die - wie im Falle von Gurk, Bedburdyck und Korschenbroich nachweisbar - mit Westfalen in Verbindung stehen. Das Hungertuch aus dem Dom von Gurk stammt aus dem Jahr 1458 und mißt 8,90 m x 8,87 m, das Virgener Fastentuch von 1598 mißt 5 m x 8 m. Das größte erhaltene Fastentuch in Deutschland stammt aus dem Jahr 1612 und gehört dem Freiburger Münster (12,25 m x 10 m). Einen hohen künstlerischen Wert hat das kürzlich renovierte Fastentuch von Zittau/Sachsen aus dem Jahr 1472 (8,6 m x 6,8 m). Das älteste bekannte Fastentuch besaß Sankt Aposteln in Köln, wo es 1875 verbrannte. Die Fastentücher bestanden meist aus Leinen, manchmal auch aus Seide. Die Tücher wurden bestickt, bedruckt oder bemalt. Unsere Redewendung, “am Hungertuch nagen”, geht auf diese Fastentücher zurück und meint: hungern, darben, ärmlich leben, kümmerlich vegetieren. Ursprünglich hieß es wohl: am Hungertuch “naejen” = nähen, d.h. ärmlich, kümmerlich leben. In diesem Sinn auch: “Ich web’ euch nur ein Hungertuch” in Freiligraths Gedicht “Aus dem Schlesischen Gebirge” von 1844. (PEK)
Auf: www.erzbistum-koeln.de: http://www.erzbistum-koeln.de/themen/kirchenjahr/karneval_und_fastenzeit/hungertuch.html (10.3.2011)
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Konzert zum Sonntag Laetare
6.3.2011 by admin.
Festliches Konzert am Sonntag Laetare mit Trompete und Orgel
Dieses Jahr lädt das Duo
Die beiden jungen Musiker konzertieren am Sonntag 3. April 2011, um 18 Uhr mit glanzvollen Trompetenkonzerten von Humphries und Viviani. Mit dem „Pie Jesu Domine“ aus dem Requiem von Gabriel Fauré kommt ein meditatives, ruhiges Werk für die beliebte Instrumentenkombination zu Gehör. Beim Concerto in Es-Dur von Christoph Förster kommt das Corno da Caccia mit seinem warmen, dunklen Ton zum Einsatz. Außerdem kommen als Orgelwerke ein Choralvorspiel von Bach sowie die berühmten Flötenuhrstücke von Haydn zur Aufführung.
Der in der Region inzwischen renommierte Trompeter Michael Bischof wirkt nach Studien in München und Stuttgart derzeit als hauptamtliche Lehrkraft für Trompete an der städtischen Bruno-Frey-Musikschule in Biberach.
Thomas Bodenmüller ist hauptamtlicher Kirchenmusiker an der Heilig-Geist-Kirche in Günzburg. Daneben wirkt er als Klavierlehrer und Chorleiter mehrerer Chöre.
So dürfen die Zuhörer auch heuer wieder auf ein besonderes Konzerterlebnis mit den königlichen Instrumenten Trompete und Orgel gespannt sein.
Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, es wird um eine Spende gebeten.
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Wiederherstellung des Raumes
9.2.2011 by admin.
Theologie der Architektur
Bemerkungen zur ehem. Klosterkirche Oberelchingen
Die vergangenen 50 Jahre – „Liturgie als Bauherr“(1)
Das 20. Jahrhundert war von großen Veränderungen im Leben der Menschen geprägt und dieser Prozess hat sich in den letzten Jahren eher noch beschleunigt. Das Ringen um eine authentische Feier der Liturgie geht mit dieser Beobachtung einher. Authentisch Gottesdienst feiern meint zum Einen, treu den Auftrag Christi zu erfüllen, wenn er sagt „tut dies zu meinem Gedächtnis“(2), zum anderen heißt authentisch ebenso, dass wir, die Gemeinde – sein mystischer Leib – unser Leben und unsere Welt wirklich und glaubwürdig in die Feier der Liturgie mit einbringen, ja einbringen müssen! Wir feiern nichts Abstraktes und Fernes, sondern seine Gegenwart in unserer Welt, in unserem Leben, hier und heute.
Spätestens mit der Liturgiereform nach dem 2. Vatikanischen Konzil wurde dieses Bemühen durch Umbauten im Kirchenraum sichtbar. Mit viel Überlegung, Mut und Experimentierfreude wurden damals in fast allen Kirchen der Altar, die Sedilien (Priester- und Ministrantensitze), der Ambo und auch das Kirchengestühl neu konzipiert und platziert. Die Gottesdienstgemeinde sollte mehr in das Geschehen am Altar einbezogen werden, was auch durch die Stellung der einzelnen liturgischen Orte im Raum zueinander umgesetzt werden sollte.
In den mehr als 40 Jahren seit der Liturgiereform mussten sich die neuen Objekte und Orte bewähren. Das vergangene Jahrzehnt wurde deshalb geprägt von vielen Altarweihen, nachdem die mehr oder weniger provisorisch aufgestellten Holzaltäre durch den Richtlinien entsprechende Steinaltäre ersetzt(3) und deren Position noch einmal überprüft worden war (z.B. in Unterelchingen).
Grundsätzliche Fragestellungen und Probleme
Seit sich der christliche Gottesdienst aus den Wohnhäusern der Urgemeinde hinein in größere Räume und Gebäude verabschiedet hat, gibt es Unstimmigkeiten im Zueinander von Liturgie, Gemeinde, Zelebrant und Mitfeiernden. Dies kristallisiert sich an den Brennpunkten Altar (und dessen Ausrichtung), Tabernakel, Sedilien, Ambo und dem Zelebrationskreuz besonders heraus. An die ursprüngliche Stelle der Sedilien, rückte ab dem Mittelalter der Altar und in der frühen Neuzeit erst der Tabernakel, der sich vorher auf der Seite, in einer Kapelle oder noch früher hängend, etwa in Form einer Taube, über dem Altar befand. Spätestens beim Altarkreuz wird deutlich, dass es nicht gleichzeitig vom Priester und der Gemeinde angesehen werden kann – außer bei der Zelebration „versum dei“ (mit dem Rücken zur Gemeinde), die aber das Zueinander von Gemeinde und Zelebrant weitgehend negiert.
Kurzum: die Entwicklung der Liturgie und der historisch dafür gebauten Räume produzierte ein paar unlösbare Probleme, welche bei jeder Gestaltung liturgischer Orte im Auge behalten werden müssen, um sich schließlich nicht als Störfaktoren entwickeln zu können.
Die ehem. Klosterkirche
Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Oberelchingen gehört zu den herausragenden Baudenkmälern der Diözese Augsburg, darin sind sich Kunsthistoriker, sowie kirchliche und weltliche Sachverständige einig.
Die ehemalige Klosterkirche in Oberelchingen ist das Resultat aus fast 900 jähriger Baugeschichte. Grundriss und sogar einige noch gut sichtbare Bauelemente kann man auch in der jetzigen Kirche der romanischen Epoche zuordnen. Mehrere Bauphasen übersetzen den Sakralraum in die künstlerische Sprache der jeweiligen Zeit. Die letzte große Gesamtgestaltung erfuhr die Kirche nach dem Brand und Wiederaufbau 1773 – 1784. Der Bau des Kirchenschiffs blieb dabei weitgehend unverändert. Bereits Gotik und Barock hatten dort die Fenster vergrößert. Im Chorraum, der vom Brand am meisten beschädigt wurde, fanden die größten Veränderungen statt: die Wände wurden zugunsten großer dreiteiliger Fenster durchbrochen, die den Altarraum mit Licht durchfluten. Das feine Dekor der Kirche in Weiß und Gold trägt zudem dazu bei, dass der Raum freundlich, festlich und leicht wirkt und dem Betrachter auf den ersten Blick als Einheit erscheint.
Dem Baumeister des späten 18. Jahrhunderts gelang es durch die meisterliche Verwendung der Lichtführung, dem Raum Sakralität zu verleihen. Der Raum an sich hat eine theologische Aussage und „predigt“. Allein das natürliche Licht in der Oberelchinger Kirche erzählt dem Kirchenbesucher unbewusst von Gott und Mensch: Wir Menschen reagieren auf Licht. Unser Auge – und nicht nur das – wird angezogen vom Licht. Licht bedeutet Leben, Freiheit, Sicherheit. Das griechisch/lateinische Wort Theos/Deus für Gott, leitet sich ab vom Wort für Licht.
Doch kommen wir zurück zum Grundmotiv der Kirche von 1784, den Raum wie wir ihn heute betreten. In Oberelchingen betritt man die Kirche durch den Eingang im Westen. Man kommt aus der Richtung der untergehenden Sonne – der Nacht – und nach dem Eintritt in die Kirche befindet man sich am dunkelsten Ort des Gotteshauses: direkt unter der Empore, die nur gemalten Fenster auf der rechten Seite, an die sich vor dem Abbruch des Klosters durch die Säkularisation die Konventgebäude angeschlossen haben und die Fenster auf der Nordseite geben dem Ort hinter der Kirchentüre nur wenig Licht. Der Chorraum mit dem Hochaltar und dem Tabernakel steht hell und klar von den großen Fenstern beleuchtet im Licht. Automatisch zieht es den Besucher nach vorn, als würde eine unsichtbare Macht zum Eintretenden sagen: „Komm!“
Mit diesem Impuls, mit diesem Drang hin zum Heiligen wurde durch das Kirchenjahr hindurch gearbeitet und „gespielt“. Die grazile Kommunionbank wurde in der Mitte mal geöffnet mal geschlossen, der Kreuzaltar mitten auf den Stufen war nicht Trennung sondern Meilenstein: Christus am Kreuz hat den Weg ins Paradies wieder aufgetan. Um dorthin zu gelangen führt der Weg jeden vorbei am Kreuz. Links und rechts war der Chorraum durch das Gitter abgesperrt. Zwei Tore jeweils neben dem Kreuzaltar erlaubten einen Durchlass. In der Advents- und Fastenzeit waren schwere Vorhänge an den Gittern angebracht und verbargen den lichten Raum. Alle diese Sichtschranken waren aber nicht so massiv und störend im Raum der Oberelchinger Kirche, wie der Mittelblock, der heute dort steht und sich Auge und Geist in den Weg stellt.
Der Impuls, der ihn dorthin gebracht hat ist trotz des grundsätzlich negativen Befundes ein sehr guter gewesen. Die Initiatoren von damals wollten eine größere Nähe der Gemeinde zum Altar (4) und die Aufhebung der Geschlechtertrennung in der Kirche. Zudem war geplant das alte Taufbecken wieder zu benutzen. Diese drei Hoffnungen gehen aus einem Pfarrbrief hervor, der zur Inbetriebnahme des Mittelblocks erschienen war. Fakt ist, dass sich auch 20 Jahre später die Kirche immer noch großteils von hinten füllt; dass von vielen der Mittelblock „irgendwie“ mit den Kinderbänken assoziiert wird; dass das Taufbecken bis vor einem Jahr zugeschraubt war und auch durch den schmalen Gang schwer benutzbar ist. Vor allem aber, ist das theologische Konzept des gesamten Kirchenraumes „vom Dunkel ins Licht“ durch den Mittelblock gestört. Auch die Verwendung von hellem Holz wirkt in unserer Kirche wie ein weiterer Fremdkörper.
Hinzu kommt die Behinderung im Vollzug der Liturgie. Der Mittelblock negiert das Konzept der Prozessionskirche. Alte Elchinger wissen noch die Wege, die am Bruderschaftssonntag und anderen Festtagen gegangen wurden. Ein ordentlicher „großer Einzug“ ist zu den Feiertagen und besonders am Karfreitag ebenso wenig möglich, wie ein gebührender Ein- und Auszug bei Hochzeiten oder Beerdigungen.
Nicht umsonst nennt der Kunstreferent unserer Diözese die Pläne zur Schaffung eines Mittelganges eine „Beseitigung eines Missstandes“ und auch das staatliche Denkmalamt stimmt dem zu. Bei einem Hausbesuch an Weihnachten meinte eine gehbehinderte Frau zu mir: „Wenn sie den Mittelblock raustun, dann helf´ ich ihnen sägen!“
Der Mittelblock war eine gute Idee, doch die Realität entpuppte ihn als Störfaktor in mehrfacher Hinsicht inmitten der feinsinnigen Bau- und Theologiekonzepte der Kirche und der liturgischen Praxis der Pfarr- und Wallfahrtskirche.
Eine Kirche ist nie „fertig“
Wie die Gemeinde in ihr, so lebt auch eine Kirche. Alte Aufnahmen und Dokumente zeigen, dass sich auch in den letzten beiden Jahrhunderten die Kirche von Oberelchingen immer wieder verändert hat. In den ersten Jahren nach der Säkularisation wurde von Pfarrer und ehem. Pater Edelmann der Kreuzweg und die Bilder der Sieben-Schmerzen-Mariens an Konrad Huber in Auftrag gegeben. Es folgte die Herz-Jesu-Statue mit dem dazugehörigen Altar. Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Assistenzfiguren (Maria und Johannes unterm Kreuz) des alten Kreuzaltares in weiß und gold gefasst. Die Tafeln an der Innenseite der Pfeiler wurden bis in die 1940er Jahre entfernt und es folgte in den 60er Jahren die Verlegung des Kreuzaltares in die „Kerkerkapelle“(5), wobei die Chorschranken (Gitter) entfernt, bzw. neu platziert wurden. Es folgten schlichte Bänke vor dem alten, manieristischen Kirchengestühl, die derzeit teils noch vor der Gnadenkapelle stehen. Der heutige Volksaltar mit seinen blauen Füßen, ist bereits der zweite an dieser Stelle, aber noch immer ein Holztisch, bzw. ein „Edelmöbel, aber kein Altar“, wie sich vor einiger Zeit ein Sachverständiger geäußert hat.
Diese Aufzählung soll zeigen, dass jede Generation, jede Zeit das Ihre zur Ausstattung der Oberelchinger Kirche beigetragen hat. Vieles fügt sich heute so perfekt in den Gesamtbau, dass wir es gar nicht als später hinzugekommenen Teil empfinden.
Mittelgang und neues Gestühl
Unsere Vorbereitungen zur Wiederherstellung des Mittelganges sind mittlerweile schon weit gediehen. Kostenvoranschläge und Gutachten sind eingeholt, die zuständigen Behörden und Ämter auf staatlicher wie auf kirchlicher Seite kontaktiert worden. Zur Zeit wird über Skizzen für die neuen Stuhlwangen beratschlagt und für eine Probebank ausgesucht. Die neuen Bänke sollen mobil, bequem und behindertengerecht sein und vielleicht näher an den Altarstufen beginnen, als der jetzige Mittelblock. Es sollen möglichst keine Sitzplätze verloren gehen, das alte Taufbecken soll gut nutzbar sein.
Auf unsere Anfrage, ob wir den bestehenden Mittelblock wieder verwenden könnten und ein Umbau möglich wäre, meinten die Schreiner einstimmig, dass diese Arbeiten sogar mehr kosten würden, als die Neuanschaffung eines massiven Eichengestühls. Der Mittelblock ist großteils aus Weichholz gefertigt und die daraus gewonnenen Bänke wären in ca. 20 Jahren bereits wieder renovierungsbedürftig.
Hilfe fürs Sägen brauchen wir wahrscheinlich nicht. Aber die Klärung des Kirchenraumes mit der Schaffung eines Mittelganges und neuer Bänke ist mit großem finanziellem Aufwand verbunden. Sägen könnte helfen, aber „rascheln“ hilft noch mehr…
Ihr Pfarrer R. Gührer
Kontoverbindung:
Kath. Kirchenstiftung Oberelchingen
Konto:12 48 006
BLZ: 630 614 86
VR Bank Langenau
Verwendungszweck: Kirchengestühl 2011
(1) Titel eines Ende 2010 erschienen Buches
(2) Lk 22,19
(3) Der Altar ist ein Symbol für Christus. Er selbst ist Altar, Opfer und Priester. Wenigstens die Altarplatte sollte aus (Natur-)Stein bestehen und der gesamte Altar „aus passendem, würdigem und haltbarem Material“ gefertigt sein; er soll „feststehend, geweiht und umschreitbar“ sein. (Allgemeine Einführung ins römische Messbuch AEM 262 und 263)
(4) Der heutige Zelebrationsaltar ist trotz des Mittelblocks kaum näher an der Gemeinde als der Kreuzaltar an dem alten Gestühl. Ohne das Angebot der Bänke im Bereich des Mittelblocks hätte die Liturgiereform in Oberelchingen trotz Änderung der Zelebrationsrichtung eine weitere Distanzierung von Gemeinde und Zelebrant zur Folge gehabt.
(5) Der Kerkeraltar ist nicht mehr rekonstruierbar. Von ihm existieren auch keine Fotographien. Der bekleidete, fast lebensgroße Kerkerheiland steht in traurigem Zustand auf dem Dachboden, zwei kleine geschnitzte Kerkerszenen befinden sich im Archiv in besserem Zustand. Eventuell gehörte das „Elchinger Jesuskind“, eine ebenfalls kostbar bekleidete und bewegliche Statue mit ihrem Schrein, ebenfalls zu diesem Altar.
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Heiraten in der Klosterkirche Oberelchingen
9.12.2010 by admin.
Liebes Brautpaar, mit Ihrer Hochzeit setzen Sie ein Zeichen der Liebe und Beständigkeit in unserer Welt. Darin unterstützen wir Sie gerne! Die folgenden Punkte sollen Ihnen eine Hilfe zur Vorbereitung auf Ihre Trauung sein. Wir weisen darauf hin, dass dieser Text nur für die PG Elchingen Gültigkeit hat und nicht in allen Punkten übertragbar auf andere Pfarreien oder Kirchen ist.
1. Soweit noch nicht erfolgt, klären Sie bitte mit dem Pfarrbüro in welcher Kirche und zu welcher Zeit Ihre Hochzeitsfeier stattfinden soll. Wir schlagen Ihnen vor, Ihre Trauung an Samstagen zu folgenden Uhrzeiten anzusetzen 10.30 Uhr, 13 Uhr oder 15 Uhr. Auch der Freitagnachmittag bietet sich für eine Trauung an.
2. Die standesamtliche Trauung muss in der Regel vor der kirchlichen Eheschließung stattgefunden haben. Bezüglich etwaiger Ausnahmen sprechen Sie bitte rechtzeitig mit dem zuständigen Pfarrer.
Sollten Sie Ihren Wohnsitz nicht in der PG (=Pfarreiengemeinschaft) Elchingen haben, bitten wir Sie, selber einen römisch-katholischen Geistlichen für Ihre Trauung zu organisieren.
3. Es ist erforderlich, dass ein so genanntes „Ehevorbereitungsprotokoll“, bzw. „Brautprotokoll“ angefertigt wird. Dieses wird von Ihrem Ortspfarrer, bzw. von dem Geistlichen erstellt, der Sie dann auch trauen wird. Das vollständig ausgefüllte Ehevorbereitungsprotokoll muss spätestens vier Wochen vor Ihrer Trauung im kath. Pfarrbüro in Thalfingen (Sitz der PG) vorliegen. Bitte informieren Sie darüber unbedingt Ihren zuständigen Geistlichen! Das Fehlen des Ehevorbereitungsprotokolls bedingt die Absage Ihrer Trauung.
4. Im Verständnis der katholischen Kirche besteht die Ehe aus einem Bündnis von Mann und Frau, die eine Familie gründen wollen. Basis für dieses Bündnis ist die Liebe, die beide Partner füreinander empfinden. Kinder, die aus der ehelichen Verbindung hervorgehen, sind ein sichtbares Zeichen, dieser gegenseitigen Liebe. Deswegen wird im Ehevorbereitungsprotokoll auch darauf Wert gelegt, dass der Wunsch nach Kindern von beiden Partnern explizit bejaht wird. Dass die Ehe die gegenseitige Treue und die Unauflöslichkeit beinhaltet, setzt die Kirche voraus.
5. Sie benötigen zur Hochzeit einen Taufschein, der max. sechs Monate vor dem Hochzeitstermin ausgestellt wurde. Diesen Taufschein bekommen Sie beim Pfarramt ihrer Taufpfarrei. (Sie werden gefragt werden, für welchen Zweck Sie den Taufschein benötigen. Geben Sie dann bitte an: „Für die Eheschließung.“)
Bei Taufscheinen der evangelischen Kirche ist das Ausstellungsdatum nicht von Belang.
6. Das Sakrament der Ehe kann im Rahmen eines Wortgottesdienstes oder einer Messe gefeiert werden. Beide Formen werden selbstverständlich in gleicher Feierlichkeit gestaltet.
In allen Kirchen unserer Pfarreiengemeinschaft (Thalfingen, Oberelchingen, Unterelchingen) legen wir zunächst einen feierlichen Wortgottesdienst für die Eheschließung zu Grunde. Um die für Sie passende Gottesdienstform finden zu können, beraten wir Sie gerne im persönlichen Gespräch.
7. Bei konfessionsverbindenden Eheschließungen (katholisch-evangelisch) besteht die Möglichkeit einen evangelischen Geistlichen in der Feier einzubinden. Die ökumenische Übereinkunft sieht vor, dass der Ort (Kirche) ausschlaggebend für die Gestaltung der Feier und die Aufgabenverteilung unter den Geistlichen ist:
In einer katholischen Kirche ist die katholische Eheformel vorgesehen. Der evang. Geistliche hält die Predigt.
In einer evangelischen Kirche ist die evangelische Eheformel zu sprechen und der kath. Geistliche predigt.
Es steht Ihnen frei, sich bei einer konfessionsverbindenden Eheschließung auch nur durch einen katholischen Geistlichen trauen zu lassen.
8. Sie kennen wahrscheinlich mindestens zwei Formen, zur Trauung in die Kirche einzuziehen.
Im angelsächsischen Raum (oft in amerikanischen Spielfilmen zu sehen) steht der Bräutigam mit den Trauzeugen am Brautstuhl in der Kirche. Der Pfarrer beginnt mit dem Glockenzeichen die Feier und stellt sich zum Bräutigam. Der Brautvater führt die Braut in die Kirche und übergibt sie dort an den Bräutigam. Symbolisch zeigt dieses voremanzipierte Modell die Unfreiheit der Frau, die nicht befugt ist alleine zu gehen und zu handeln. Erst wird sie vom Vater geführt, der sie in die Obhut des künftigen Ehemannes gibt. Das positive Zeichen dabei ist, die Freigabe des Kindes durch die Eltern.
Im deutschsprachigen Raum holt der Pfarrer das Brautpaar am Kirchenportal ab und zieht gemeinsam mit Ihnen durch die Kirche zum Altar. Begleitet wird das Brautpaar von den Trauzeugen und ggf. Kindern (die die Ringe und die Hochzeitskerze tragen können). Dieses emanzipierte Modell zeigt symbolisch den gemeinsamen und gleichberechtigten Weg beider Partner zum Eheversprechen.
Bitte klären Sie den Einzug unbedingt mit Ihrem Geistlichen.
9. Ebenfalls aus amerikanischen Filmen kennen Sie sicher den Satz: „Sie dürfen die Braut nun küssen.“ In unserem Gottesdienst werden Sie vergeblich auf diese Worte warten, denn dazu brauchen Sie nicht erst die Erlaubnis des Pfarrers!
10. Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Hochzeitskerze aus einem Stück mit nur einem Docht besteht. Alle anderen Modelle (zwei separate Kerzen, bzw. zwei Dochte) widersprächen dem Symbol der einen Liebe“.
11. Um Ihre Trauung zu einem persönlichen Fest werden zu lassen, sollten Lesung und Fürbitten von Ihnen selbst ausgesucht, bzw. formuliert werden. Wir machen Sie freundlich darauf aufmerksam, dass für die Lesungstexte ausschließlich biblische Texte gewählt werden dürfen. Vorschläge für Lesungen und Fürbitten finden Sie im Anhang.
Wir begrüßen es außerordentlich, wenn Sie eine oder mehrere geeignete Personen für den Dienst als Lektorin oder Lektor (für die Lesung, Fürbitten und ggf. einen meditativen Impuls) vorsehen.
12. Ihre Hochzeit erhält durch die musikalische Gestaltung eine besondere Feierlichkeit. Bitte legen Sie auf die Musik in ihrer Feier großen Wert. Auch die schönsten Lieder verlieren ihren Glanz, wenn sie niemand mitsingen kann. In allen kirchenmusikalischen Fragen beraten wir Sie gern.
Wir bitten darum, das von Ihnen geplante musikalische Konzept spätestens vier Wochen vor Ihrem Trauungstermin mit uns zu besprechen.
Sollten Sie für Ihre Trauung besondere musikalische Wünsche haben (z.B. Sologesang, Chor- oder Bandmusik) können wir Ihnen bei der Suche nach geeigneten Musikern/innen gegebenenfalls behilflich sein.
Für Musiker, bzw. Musikgruppen, stehen die Orgelempore und der Hochchor als geeignete Standorte zur Verfügung.
13. Noch vor der Hochzeit sollten Sie an einem „Brautleutekurs“, bzw. „Eheseminar“ teilnehmen. Bitte informieren Sie sich möglichst bald über das Angebot der Ehe- und Familienseelsorge in Ihrer Region – natürlich können Sie auch am Kursangebot anderer Diözesen teilnehmen.
Auch hier sind wir sehr gerne bereit, Ihnen entsprechende Informationen zukommen zu lassen.
14. Sie haben sich entschieden, in einer wunderschönen Kirche zu heiraten. Dieses Gotteshaus als würdigen und ansprechenden Ort des Gebetes und der Feier der Sakramente zu erhalten, ist mit erheblichen Kosten verbunden. Wir sind auf Ihre Mithilfe angewiesen und setzen darum eine Spende von 150 € zum Erhalt dieses Gotteshauses voraus.
15. Den Blumenschuck in der Kirche können die Brautleute in einem gewissen Rahmen individuell gestalten. Bitte nehmen Sie auch hierfür rechtzeitig Kontakt mit der Mesnerin vor Ort auf, die Ihnen gerne die nötigen Informationen hierzu gibt. Für Oberelchingen ist dies Frau Veronika Schmid. Die Telefonnummer bekommen Sie im Pfarramt in Thalfingen.
16. Damit Sie sich auch noch in vielen Jahren an Ihren großen Festtag erinnern können, dürfen Sie gerne Bild und Video-Aufnahmen machen lassen. Beschränken Sie sich dabei bitte auf je eine Person für Bilder und für Videos, um Ihr Fest nicht durch übermäßige Unruhe zu stören.
17. Bitte verzichten Sie innerhalb des Kirchenraumes auf „Blumenkinder“, die vor dem Brautpaar Blütenblätter auf den Boden streuen. Leider hinterlassen zertretene Blütenblätter schwer zu beseitigende Flecken auf den Steinplatten am Boden. Vor dem Kirchenportal sind „Blumenkinder“ selbstverständlich möglich.
18. Ebenso bitten wir Sie nachdrücklich, auf das Werfen von Reiskörnern sowohl innerhalb, wie auch außerhalb der Kirche zu verzichten. Zum einen handelt es sich hier um einen paganen Fruchtbarkeitsritus, der bei einer christlichen Hochzeit wohl eher fehl am Platz ist. Zum anderen handelt es sich um ein Lebensmittel, um das viele Menschen auf dieser Erde froh wären. Letztlich bergen Reiskörner bei einsetzendem Regen eine nicht unerhebliche Unfallgefahr in sich, so dass wir Sie aus Sicherheitsgründen bitten, von dieser (Un-)Sitte Abstand zu nehmen. Bitte informieren Sie Ihre Gäste diesbezüglich.
19. Rund um eine Hochzeit haben sich zahlreiche Sitten etabliert. Am bekanntesten ist sicher der so genannte „Polterabend“. In letzter Zeit beobachten wir sehr merkwürdige Bräuche beim Abschied vom Leben als Junggeselle. Bitte überlegen Sie sehr genau, ob Sie sich in aller Öffentlichkeit lächerlich machen lassen wollen und ob ein solches Verhalten im Vorfeld eines für Sie entscheidenden Tages angebracht ist. Vor allem aber werden Sie sicher Verständnis dafür haben, dass wir keinesfalls alkoholisierte Personen kirchlich trauen dürfen und dies auch nicht tun werden.
20. Der Kirchenraum in dem Sie Sich Ihr Ja-Wort geben zeichnet sich durch Würde und Feierlichkeit aus. Sie und Ihre Gäste tragen zu dieser Feierlichkeit bei. Durch Ihrer und Ihrer Gäste Verhalten und Ihre Kleidung unterstreichen oder negieren Sie die Würde des Ortes. Gerne geben wir zum Verhalten in der Kirche unseren Rat. Die wichtigsten Regeln finden Sie auch an der Kirchentüre.
21. Der wunderschöne Klostergarten steht Ihnen für einen Sektempfang zur Verfügung (der Gartenbauverein, der diesen u.a. betreut, freut sich über eine kleine Aufmerksamkeit). Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im Pfarrbüro.
Ein Sektempfang unmittelbar vor dem Kirchenportal ist leider nicht möglich.
22. Und nun noch ein paar praktische Hinweise: In Oberelchingen stehen Ihnen zwei große Parkplätze zu Verfügung. Den einen finden Sie direkt am Ortseingang von der Autobahn kommend rechts, der andere befindet sich vor dem Konstantin-Vidal-Haus, bzw. der Bräuhaus-Gaststätte. Toiletten finden Sie rechts neben der Kirche.
23. Zum anschließenden Feiern bieten sich in Oberelchingen in unmittelbarer Nähe zur Kirche zwei Möglichkeiten an. Zum einen ist der Saal der Klosterbräustuben (http://www.klosterbraeustuben-oberelchingen.de ), zum anderen ist es das Konstantin-Vidal-Haus der Gemeinde Elchingen (keine eigene Küche!). Zum Übernachten und für kleinere Gesellschaften empfiehlt sich auch der Gasthof Krone, nur wenige Schritte unterhalb der Kirche (http://www.gasthof-hotel-krone.de ). Weitere Feier- und Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie auch auf der Homepage der Gemeinde Elchingen (http://www.elchingen.de/index.php4?id=67 ).
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zu Verfügung.
Am besten erreichen Sie unser Seelsorgeteam unter pg.elchingen@bistum-augsburg.de oder mich persönlich direkt mit einer Mail: ralf@guehrer.net
Pater U. Keller Pfarrer R. Gührer
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Chorkonzert 13.11.2010 um 19.30 Uhr in der Klosterkirch Oberelchingen
9.11.2010 by admin.
„Jauchzet dem Herrn!“ – Kirchenkonzert von Sonus Vocalis und QuintenZirkel
„Jauchzet dem Herrn! – Geistliche Motetten aus fünf Jahrhunderten“ lautet das Motto, unter dem das Gesangsquartett Sonus Vocalis und das Vokalensemble QuintenZirkel am Samstag, 13. November 2010 um 19.30 Uhr in der Klosterkirche St. Peter und Paul in Oberelchingen erstmals gemeinsam im Rahmen eines Kirchenkonzertes zu hören sein werden.
Das Gesangsquartett Sonus Vocalis wurde im Frühjahr 2005 gegründet und erhielt beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ 2007 einen 1. Preis auf Bundesebene. Sein Repertoire erstreckt sich von Werken der alten Musik über Klassik und Romantik bis hin zur modernen Ensembleliteratur.
Das Vokalensemble QuintenZirkel besteht aus vier Sängern, die ihre musikalische Ausbildung bei den Augsburger Domsingknaben erhielten. In den vergangenen Jahren hat sich das Ensemble in Augsburg und weit darüber hinaus insbesondere durch die Interpretation alter Musik einen Namen gemacht. Konzertreisen führten die Sänger bereits mehrfach in das europäische Ausland.
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Adventkonzert 5.12.2010, 16.00 Uhr: Alpenländischer Advent
30.10.2010 by admin.
Sonntag, 5. Dezember 2010, 16.00 Uhr
Klosterkirche Oberelchingen
Alpenländischer Advent
| ‘Koi Angscht’, sait dr Engl |
|
Saitenmusik Kronwitter
Einharter Dreigesang
Franz Wohlfahrt, Mundartrezitation
Kartenvorverkauf:
Neu-Ulmer Zeitung Kartenservice: 0731/7071-11
Ulm: Traffiti - Im Servicecenter Neue Mitte Tel: 0731/1662120
und bei allen weiteren Reservix-Vorverkaufstellen
Internet: www.reservix.de
Tageskasse und Einlass ab 15.00 Uhr
Die Klosterkirche Oberelchingen ist am Sonntag, den 5. Dezember (2. Advent), 16.00 Uhr wieder Ort eines besonderen Konzertes. Erleben Sie in der stimmungsvollen Atmosphäre der berühmten Barockkirche ein alpenländisches Adventskonzert. Traditionelle Adventslieder aus dem Allgäu und aus Oberschwaben singt der Einharter Dreig’sang. Die manchmal schon in Vergessenheit geratenen heimischen Volks- und Krippenlieder werden durch diesen Frauendreigesang zu einem reinen Wohlklang. In der Besetzung Hackbrett, Zither, Harfe, Kontrabass und steirische Harmonika gehört die Saitenmusik Kronwitter zu den bekanntesten Vertretern ihres Faches. Das Ensemble ist durch zahlreiche Konzerte im Raum Allgäu und Schwaben bekannt. Mit authentischer und feiner Stubenmusik vervollständigt sie dieses stimmungsvolle Konzert.
Zwischen die musikalischen Beiträge streut der Autor und Liedermacher Franz Wohlfahrt seine einfühlsamen und froh machenden Gedichte und Texte in schwäbischer Mundart, die er zum Teil in seinen beiden Büchern “In d’Nacht nei losa ond em Schtern folga”, sowie “Koi Angscht”, sait dr Engl, “Friede auf Erden” herausbrachte. Dabei führt er die Zuhörer über die Zeiten hinweg bis nach Bethlehem und lässt sie als suchende Hirten ihre eigene, gegenwärtige, friedfertige Weihnacht finden.
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Neujahrskonzert im Glanz von Orgel und Trompete. 2. Januar 2011 16:00 Uhr
14.10.2010 by admin.
Neujahrskonzert
und
Orgel
Trompete
Orgel
Barockkirche
und meditative Gospel
diagonale Tel: 0731/156-855
Mitte
Tel: 0731/967070
0731/7071-11
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Evensong. Abendlob in der Tradition der Anglikanischen Kirche am 3.10.2010 um 19.00 Uhr
1.10.2010 by admin.
Am 3. Oktober 2010 feiern wir in der Klosterkirche Oberelchingen einen Evensong, ein Abendlob in der Tradition der Anglikanischen Kirche. Die Evensingers aus Augsburg und Landsberg (www.evensingers.de) werden dieses Abendgebet mit Werken von Roy Ringwald (Precious Lord), William Byrd (Haec Dies), John Rutter (Open thou mine eyes) und Kirke Mechem (Island in Space) gestalten.
Mit dem Evensong heißen die katholischen Gemeinden von Elchingen den neuen Pfarrer der evangelischen Schwestergemeinde, Herrn Burmann, herzlich Willkommen! Pfarrer Burmann wird in diesem feierlichen Gottesdienst einen geistlichen Impuls an die Besucher richten.
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Tag des offenen Denkmals. 12. September 2010
14.9.2010 by admin.
Die alte Oberelchinger Handwerkerfahne aus dem Jahr 1775. Gefertigt von Wannenmacher. Auf der Vorderseite ist die Heilige Familie bei der Arbeit zu sehen (Öl auf Leinwand). Maria sitzt an der Spindel, Jesus und Josef sägen ein Brett und zwei Engel tragen einen Balken herbei. Darunter steht: I.W. fecit 1775. Die Fahne sollte dringend konserviert und restauriert werden. Um Spenden wird gebeten.
Das Dorn-Ornat. Zum Dornfest (heutiger Schmerzensfreitag) wurd dieser Ornat aus geprägtem roten Samt mit Silberborte getragen.
Diese Gewänder waren ursprünglich profane Gewänder (vielleich Hochzeitskleider), die nach Gebrauch zu Messgewändern umgearbeitet wurden. Vor allem an den Schulterpatien kann man die Verarbeitung kleinster Stoffstücke sehr gut erkennen. diese Gewänder bestehen aus bis zu 12 Stoffstreifen.
Der Elchinger Abt hat im Jahr 1599 dieses Messgewand gestiftet. Er ließ sich selbst darauf in Nadelmalerei portraitieren. Neben ihm ist auch das Atributstier seines Namenspatrons zu sehen: der Gallusbär.
Im Jahr 1628 wurde der Abt während eines Gottesdienstes von einem Trupp Schweden überfallen und schwer misshandelt. Der Überlieferung nach wurde ihm dabei das rechte Ohr abgeschlagen. Von diesem Ereignis stammen die Blutflecken auf dem “Elchinger Blutgewand”.
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Das 2. Oberelchinger Mirakelbuch
13.9.2010 by admin.
GNADENBILD
ZU DEN 7 SCHMERZEN MARIENS
VON ELCHINGEN
DOKUMENTIERTE MIRAKELN, SOWEIT SIE ELCHINGER BÜRGER BETREFFEN
ZUSAMMENGESTELLT (u.©) VON FRANZ WALTER,
OBERELCHINGEN 2010
Der neu-eröffneten Marianischen Gnaden-Quelle
Oder: Etliche besondere aus einer grossen Menge herausgezogenen Gutthaten Mariae
Der schmertzhafften Mutter Gottes, in dem Reichs-Gotts-Hauß Ober-Elchingen,
Ord. S. Bened. Zu Mehrerer Beförderung der Marianischen Andacht,
und Aufnahm der allda sich befindlichen
Löbl. Ertz-Bruderschaft,
Der sieben Haupt-Schmertzen Mariae
Durch den Druck an Tag gegeben,
Anno 1746 / 1747
M A R I A
Die schmertzhaffte und wunderbare Mutter
in Elchingen
hilfft ihren Pfleg-Kinderen,
und allen zu ihr fliehenden
in allerley schweren und gefährlichen Zuständen
der Seelen und des Leibs.
Vorrede
An den geneigten Marianischen Leser
Da wir erst jüngst-verwichenes Jahr 1745. dem Marianischen Liebhaber eine neu-eröffnete Gnadenquelle oder besondere Gutthaten MARIAE der schmertzhafften Mutter GOttes in Elchingen vor Augen gelegt; so haben wir nicht unterlassen sollen noch wollen, auch den ferneren Fortgang und Vermehrung eben dieser Quelle nicht nur allein nicht zu verbergen, sondern vielmehr allen eiffrigen Marianischen Hertzen, so nichts mehr dann die Ehr der Göttlichen Mutter, wie es ja gantz billich, und die höchste Schuldigkeit ist, verlangen und suchen, durch mehrmalige klare Anzeigen kund zu machen.
Es wird aber für diesemahl nicht nothwendig seyn zu wiederholen, wie auf das Weiß diese himmlische Gnaden Quelle also schein- und offenbar sich gemachet, massen dieses schon das erstere mahl sattsam geschehen: sondern wir glauben dem Marianischen Liebhaber gnug zu thun, wann wir nach oben angezogenem Vorhaben auch den ferneren Wachsthum und häuffigeren Ausfluß der Gnaden Quelle an Tag legen, abermahl zu keinem andern Ziehl und End, als zu größerer Ehre GOttes und seiner allerheiligsten schmertzhafften Mutter. …
Maria Anna Kinderin von Hurla und Anna Maria Mayrin konnten einander lange Zeit nicht ausstehen; sie waren gegeneinander wie zwey gifftige Schlangen, welche einander vergifften und zerreißen wollten. Sie erkenneten zwar ihren Fehler, vermöchten aber kein Mittel ausfinden, denselben zu verbessern, der gute Willen mußte allezeit der höllischen Schlangen unterliegen, welche immerdar ein neues Gifft des Zwietrachts beybrachte. Diese zwey zerspaltete Hertzen gleich einem doppelten Adler kamen endlich auf gethanenes Gelübd nach Elchingen, allda bey der schmertzhafften und Liebs-vollen Mutter, wiederum in Liebe vereiniget zu werden. Daß sie erhöret werden, zeigte die Folg, da sie fürohin wie friedsame Tauben mit einander zu leben angefangen,
den 30. Jun. 1745.
Ulrich Wieland von Unter-Elchingen da ihm sein rechter Arm also erstarret, dass er nicht einmahl das Zeichen des heiligen Creutz zu machen vermöchte. Auf Ermahnen ruffte er unsere schmertzhaffte Mutter an, und erhaltet dardurch den vorigen Gebrauch seines Arms den 8. Mart. 1745.
Catharina Heiligin von Thalfingen, als sie mit einem schgwerem hitzigen Fieber kranck darnieder gelegen, und an ihrem Aufkommen fast verzweiffelt, machete endlich ein Gelübd drey Frey- oder Sonntäg nach Elchingen zu der schmertzhafften Mutter GOttes einen Wahlfahrts-Gang zu verrichten, sofern sie ihre vorige Gesundheit erhalten sollte. Die gütigste Göttliche Mutter halt für genehm das Gelübd, giebet der Krankchen die Gesundheit, diese aber erfüllet mit schuldigsten Lob und Danck, was sie versprochen den 9. May 1745.
Conradus Gaurunder von Unter-Elchingen ein Mann schon von 63. Jahren, da er 4. Tag von unsäglichen Grimmen in denen Gedärmen gequälet wurde, ohne etwas zu finden, das ihm von solchen Schmertzen helffen möchte: lasset demnach bey der schmertzhafften Mutter in Elchingen für sich eine heilige Meß lesen, nach welcher sich auch aller Schmertzen verloren den 13. May 1745.
Maria Anna Plerschin von Oberelchingen (Familie des letzten Elchinger Abts Robert Plersch, d. V.), da sie an beyden Füssen gantz erstarret und lahm ware, auch nicht vermögte einen Tritt aus dem Bett zu setzen, nahme sie ihr einziges Vertrauen zu der schmertzhafften Mutter GOttes allda, selbe eiffrigst um den vorigen Gebrauch ihrer Glieder anruffende, mit Versprechen, dero Gnadenbild andächtigst zu besuchen. Sie empfindet alsobald die Würckung ihres Vertrauen: dann die Erstarrung liesse augenblicklich nach, daß sie die Fuß rühren und biegen könnte, besuchte demnach versprochenermaßen mit großem Trost ihre himmliche Artztin die schmertzhaffte Göttliche Mutter, den 5. Jul. 1745.
Sabrina Neherin von Ober-Elchingen leydete 10 Tag lang an dem rechten Fuß, so hoch geschwollen und gantz blau angeloffen ware, sehr empfindliche Schmertzen; neben deme ware ihr der rechte Arm also erstarret, daß sie denselben nicht bewegen konnt. Allein, weilen sie die sichere Zuflucht, nehmlich die gnadenreiche schmertzhaffte Mutter allda gleichsam an der Hand hatte, nahme sie auch dahin ihr Vertrauen, und versprache bey dero Gnaden Altar einen Fuß von Wax- und Votiv-Tafel aufzuhencken, das Versprechen und die erfolgte Hülff ware eines: die Erstarrung an Händ und Füß liesse nach, die Geschwulst, samt dem Schmertzen verschwande, daß sie also den andern Tag, wohin sie wollt, gegen konnte: so geschehen den 4. Decembr. 1745.
Catharina Kellerin von Ober-Elchingen zeiget folgende empfangene Gutthat mit danckbarem Gemüth an. Sie leydete nehmlich gegen 8 Tag sehr empfindliche Schmertzen in dem Rücken, also daß sie fast aller Ruhe beraubet wurde, und da noch nicht wußte, wie sie von solchen sich könnte ledig machen, in solchem Umstand derohalben begehrte sie von ihrem Mann, er möchte für sie bey der schmertzhafften Mutter allda ein heilige Meß lesen lassen, nicht zweifelnd, diese gütige Helfferin werde ihr auch ein Hülff verschaffen. Der Mann hatte kaum in das Begehren seiner Hauß-Frau eingewilliget, da hatte sie schon aller Schmertzen verloren, konnte also getröster in der heiligen Meß den schuldigsten Danck abstatten, ist angezeigt worden den 8. Decembr. 1745.
Catharina Gegenmayrin von Ober-Elchingen, hatte 17 Wochen lang das drey tägige Fieber, und konnte bis dahin durch kein Mittel vertrieben werden, sie machte derowegen ein Gelübd 3 heilige Messen zu Ehren der schmertzhafften Mutter allda andächtig zuhören, auf dieses Versprechen mußte das Fieber weichen und darffte sich nicht einmahl mehr gewöhnlicher massen anmelden den 1. Jan. 1746.
Anna Maria Hillerin Closter-Schmidin in Ober-Elchingen, leydete wegen einem bösen Zahn grosse Schmertzen, diese zu stillen, legte sie einstens mit grossem Vertrauen und Andacht, das heilige Scapulier auf den Zahn mit Anruffung der schmertzhafften Mutter, daß ihr dieser schmertzhaffte Zahn möchte hinweg genommen werden, und siehe: als sie den Mund aufthate, fallet der Zahn von sich selbstens heraus, und aller Schmertzen ware verschwunden, den 11, Jan. 1746.
Hier ist auch ein andere dieser Persohn erwiesene Gutthat beyzusetzen, welche sie mit dem obigen anzeigt. Als nehmlich vor 2 Jahren auch in ihrem Stall die Vieh-Seuche übel haussete, nahme sie ihre Zuflucht zu der schmertzhafften Mutter allda, begehrte nur ein Stuck, welches die Sucht schon am Halß hätte, daß ihr möchte geschenckt werden, mit Versprechen, daß sie das darvon erzogene Kalb zu einem Opfer widmen wollte, sie erhaltete auch was sie begehrte, wie sie dann auch danckbahrlich in dem Werck erfüllet, was sie versprochen.
Anna Maria Hollin von Ober-Elchingen Braumeisterin Unsers Gottes-Hauß leydete unsegliche Fuß Schmertzen, sie verspricht derowegen 3 heilige Messen zu Ehren der schmertzhafften Mutter allda lesen zu lassen, da sie dann alsobald erhöret, und von selben nach Wunsch erlediget worden. Bald darauf wurde sie mit einem andern Ubel behafftet, da sie viele Blattern mit großer Hitz in den Mund bekommen, und also fast keine Speiß geniessen konnte, sie brauchte viele Hülff-Mittel, aber ohne Wirckung,dahero wendete sie sich wiederum zu ihrer vorigen Trösterin, und Helfferin MARIA der schmertzhafften Mutter 7 heilige Messen und 7 mahl sie besonders in ihrem Gnaden-Bild heimzusuchen versprechend, auf dieses verschwande alsobald aller Schmertzen, und erlangte in kurtzem völlige Gesundheit. Es ist auch nicht zu verschweigen, folgendes, als vor 2 Jahren die Seuche unter dem Vieh regierte, und fast alles aufzehrte, befahle sie ihr Vieh mit Versprechung einer Votivtafel und einigen heiligen Messen lesen zu lassen der schmertzhafften Mutter, und wird durch dero mächtige Fürbitt gesund erhalten. Diese empfangene Gutthaten seynd angezeigt worden den 19. Jan. 1746.
Anna Maria Hillerin von Ober-Elchingen, Buchbinderin allda, lasset folgendes von ihrem 4jährigen Söhnlein Johann Anton Pancratius mit Nahmen aufzeichnen. Es hatte dieses Kind hefftiges Ohren-Wehe, wie es durch Weinen und Schreien seine Schmertzen genugsam an Tag gäbe, die Mutter indeme sie kein Mittel wußte, wie sie ihrem Kind helffen sollte, nahme von ihrem eigenen Halß das heilige Scapulier der schmertzhafften Bruderschaft, legte es dem weinenden Kind, auf das Ohr, mit Ermahnung der Schmertzhafften Mutter etwas zu betten: Welches dann auch geschehen, auf solches wurde das Kind bald still, und hörte auf zu weinen, weilen auch sich die Ohren-Schmertzen schon verlohren hatten.
Eben diese Mutter meldet noch von einem andern diesem ihren Söhnlein erwiesene Gutthat, als dieses noch ein Kind kaum von ethlichen Monaten alt ware, wurde es von sehr schwehren Ublen angegriffen, es zehrte am gantzen Leib völlig ab; an allen Rippen, so man für dürre zehlen konnte, zeigten sich erhobene Knochen, und noch darzu ein Buckel von vornen, und zwey auf dem Rucken, welcher elende Zustand anderthalb Jahr daurete, es ware fast ein verzweifelte Sach, solchem Ubel abzuhelffen, derowegen die gute Eltern ihr Zuflucht und Vertrauen zu der schmertzhafften Mutter Gottes allda in Elchingen nahmen. Neben andern verrichteten Andachten versprechen sie bey dero Gnaden-Bild ein Votiv-Täfelein aufzuhencken, wann ihr liebes Kind die vorige Gesundheit erhalten sollte. Das Vertrauen und Gebet hat auch seine erwünschte Würckung, indeme sie gar bald ihr Söhnlein von all obigen Ublen befreyet sahen, da sie dann das Versprochene mit schuldigsten Danck entrichtet.
Folgende empfangene Gnad von der schmertzhafften Mutter Gottes erzehlt diese Anna Maria Hillerin von sich selbsten, schon vor 11 Jahren kame sie ganz von dem Verstand, also daß man ihr Band anlegen mußte, um fernern Schaden zu verhüten, sie wurde doch endlich von dieser erlöset, als man etliche heilige Messen bey der schmertzhafften Mutter allda hat lesen lassen, dann da man eben an dem folgenden Monath-Sonntag zu dem gewöhnlichen Umgang der schmertzhafften Bruderschafft das Zeichen gabe, erkennete sie wiederum das Gelauth und wurde mit diesem auch alle Dunckelheit des Verstands vertrieben, und die vorige Gesundheit hergestellet. Die erwiesene Gutthaten werden zu beständiger Danckbarkeit angezeiget den 21. Jan. 1746.
Anna Barbara Walburga Gegenmayrin von Ober-Elchingen, ein Kind 6. Monath alt, ware eine lange Zeit mit sehr hefftigen Gichtern behafftet, diese dreheten ihme den Kopf um, verkrümmeten ihme das Maul, Haend, Fueß, ja alle Glieder, so man ohne Schröcken nicht könnte ansehen, die Mutter, weilen sie anderst nicht zu helffen wusste, hatte sie eine heilige Meß zu Ehren der schmertzhafften Mutter GOttes und einer andern Bildnueß MARIAE, so auch in unserer Kirchen verehret wurde, versprochen. Auf dieses haben also bald das Kind die Gichter verlassen, wie dann annoch dieses Kind zu dem Trost der Eltern schon 4. Jahr die gute Gesundheit genüsset. Der Vater zeiget die empfangene Gutthat an den 16. Febr. 1746.
Johannes Gnann von Unter-Elchingen, hatte 4. Tag eine große geschwollene Hand, die er glaubte durch eine schwere Arbeit verrencket zu haben, erhaltet aber diese alsobald frisch und gesund, als er seine Andacht bei der schmertzhafften Mutter verrichtet, den 10. April 1746.
Benedictus Stromayr, Holzwarth in Elchingen wurde in dem Wald ungefähr mit hefftigen Schmertzen in der Hüfft ergriffen, daß er auf einem Wagen musste nach Haus gebracht werden. Er lage 2. Tag unbeweglich vor Schmertzen und konnte weder Schlaff noch Speiß geniessen. Zu diesem Zustand faßte er Vertrauen zu unser schmertzhafften Mutter, und legte ein an dem Gnaden-Bild angerührtes Scapulier-Bildlein auf den schmertzhafften Ort, mit Versprechen, die schmertzhaffte Mutter in ihrer Kirchen heimzusuchen. Als dies geschehen, liessen die Schmertzen alsobald nach, daß er den Fuß rühren und biegen, in der Früh aufstehen und zu gehen vermochte, da er dann ohne Anstand sein Versprechen in der Kirchen erfüllet. Die Gutthat zeigte er an den 5. Jun. 1746.
Magdalena Götzin, von Thalfingen, ware in nächster Gefahr, in der Donau zu ertrinken, indem sie schon gantz unter dem Wasser um keine menschliche Hülff mehr ruffen konnte, in solcher äussersten Gefahr, kame ihr noch zu Gemüth die schmertzhaffte Mutter in Elchingen, als die allergnädigste Helfferin aller Nothleydenden. Diese also ruffte es inbrünstig an, und versprache zu dero Ehr eine Heilige Meß lesen zu lassen, so sie dem Tod entrinnen sollte. Die Hülff bliebe nicht aus; dann sie kame so gleich von der Tiefe über das Wasser, daß sie also noch glücklich von dem Untergang hat können errettet werden, da doch ein anders Mägdlein ihr an der Seiten, in eben diesem Wasser das Leben eingebüsset, ist geschehen den 26. Jul. 1746.
Maria Denzlin, von Ober=Elchingen, hatte 4. krancke Stuck Vieh, daß keines mehr fressenwolte: Nach gethanenem Gelübd, eine heilige Meß zu Ehren der schmertzhafften Mutter allda lesen zu lassen, wurden deren 3. alsobald gesund, denen auch das vierte nach und nach folgte. Wird bezeuget den 13. Mertz 1747.
In unserem Closter Elchingen, stossete ein junges Pferd eine gefährliche Kranckheit an, so schon mehrere Tag anhaltete, es kame endlich mit demselben so weit, daß es schon ausgestreckter da lage, die Zähn bleckte, und an dem Leib gantz erkaltete. Dem Closter-Schmid, welcher schon über die halbe Nacht bey dem Pferd gewachet, ware sehr bang, weil er schon alles Mögliche umsonst angewendet. Endlich wendet er sich zu der schmertzhafften Mutter allda, und verspricht einen heiligen Rosen-Krantz, samt einer heiligen Meß, selbe zu dero Ehr zu hören, und ein andere lesen zu lassen. Den heiligen Rosen-Krantz fangte er so gleich an zu beten, und siehe! Er hatte selben noch nicht gar vollendet, da rührte sich das Pferd, schüttelte sich, und stunde gesund auf. Dieses ist geschehen den 28. April 1747.
Obwohlen wir nun noch viele andere scheinbare und merckwürdige Gutthaten anzuzeigen hätten, damit wir aber die fürgenommene Zahl der Blätter nicht überschreitteten, so haben wir für dißmahl mit dem obigen die Sach beschlüssen wollen, nicht ohne mehrmalige Hoffnung, unser fürgestecktes Ziel vollkommentlich zu erreichen; als welches kein anderes ist, als zu Fordernüß die Ehre GOttes und seiner Göttlichen schmertzhafften Mutter schuldigster massen zu beförderen; alsdann auch durch Vorlegung der so reichlich flüssenden himmlischen GnadenQuelle bey allen Marianischen Pfleg-Kinderen, die gefaste Andacht, und kindliches Vertrauen bestmöglichst zu mehren, wodurch allen der erwünschte Trost zu erwarten, dass sie in allen ihren Anliegen Leibs und der Seelen eine sichere Zuflucht und Hülff, gleichwie sie sehen, daß anderen geschehen, erfahren werden.
Da wir dann inskünfftig die Freud und das Vergnügen haben werden, die erwiesene Gnaden und Gutthaten unser göttl. Schmertzhafften Mutter, welche ihre himmlische Gnaden Quell in einen gantzen Strom, nach Maaß der zu ihr gepflogenen Andacht und Vertrauen, auszugüssen nicht unterlassen wird, mit höchstem Trost aller Marianischen Liebhaberen, abermahl an Tag zu geben.
Approbatio Censoris
AD B. V. Mariae Dolorosae promovendum cultum,
beneficia haec typo mediante
publici juris fieri, censui.
August. Vind. 20. Maji, 1746
Franc. Jos. De Handel SS. Th. Lic. Rev.
S. Seren. Princ. & Epise. August. Consil.
Ecclesiast. Maj. Poenit. &. Librorum Censor,
Nec non Insig. Eccles. Ad S. Maur. Can. &. Parochus.
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Klosterkirche Oberelchingen
24.8.2010 by admin.
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