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Archive für 9.12.2010
Heiraten in der Klosterkirche Oberelchingen
9.12.2010 by admin.
Liebes Brautpaar, mit Ihrer Hochzeit setzen Sie ein Zeichen der Liebe und Beständigkeit in unserer Welt. Darin unterstützen wir Sie gerne! Die folgenden Punkte sollen Ihnen eine Hilfe zur Vorbereitung auf Ihre Trauung sein. Wir weisen darauf hin, dass dieser Text nur für die PG Elchingen Gültigkeit hat und nicht in allen Punkten übertragbar auf andere Pfarreien oder Kirchen ist.
1. Soweit noch nicht erfolgt, klären Sie bitte mit dem Pfarrbüro in welcher Kirche und zu welcher Zeit Ihre Hochzeitsfeier stattfinden soll. Wir schlagen Ihnen vor, Ihre Trauung an Samstagen zu folgenden Uhrzeiten anzusetzen 10.30 Uhr, 13 Uhr oder 15 Uhr. Auch der Freitagnachmittag bietet sich für eine Trauung an.
2. Die standesamtliche Trauung muss in der Regel vor der kirchlichen Eheschließung stattgefunden haben. Bezüglich etwaiger Ausnahmen sprechen Sie bitte rechtzeitig mit dem zuständigen Pfarrer.
Sollten Sie Ihren Wohnsitz nicht in der PG (=Pfarreiengemeinschaft) Elchingen haben, bitten wir Sie, selber einen römisch-katholischen Geistlichen für Ihre Trauung zu organisieren.
3. Es ist erforderlich, dass ein so genanntes „Ehevorbereitungsprotokoll“, bzw. „Brautprotokoll“ angefertigt wird. Dieses wird von Ihrem Ortspfarrer, bzw. von dem Geistlichen erstellt, der Sie dann auch trauen wird. Das vollständig ausgefüllte Ehevorbereitungsprotokoll muss spätestens vier Wochen vor Ihrer Trauung im kath. Pfarrbüro in Thalfingen (Sitz der PG) vorliegen. Bitte informieren Sie darüber unbedingt Ihren zuständigen Geistlichen! Das Fehlen des Ehevorbereitungsprotokolls bedingt die Absage Ihrer Trauung.
4. Im Verständnis der katholischen Kirche besteht die Ehe aus einem Bündnis von Mann und Frau, die eine Familie gründen wollen. Basis für dieses Bündnis ist die Liebe, die beide Partner füreinander empfinden. Kinder, die aus der ehelichen Verbindung hervorgehen, sind ein sichtbares Zeichen, dieser gegenseitigen Liebe. Deswegen wird im Ehevorbereitungsprotokoll auch darauf Wert gelegt, dass der Wunsch nach Kindern von beiden Partnern explizit bejaht wird. Dass die Ehe die gegenseitige Treue und die Unauflöslichkeit beinhaltet, setzt die Kirche voraus.
5. Sie benötigen zur Hochzeit einen Taufschein, der max. sechs Monate vor dem Hochzeitstermin ausgestellt wurde. Diesen Taufschein bekommen Sie beim Pfarramt ihrer Taufpfarrei. (Sie werden gefragt werden, für welchen Zweck Sie den Taufschein benötigen. Geben Sie dann bitte an: „Für die Eheschließung.“)
Bei Taufscheinen der evangelischen Kirche ist das Ausstellungsdatum nicht von Belang.
6. Das Sakrament der Ehe kann im Rahmen eines Wortgottesdienstes oder einer Messe gefeiert werden. Beide Formen werden selbstverständlich in gleicher Feierlichkeit gestaltet.
In allen Kirchen unserer Pfarreiengemeinschaft (Thalfingen, Oberelchingen, Unterelchingen) legen wir zunächst einen feierlichen Wortgottesdienst für die Eheschließung zu Grunde. Um die für Sie passende Gottesdienstform finden zu können, beraten wir Sie gerne im persönlichen Gespräch.
7. Bei konfessionsverbindenden Eheschließungen (katholisch-evangelisch) besteht die Möglichkeit einen evangelischen Geistlichen in der Feier einzubinden. Die ökumenische Übereinkunft sieht vor, dass der Ort (Kirche) ausschlaggebend für die Gestaltung der Feier und die Aufgabenverteilung unter den Geistlichen ist:
In einer katholischen Kirche ist die katholische Eheformel vorgesehen. Der evang. Geistliche hält die Predigt.
In einer evangelischen Kirche ist die evangelische Eheformel zu sprechen und der kath. Geistliche predigt.
Es steht Ihnen frei, sich bei einer konfessionsverbindenden Eheschließung auch nur durch einen katholischen Geistlichen trauen zu lassen.
8. Sie kennen wahrscheinlich mindestens zwei Formen, zur Trauung in die Kirche einzuziehen.
Im angelsächsischen Raum (oft in amerikanischen Spielfilmen zu sehen) steht der Bräutigam mit den Trauzeugen am Brautstuhl in der Kirche. Der Pfarrer beginnt mit dem Glockenzeichen die Feier und stellt sich zum Bräutigam. Der Brautvater führt die Braut in die Kirche und übergibt sie dort an den Bräutigam. Symbolisch zeigt dieses voremanzipierte Modell die Unfreiheit der Frau, die nicht befugt ist alleine zu gehen und zu handeln. Erst wird sie vom Vater geführt, der sie in die Obhut des künftigen Ehemannes gibt. Das positive Zeichen dabei ist, die Freigabe des Kindes durch die Eltern.
Im deutschsprachigen Raum holt der Pfarrer das Brautpaar am Kirchenportal ab und zieht gemeinsam mit Ihnen durch die Kirche zum Altar. Begleitet wird das Brautpaar von den Trauzeugen und ggf. Kindern (die die Ringe und die Hochzeitskerze tragen können). Dieses emanzipierte Modell zeigt symbolisch den gemeinsamen und gleichberechtigten Weg beider Partner zum Eheversprechen.
Bitte klären Sie den Einzug unbedingt mit Ihrem Geistlichen.
9. Ebenfalls aus amerikanischen Filmen kennen Sie sicher den Satz: „Sie dürfen die Braut nun küssen.“ In unserem Gottesdienst werden Sie vergeblich auf diese Worte warten, denn dazu brauchen Sie nicht erst die Erlaubnis des Pfarrers!
10. Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Hochzeitskerze aus einem Stück mit nur einem Docht besteht. Alle anderen Modelle (zwei separate Kerzen, bzw. zwei Dochte) widersprächen dem Symbol der einen Liebe“.
11. Um Ihre Trauung zu einem persönlichen Fest werden zu lassen, sollten Lesung und Fürbitten von Ihnen selbst ausgesucht, bzw. formuliert werden. Wir machen Sie freundlich darauf aufmerksam, dass für die Lesungstexte ausschließlich biblische Texte gewählt werden dürfen. Vorschläge für Lesungen und Fürbitten finden Sie im Anhang.
Wir begrüßen es außerordentlich, wenn Sie eine oder mehrere geeignete Personen für den Dienst als Lektorin oder Lektor (für die Lesung, Fürbitten und ggf. einen meditativen Impuls) vorsehen.
12. Ihre Hochzeit erhält durch die musikalische Gestaltung eine besondere Feierlichkeit. Bitte legen Sie auf die Musik in ihrer Feier großen Wert. Auch die schönsten Lieder verlieren ihren Glanz, wenn sie niemand mitsingen kann. In allen kirchenmusikalischen Fragen beraten wir Sie gern.
Wir bitten darum, das von Ihnen geplante musikalische Konzept spätestens vier Wochen vor Ihrem Trauungstermin mit uns zu besprechen.
Sollten Sie für Ihre Trauung besondere musikalische Wünsche haben (z.B. Sologesang, Chor- oder Bandmusik) können wir Ihnen bei der Suche nach geeigneten Musikern/innen gegebenenfalls behilflich sein.
Für Musiker, bzw. Musikgruppen, stehen die Orgelempore und der Hochchor als geeignete Standorte zur Verfügung.
13. Noch vor der Hochzeit sollten Sie an einem „Brautleutekurs“, bzw. „Eheseminar“ teilnehmen. Bitte informieren Sie sich möglichst bald über das Angebot der Ehe- und Familienseelsorge in Ihrer Region – natürlich können Sie auch am Kursangebot anderer Diözesen teilnehmen.
Auch hier sind wir sehr gerne bereit, Ihnen entsprechende Informationen zukommen zu lassen.
14. Sie haben sich entschieden, in einer wunderschönen Kirche zu heiraten. Dieses Gotteshaus als würdigen und ansprechenden Ort des Gebetes und der Feier der Sakramente zu erhalten, ist mit erheblichen Kosten verbunden. Wir sind auf Ihre Mithilfe angewiesen und setzen darum eine Spende von 150 € zum Erhalt dieses Gotteshauses voraus.
15. Den Blumenschuck in der Kirche können die Brautleute in einem gewissen Rahmen individuell gestalten. Bitte nehmen Sie auch hierfür rechtzeitig Kontakt mit der Mesnerin vor Ort auf, die Ihnen gerne die nötigen Informationen hierzu gibt. Für Oberelchingen ist dies Frau Veronika Schmid. Die Telefonnummer bekommen Sie im Pfarramt in Thalfingen.
16. Damit Sie sich auch noch in vielen Jahren an Ihren großen Festtag erinnern können, dürfen Sie gerne Bild und Video-Aufnahmen machen lassen. Beschränken Sie sich dabei bitte auf je eine Person für Bilder und für Videos, um Ihr Fest nicht durch übermäßige Unruhe zu stören.
17. Bitte verzichten Sie innerhalb des Kirchenraumes auf „Blumenkinder“, die vor dem Brautpaar Blütenblätter auf den Boden streuen. Leider hinterlassen zertretene Blütenblätter schwer zu beseitigende Flecken auf den Steinplatten am Boden. Vor dem Kirchenportal sind „Blumenkinder“ selbstverständlich möglich.
18. Ebenso bitten wir Sie nachdrücklich, auf das Werfen von Reiskörnern sowohl innerhalb, wie auch außerhalb der Kirche zu verzichten. Zum einen handelt es sich hier um einen paganen Fruchtbarkeitsritus, der bei einer christlichen Hochzeit wohl eher fehl am Platz ist. Zum anderen handelt es sich um ein Lebensmittel, um das viele Menschen auf dieser Erde froh wären. Letztlich bergen Reiskörner bei einsetzendem Regen eine nicht unerhebliche Unfallgefahr in sich, so dass wir Sie aus Sicherheitsgründen bitten, von dieser (Un-)Sitte Abstand zu nehmen. Bitte informieren Sie Ihre Gäste diesbezüglich.
19. Rund um eine Hochzeit haben sich zahlreiche Sitten etabliert. Am bekanntesten ist sicher der so genannte „Polterabend“. In letzter Zeit beobachten wir sehr merkwürdige Bräuche beim Abschied vom Leben als Junggeselle. Bitte überlegen Sie sehr genau, ob Sie sich in aller Öffentlichkeit lächerlich machen lassen wollen und ob ein solches Verhalten im Vorfeld eines für Sie entscheidenden Tages angebracht ist. Vor allem aber werden Sie sicher Verständnis dafür haben, dass wir keinesfalls alkoholisierte Personen kirchlich trauen dürfen und dies auch nicht tun werden.
20. Der Kirchenraum in dem Sie Sich Ihr Ja-Wort geben zeichnet sich durch Würde und Feierlichkeit aus. Sie und Ihre Gäste tragen zu dieser Feierlichkeit bei. Durch Ihrer und Ihrer Gäste Verhalten und Ihre Kleidung unterstreichen oder negieren Sie die Würde des Ortes. Gerne geben wir zum Verhalten in der Kirche unseren Rat. Die wichtigsten Regeln finden Sie auch an der Kirchentüre.
21. Der wunderschöne Klostergarten steht Ihnen für einen Sektempfang zur Verfügung (der Gartenbauverein, der diesen u.a. betreut, freut sich über eine kleine Aufmerksamkeit). Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im Pfarrbüro.
Ein Sektempfang unmittelbar vor dem Kirchenportal ist leider nicht möglich.
22. Und nun noch ein paar praktische Hinweise: In Oberelchingen stehen Ihnen zwei große Parkplätze zu Verfügung. Den einen finden Sie direkt am Ortseingang von der Autobahn kommend rechts, der andere befindet sich vor dem Konstantin-Vidal-Haus, bzw. der Bräuhaus-Gaststätte. Toiletten finden Sie rechts neben der Kirche.
23. Zum anschließenden Feiern bieten sich in Oberelchingen in unmittelbarer Nähe zur Kirche zwei Möglichkeiten an. Zum einen ist der Saal der Klosterbräustuben (http://www.klosterbraeustuben-oberelchingen.de ), zum anderen ist es das Konstantin-Vidal-Haus der Gemeinde Elchingen (keine eigene Küche!). Zum Übernachten und für kleinere Gesellschaften empfiehlt sich auch der Gasthof Krone, nur wenige Schritte unterhalb der Kirche (http://www.gasthof-hotel-krone.de ). Weitere Feier- und Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie auch auf der Homepage der Gemeinde Elchingen (http://www.elchingen.de/index.php4?id=67 ).
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zu Verfügung.
Am besten erreichen Sie unser Seelsorgeteam unter pg.elchingen@bistum-augsburg.de oder mich persönlich direkt mit einer Mail: ralf@guehrer.net
Pater U. Keller Pfarrer R. Gührer
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