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August 2009
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Archive für 23.8.2009

mädchen im atelier

eine mutter nimmt ihre kleine tochter mit ins atelier einer befreundeten bildhauerin. diese arbeitet gerade an einem grossen steinblock und hat die ersten trümmer abgehauen. fasziniert schaut die kleine besucherin den groben block an.

nach drei wochen darf sie wieder mit ihrer mutter die künstlerin besuchen. diese hat ihr werk nun vollendet und vor den besuchern steht ein anmutiger löwe aus stein.

da fragt die kleine die bildhauerin erstaunt: WOHER WUSSTEST DU, DASS ER DA DRINNEN WAR?

gedanken zum leid (fest der 7schmerzen)

“`1968 starb in einer Pariser Klinik der französische Kardinal Pierre Veuillot, Erzbischof von Paris, im Alter von 55 Jahren. Veuillots Agonie war lang und furchtbar, sie dauerte drei Monate. Sterbend hat Veuillot - gleichsam als Testament - seinem Freund dem Bischof Lallier, folgendes anvertraut: ” Wir verstehen es meisterhaft, schöne Sätze über das Leiden zu machen. Auch ich habe übers Leiden in ergreifenden Worten gepredigt. Sagen Sie den Priestern, sie sollen lieber schweigen; wir wissen nämlich nicht, was Leiden heißt. Als ich dies einsehen musste, habe ich nur noch geweint.´

Diese Mahnung des sterbenden Kardinals vor Augen fordert P. Johannes `die Gesunden und Glücklichen´ auf, über das Leiden nachzudenken. `Dieses Nachdenken über das Leiden, solange wir gesund und glücklich sind, ist nicht unwichtig. Es kann uns in der Nacht des existentiellen Leidens eine Hilfe werden, unser Leiden aufzuarbeiten und in unser Leben zu integrieren; mag dann auch bei diesem schmerzlichen Lebensprozess manches von unserem scheinbar so sicheren theologischen Wissen über das Leiden sich als unbrauchbar erweisen´.

P. Johannes zitiert hierzu den Psychotherapeuten und Theologen Eilbach: `Es ist eine sattsam bekannte Tatsache, dass in Krisenzeiten kaum neue Inhalte erlernt werden können, sondern dasss das trägt, was im Leben angeeignet wurde und sich auch dort schon als lebensbestimmendes Wort bewährt hat.´

Am 14. September gedenkt die Kirche der Auffindung des Heiligen Kreuzes unseres Erlösers, einen Tag darauf, dem 15. September der Schmerzen Mariens. Beide Tage können Anlass sein, als `Gesunde und Glückliche´ das Leiden und das Leidvolle unsers Lebens in den Blick zu nehmen. Sich die Frage zu stellen, was könnte es wohl sein, das mir das Kraft spendende, das Tragende sein könnte, das Untragbare und Unerträgliche des Leidens zu ertragen.”

(Aus dem Sommerbrief des MC-Präses Msgr. Gerstlacher. Er zitiert aus dem Buch von P. Johannes B. Brantschen O. Pream.: Warum lässt der gute Gott uns leiden?)

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