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Archive für Juni 2009
die kunst der kleinen schritte - von antoine de saint-exupery
20.6.2009 by admin.
Ich bitte nicht um Wunder und Visionen,/ Herr, sondern um die Kraft für den Alltag./ Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.
Mach mich findig und erfinderisch,/ um im täglichen Vielerlei und Allerlei/ rechtzeitig meine Erkenntnisse/ und Erfahrungen zu notieren,/ von denen ich betroffen bin.
Mach mich griffsicher/ in er richtigen Zeiteinteilung./ Schenke mir Fingerspitzengefühl,/ um herauszufinden, was erstragnig/ und was zweitrangig ist.
Lass mich erkennen,/ dass Träume nicht weiterhelfen,/ weder über die Vergangenheit/ noch über die Zukunft./ Hilf mir, das Nächste so gut wie möglich zu tun/ und die jetzige Stunde/ als die wichtigste zu erkennen.
Bewahre mich vor dem naiven Glauben,/ es müsste im Leben alles glatt gehen./ Schenke mir die nüchterne Erkenntnis,/ dass Schwierigkeiten, Niederlagen,/ Misserfolge, Rückschläge/ eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,/ durch die wir wachsen und reifen.
Erinnere mich daran,/ dass das Herz oft gegen den Verstand streikt./ Schick mir im rechten Augenblick jemand,/ der den Mut hat,/ mir die Wahrheit in Liebe zu sagen.
Du weißt, wie sehr wir der Freundschaft bedürfen./ Gib, dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten und zwartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin.
Verleihe mir die nötige Phantasie, im rechten Augenblick ein Päckchen Güte, mit oder ohne Worte,/ an der richtigen Stelle abzugeben.
Mach aus mir einen Menschen,/ der einem Schiff mit Tiefgang gleicht,/ um auch die zu erreichen, die “unten” sind.
Bewahre mich vor der Angst,/ ich könnte das Leben versäumen./ Gib mir nicht,/ was ich mir wünsche,/ sondern was ich brauche.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte!
Geschrieben in s Hochzeit, c Fundgrube Textschätze | Drucken | Keine Kommentare »
songs for tony
15.6.2009 by admin.
michael nyman: songs for tony (ist das noch klassik oder schon populärmusik?)
Geschrieben in t nicht vergessen | Drucken | Keine Kommentare »
die arten der mönche - benediktusregel
7.6.2009 by admin.
Kapitel 1: Die Arten der Mönche
1. Wir kennen vier Arten von Mönchen.
2. Die erste Art sind die Koinobiten: Sie leben in einer klösterlichen Gemeinschaft
und dienen unter Regel und Abt.
3. Die zweite Art sind die Anachoreten, das heißt Einsiedler. Nicht in der ersten
Begeisterung für das Mönchsleben, sondern durch Bewährung im klösterlichen
Alltag
4. und durch die Hilfe vieler hinreichend geschult, haben sie gelernt, gegen den
Teufel zu kämpfen.
5. In der Reihe der Brüder wurden sie gut vorbereitet für den Einzelkampf in der
Wüste. Ohne den Beistand eines anderen können sie jetzt zuversichtlich mit
eigener Hand und eigenem Arm gegen die Sünden des Fleisches und der
Gedanken kämpfen, weil Gott ihnen hilft.
6. Die dritte Art sind die Sarabaiten, eine ganz widerliche Art von Mönchen. Weder
durch eine Regel noch in der Schule der Erfahrung wie Gold im Schmelzofen
erprobt, sind sie weich wie Blei.
7. In ihren Werken halten sie der Welt immer noch die Treue. Man sieht, dass sie
durch ihre Tonsur Gott belügen.
8. Zu zweit oder zu dritt oder auch einzeln, ohne Hirten, sind sie nicht in den
Hürden des Herrn, sondern in ihren eigenen eingeschlossen: Gesetz ist ihnen,
was ihnen behagt und wonach sie verlangen.
9. Was sie meinen und wünschen, das nennen sie heilig, was sie nicht wollen, das
halten sie für unerlaubt.
10. Die vierte Art der Mönche sind die sogenannten Gyrovagen. Ihr Leben lang
ziehen sie landauf landab und lassen sich für drei oder vier Tage in
verschiedenen Klöstern beherbergen.
11. Immer unterwegs, nie beständig, sind sie Sklaven der Launen ihres
Eigenwillens und der Gelüste ihres Gaumens. In allem sind sie noch schlimmer
als die Sarabaiten.
12. Besser ist es, über den erbärmlichen Lebenswandel all dieser zu schweigen als
zu reden.
13. Lassen wir sie also beiseite, und gehen wir mit Gottes Hilfe daran, der stärksten
Art, den Koinobiten, eine Ordnung zu geben.
……….
der name. vielleicht war es nur der hofküfer der montforter, der im feuer sein eisen gedreht hat und deshalb einen namen mit dem griechischen wort für “drehen” bekommen hat. vielleicht kommt der namen aber auch von dem pendel-deuter, vielleicht auch ganz anderswo her. die umherschweifenden mönche werden hoffentlich kein namensgeber gewesen sein…
Geschrieben in was einem sonst so über den weg springt | Drucken | Keine Kommentare »
haben wollen
6.6.2009 by admin.
canadische indianer fangen bären mit einem simplen trick: ein mit honig eingeschmierter stein hängt an einem baum. der bär will den honig haben und fährt mit der tatze über den stein. der stein beginnt zu schwingen. der bär schlägt immer heftiger zu, weil er den honig haben will und der stein schwingt immer heftiger zurück und trifft den bären mit immer größerer wucht am kopf - bis der bär k.o. geht.
in indonesien (?) fängt man affen so: in einem kleinen käfig dessen gitterstäbe recht eng angeordnet sind, befinden sich nüsse. affen können durch die stäbe mit der hand hineinfassen. sobald sie aber die nuss in der faust haben, kommen sie nicht mehr heraus. ein affe lässt die nuss nicht mehr los, wenn er sie einmal hat. die falle ist das habenwollen und für den jäger ist es ein leichtes den affen jetzt zu fangen.
die geistliche armut (sich der dinge freuen ohne sie besitzen zu wollen - lieber verzichten, als dass das objekt der begierde einen selbst in besitz nimmt - …) will nichts anderes als uns vor dem schicksal des canadischen bären und des indonesischen affen bewahren. wer sie als freud- und lustloses diktat wahrnimmt, hat sie (noch) nicht verstanden.
…
Killers: Human
Ich hab mein Bestes gegeben,
hab aufgepasst als der Aufruf kam
um auf die Bühne der Unterwerfung zu treten.
Ich wurde dorthin gebracht, aber ich war zahm.
Nur manchmal werde ich nervös
wenn ich eine offene Tür sehe.
Schließ die Augen, mach dein Herz frei.
Schneid die Fäden durch.
Sind wir Menschen oder tanzende Marionetten?
Meine Lebenszeichen sind da, aber meine Hände sind kalt.
Und ich falle auf meine Knie
(Marionetten fallen auf die Knie wenn die Fäden durchtrennt werden),
suche nach der Antwort
Sind wir Menschen oder tanzende Marionetten?
Meine Hochachtung an Anmut und Tugend,
dem Guten mein Mitgefühl!
Grüße die Seele und die Liebe!
Sie haben immer ihr Bestes gegeben.
Lebewohl der Hingabe!
Du hast mir alles beigebracht, was ich weiß.
Wink mir zum Abschied und wünsch mir alles Gute.
Du musst mich gehen lassen……
Wird deine Methode funktionieren
wenn du heute Abend von zuhause träumst?
Wir können nichts mehr empfangen,
aber
Lass mich wissen, ob dein Herz noch klopft.
Sind wir Menschen oder tanzende Marionetten?
Geschrieben in g Sonn- u Feiertagsgedanken, g Leben und Gedanken | Drucken | Keine Kommentare »