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Archive für 25.5.2009
blick in die diss
25.5.2009 by admin.
köln. man kann sich fragen, warum köln? vor dem dom-massiv tummeln sich immer leute. die kirche ist in köln sehr präsent. nicht nur durch den dom. man bekommt den eindruck, das einzige, was vom alten köln übrig ist (wieder aufgerichtet wurde) sind die kirchen. alles andere hat den charme von “mal schnell hingestellt”. das versunkene stadtarchiv gibt zudem das gefühl, dass der rest von köln eher provisorisch, bzw. als vorläufig geplant war/ist. aber die kirchen stehen fest und scheinen jahrhunderte alt zu sein.
es ist eine mächtige, alte und vor allem potente diözese. köln kann sich leisten, wovon andere nur träumen können. dadurch hat das erzbistum aber auch die verantwortung, stellvertretend für andere - vielleicht sogar für mehr als man denkt - eine rolle zu übernehmen, die sonst keiner vermag. vielleicht nicht einmal rom… köln (in diesem fall ist der kardinal gemeint) denkt institutionell. ohne dieses denken wäre ein museumsbau wie kolumba undenkbar gewesen.
und ganz unbescheiden wird peter zumthor als baumeister gewählt. er schafft einen bau, räume und orte, die mehr sind als ausstellungshallen.
orte nicht räume
dazu die kunst. alte schätze aus der über hundertfünfzigjährigen geschichte und die moderne. hochkarätige künstler des 20. jahrhunderts und lebende kölner künstler.
paul thek. die welt. auf zeitungspapier
alt und neu zusammen, nebeneinander. fremd, befremdlich. assoziationszwang. “hemmungslos subjektiv”.
alt und neu. ein buch über das sterben und bilder vom sterben. abstrakt und rätselhaft, doch mit wenigem hinsehen auch wieder schnell begreifbar, schnell klar, schnell kongruent zur eigenen erfahrung.
und dann die treppen. himmelsleitern. wege ins nichts. ins dunkel, ins licht. schwebend und doch aus stein. dieses museum muss man allein für die treppen und schwellen besuchen!
es ist eine schwelle ins andere, eine treppe, die einen hebt und verändert. die einen reflektieren lässt und nachdenken über das eigene.
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