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März 2009
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Archive für 30.3.2009

wenn das samenkorn nicht in die erde fällt

und stirbt, bleibt es allein. wenn es aber stirbt, bringt es reiche frucht.

es geht um das sich-verschenken, loslassen, hergeben, nicht an den dingen und sich selber hängen.

jedes loslassen ist ein kleiner tod. ich gebe etwas von dem was ich habe, das aber nach dem hergeben mir nicht mehr zur verfügung steht - für mich “tot” ist. alles was ich hergebe ist wie ein tod, alles was ich verschenke ist nicht mehr zu meiner verfügung: ich habe darüber keine macht mehr. jeder gruss, jeder händedruck, jede freundschaftliche geste, jede speise und jeder trank den ich teile, habe ich nicht für mich allein. jede münze die ich verschenke ist für mich wertlos (im sinne von besitz, haben, nutzen, …). aber nutzen, haben und besitzen ist etwas, was ich FÜR MICH tue. ich beziehe dabei alles auf mich - auf mich allein.

wenn ich nicht hergeben kann, nicht teilen kann, nicht loslassen kann, dann bleibt zwar alles MIR, ich aber bleibe allein. das samenkorn bleibt allein, wenn es sich nicht hergibt. je mehr ich von mir hergebe, desto mehr kommt für mich zurück - anders als haben. je mehr ich loslassen kann, deste größer ist die frucht.

das größte hergeben und loslassen begegnet uns im loslassen des lebens. wenn ich mein leben in die hände gottes hergeben, loslassen kann, dann bekomme ich für dieses leben, das ewige.

“wenn das samenkorn nicht in die erde fällt und stirbt, bleibt es allein.” hilf uns loslassen!

McBath: “Ein namenloses Werk”

“McBath: Was macht ihr, geheimnisvolle Frauen?

Hexen: Ein namenloses Werk.”

Oper McBath. Verdi nach einem Stück von Shakespeare

“Das Leben ist nichts als ein wandelnder Schatten: ein armer Schauspieler,

der seine Stunde auf der Bühne stolziert und sich quält und dann nicht mehr gehört wird: es ist eine Geschichte, von einem Idioten erzählt, voller Schall und Raserei, ohne Bedeutung. (McBath. In: McBath von William Shakespeare)

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