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Archive für März 2009
wenn das samenkorn nicht in die erde fällt
30.3.2009 by admin.
und stirbt, bleibt es allein. wenn es aber stirbt, bringt es reiche frucht.
es geht um das sich-verschenken, loslassen, hergeben, nicht an den dingen und sich selber hängen.
jedes loslassen ist ein kleiner tod. ich gebe etwas von dem was ich habe, das aber nach dem hergeben mir nicht mehr zur verfügung steht - für mich “tot” ist. alles was ich hergebe ist wie ein tod, alles was ich verschenke ist nicht mehr zu meiner verfügung: ich habe darüber keine macht mehr. jeder gruss, jeder händedruck, jede freundschaftliche geste, jede speise und jeder trank den ich teile, habe ich nicht für mich allein. jede münze die ich verschenke ist für mich wertlos (im sinne von besitz, haben, nutzen, …). aber nutzen, haben und besitzen ist etwas, was ich FÜR MICH tue. ich beziehe dabei alles auf mich - auf mich allein.
wenn ich nicht hergeben kann, nicht teilen kann, nicht loslassen kann, dann bleibt zwar alles MIR, ich aber bleibe allein. das samenkorn bleibt allein, wenn es sich nicht hergibt. je mehr ich von mir hergebe, desto mehr kommt für mich zurück - anders als haben. je mehr ich loslassen kann, deste größer ist die frucht.
das größte hergeben und loslassen begegnet uns im loslassen des lebens. wenn ich mein leben in die hände gottes hergeben, loslassen kann, dann bekomme ich für dieses leben, das ewige.
“wenn das samenkorn nicht in die erde fällt und stirbt, bleibt es allein.” hilf uns loslassen!
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McBath: “Ein namenloses Werk”
30.3.2009 by admin.
“McBath: Was macht ihr, geheimnisvolle Frauen?
Hexen: Ein namenloses Werk.”
Oper McBath. Verdi nach einem Stück von Shakespeare
…
“Das Leben ist nichts als ein wandelnder Schatten: ein armer Schauspieler,
der seine Stunde auf der Bühne stolziert und sich quält und dann nicht mehr gehört wird: es ist eine Geschichte, von einem Idioten erzählt, voller Schall und Raserei, ohne Bedeutung. (McBath. In: McBath von William Shakespeare)
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Hymnus
21.3.2009 by admin.
in der nacht
hymnus
hinter der nächsten wand / schuftet jetzt einer, / und ich schlafe.
hinter dem nächsten land / schießt jetzt einer, / und ich schlafe.
hinter dem nächsten meer / hungert jetzt einer, / und ich träume.
hinter dem nächsten berg / rebelliert jetzt einer, mit grund, / und ich bete.
herr, man erzählt, du hängtest lampen / an den himmel der nacht. / doch der himmel der nacht / ist ein löchriges all, / drin dreht die liebe erde. / vieles haben wir dir / noch angedichtet. / doch du bliebst der herr.
hinder der wand / steht ein nächster / und schläft nicht.
hinter dem nächsten land / tut ein nächster, was not tut, / und schläft nicht.
hinter dem nächsten meer / liebt vielleicht einer / und träumt nicht.
im garten am berg / fürchtet sich einer wie wir / und betet.
bete für uns, / sonst tut es niemand. amen
aus: neues stundenbuch. ausgewählte studientexte für ein künftiges brevier. band 2: geistliche lesungen. freiburg 1971
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Halleluja in Moll
21.3.2009 by admin.
Beim Propheten Jeremia begegnet in der jüdisch-christlichen Geistesgeschichte schon eine Persönlichkeit, die fundamental mit ihrer Existenz hadert. Kohelet, der Prediger, erlebt das Leben trotz vieler Annehmlichkeiten, die er sich erlauben kann, als belastend und er nimmt das Ergebnis all seines Denkens und Forschens gleich vorweg: alles ist nur Windhauch.
Während Jeremia bemerkt, dass er nicht anders kann und seinem Lebensschicksal nicht auskommt, versucht Kohelet das nichtige Leben mit dem Jetzt zu (er-)füllen.
Beide vermitteln ein Gottesbild, das schwer zu fassen ist, da ER beide weder durch seinen Auftrag, noch durch Erkenntnis (Gottes), noch durch seine Gegenwart mit Glück oder Zufriedenheit bedenkt. “Deine Hand lastet schwer auf mir”. Ihre Existenz ist belastet durch Gott. Sie erleben durch seinen Auftrag, bzw. Berufung keine Erlösung.
Ganz in dieser biblischen Tradition steht Soeren Kierkegaard, der dänische Philosoph. Vor allem der letzte Eintrag in sein Tagebuch (25. September 1855), wenige Tage vor seinem Zusammenbruch und Tod geschrieben, bringt die Extreme von existenziellem Leid und der Liebe Gottes, die absoluten Frieden und Glück schenkt, zusammen. Auch dieser Gott (der hier beschriebene Gott, die hier beschrieben Seite Gottes…) bleibt für die meisten Menschen ein fremder, ein unaktzeptabler Gott, der nicht in das Bild des “lieben Gottes” hineinpasst. Aber welcher Mensch erlebt sein Leben schon als ”glatt und rund”? Wie viele Gründe und wieviele Geschehnisse im Leben gibt es, den allmächtigen, barmherzigen, allwissenden, liebenden und mitfühlenden Gott in den Kirchen und Kapellen zurückzulassen? Sehr viele, manchmal und manchem zu viele.
Er ist der Immer-Andere. Anders ist auch der Gott Kierkegaards…
“Das Ziel des Lebens aus christlicher Sicht
Unser Ziel in diesem Leben ist es, bis zum höchsten Punkt des Lebensüberdrusses gebracht zu werden.
Der, der zu diesem Punkt getrieben wurde, stellt fest, das Gott ihn dorthin gebracht hat - aus Liebe -, und er hat die Prüfung des Lebens damit bestanden und ist reif für die Ewigkeit.
(…) Nur diejenigen, die zu diesem äussersten Punkt des Lebensüberdrusses gelangt sind und - mit der Hilfe der Gnade - dennoch davon überzeugt sind, dass Gott das aus Liebe tut - und die darüber keinen Funken Zweifel in ihrer Seele haben, nicht einmal im entferntesten Winkel ihrer Seele daran Zweifeln, dass Gott Liebe ist! - nur die sind reif für die Ewigkeit.
Und Gott empfängt sie in der Ewigkeit. Was will Gott denn? Er möchte Seelen die preisen können, anbeten und verehren, und ihm danken - das ist der Dienst der Engel. Darum ist Gott umgeben von Engeln (…). Die Engel gefallen ihm. Was ihm aber noch mehr gefällt als der Lobpreis der Engel ist ein menschliches Wesen, das im Leben bis ans äusserste gelangt ist, dem Gott schier reine Grausamkeit geworden ist und dem er die grausamste Last auferlegt hat um ihn jeder Lebensfreude zu berauben und dieser Mensch bleibt trotzdem dabei, dass Gott die Liebe ist und das er das alles aus Liebe tut. So ein Mensch wird ein Engel. Und im Himmel kann dieser Gott sehr wohl loben; aber die schlimmste Zeit ist immer die Zeit des Lernens, die Zeit der Schule.
Wie jemand, der die Idee hat die ganze Welt zu bereisen nur um einen Sänger mit der vollendeten Stimme zu hören, so sitzt Gott im Himmel und horcht. Und immer, wenn er jemanden hört, den er zum äussersten Lebensüberdruss gebracht hat und der ihn (trotzdem) lobt, sagt Gott bei sich: hier ist die Stimme! (Hier ist der perfekte Ton!) Hier ist es, sagt er, als ob er eine Endeckung macht; aber er wusste es schon, denn er selbst war immer mit diesem Menschen und half ihm so gut Gott es eben kann, bei dem, was einzig die Freiheit vermag. Nur die Freiheit vermag so etwas. Aber die Überraschung fähig zu sein dieses Lob aus sich selbst heraus auszusprechen - ganz so als ob Gott selbst es wäre, der es ausspricht - und in seiner Freude darüber zu diesem Lob fähig zu sein, ist er so glücklich, dass er nichts hört; nicht hört, dass er es selber war, der dieses Lob aussprach, und alles dankbar Gott aufopfert und Gott lobt damit es weiter Gott ist, der es tut, weil er es sich selbst nicht zutraut, aber ganz auf Gott vertraut.”
Soeren Kierkegaard ist hier kein Masochist, Gott ist auch kein Sadist. Das Leid, das Leiden ist Notwendig um zur Vollkommenheit zu gelangen. Gott gefällt das Leid nicht! Und der Mensch der hier gemeint ist, erlebt die Grausamkeit wirklich, es ist weder ein pastellfarbenes Gefühl der Romantik, noch ein durch die Pharmazie dosiertes und gedrosseltes Leid. Es ist die nackte Wahrheit menschlichen Seins, so wie viele es erleben. Die Frage ist lediglich, ob es nicht irgend einen anderen Weg gäbe?
Wie klingt jetzt aber diese Stimme, dieser Ton, dieses Lob eines Menschen, dem Gott (und das Leben) “zur reinen Grausamkeit” geworden ist?
Wenn ich Kompositionen von Sir John Taverner höre, kommt mir oft Kierkegaards Tagebucheintrag in den Sinn. Fragments of a Prayer oder Song for Athene sind zwei Stücke, die beide das Halleluja (bzw. Alliluia) beinhalten. Halleluja ist der Lobgesang an Gott. Aber bei Taverner kommt das Hallel aus einem gequälten und verzweifeltem, einem ringenden und flehenden Herzen. Aber es ist ein Halleluja!
Gott kann man loben auch aus dem eigenen Elend heraus. Man muss sich nicht verstellen, man muss nicht Dur anstimmen. Aus meiner ganzen menschlich-irdenen Realität empor kann ich mich vor ihm verneigen - und weiss nicht wie der Friede geschieht, der dabei mich umfängt.
…
THIS LIFE’S DESTINY IN CHRISTIAN EYES
Our destiny in this life is to be brought to the highest pitch of world-weariness.
He who when brought to that point can insist that it is God who has brought him there, out of love, has passed life’s examination and is ripe for eternity.
It was through a crime that I came into the world, I came against God’s will. The offence, which even though it makes me a criminal in God’s eyes is in a sense not mine, is to give life. The punishment fits the crime: to be bereft of all lust for life, to be led to the extremity of world-weariness. Man would try his bungling hand at God’s handiwork, if not create man, at least give life. ‘You’ll pay for this all right, for only by my grace is the destiny of this life world-weariness, only to you who are saved do I show this favour of leading you to the highest pitch of world-weariness.’ Most people these days are so spiritless, so deserted by grace, that the punishment simply isn’t used on them. Lost in this life they cling to this life, out of nothing they become nothing, their life is a waste.
Those who have a little more spirit, and are not overlooked by grace, are led to the point where life reaches the highest pitch of world-weariness. But they cannot come to terms with it, they rebel against God, etc.
Only those who, when brought to this point of world-weariness could continue to insist with the help of grace that it is out of love that God does this, so they do not hide any doubt in their soul, not in the deepest cranny of their soul, that God is love—only they are ripe for eternity.
And God receives them in eternity. What then does God want? He wants souls who could praise, adore, worship, and thank him—the business of angels. That is why God is surrounded by angels, for the kind of beings of which there are legions in ‘Christendom’, who for ten rigsdaler could bawl and trumpet to God’s praise and glory, these do not find favour with him. No, the angels please him, and what pleases him even more than the praises of the angels is a human being who, on life’s final lap, when God is transformed as if into sheer cruelty, and does everything with the most cruelly contrived callousness to deprive him of all lust for life, nevertheless continues to believe that God is love, and that it is from love that God does this. A man like that then becomes an angel. And in heaven, there he can very well praise God; but the hardest time is always the time of learning, of schooling. Like someone who got the idea of travelling all over the world to hear a singer with perfect voice, God sits in heaven listening. And every time he hears someone praise him, someone he brings to the extremity of world-weariness, God says to himself: Here is the voice. Here it is, he says, as if he were making a discovery; but he was prepared all the same, for he was himself present with that man and helped him as much as God can in what only freedom can do. Only freedom can do it. But the surprise at being able to express oneself by thanking God as if it were God who did it, and in his joy at being able to do this he is so happy that he will hear nothing, nothing, about he himself having done it but refers everything gratefully to God, and prays God that it will continue to be God who does it, for he does not trust himself but trusts God (XI 2 A 439).
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lieben heisst lassen
18.3.2009 by admin.
margarete porete und andere in ähnlicher weise haben von der “vernichteten seele” geschrieben, die zur vollkommensten begegnung mit gott gelangt ist. dabei ist das leben ein ständiges abschied nehmen und fahren lassen, ein zurückbleiben und zurücklassen. die höchste form des leben lebens ist das lieben. so heisst lieben in besonderer weise l a s s e n, abschied nehmehn.
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anders gewendet
18.3.2009 by admin.
ich revidiere alles und behaupte das gegenteil von davor. (dieser eintrag ist uralt und der bezug fehlt hier, aber das grundthema ist nach wie vor gültig. anm. d. v.) und wieder umgekehrt…
will man alles bedenken und erwägen und ergründen und in die zukunft blicken um ja nichts verkehrt zu denken, sagen und tun… man würde gar nichts mehr tun.
also: mut zum imperfekten. denn das perfekt liegt in der vergangenheit und somit lernen wir aus der grammatik: alles perfekte ist bereits tot. das wollen wir aber nicht sein - darum begegen wir eben weiter imperfekte fehler.
jedenfalls möchte ich nicht in adornos kulturkritik einsteigen. es gibt dinge, da hatte er nicht recht. und es gibt auch bei mrr dinge, die sind ebenso nicht vollendet und einwandfrei. aber er hat sich zu wort gemeldet (grund: was auch immer, das spielt hier keine rolle) und eine durchaus bedenkenswerte frage gestellt. in dieser an-frage an den ein oder anderen (…) gebe ich ihm recht. mehr muss nicht sein.
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das kölner domfenster
18.3.2009 by admin.
Das Domfenster. Den Erstkontakt hatte ich leider durch die Presse und über die gefilterten und vorinterpretierten Nachrichten von Äußerungen dieses und jenes Menschen, für und wider, hin und her hatten durchaus ihren Einfluss auf meine Meinung. Zunächst. Die noch frischen Impulse aus meinem Studium aber prägten schließlich am meisten mein Bild vom Bild das sich mir bot als ich den Dom zum ersten Mal per Zufall durch den Südeingang von Bahnhof her betrat. Erst konnte ich es nicht lesen. Meine Begeisterung war schlicht die Begeisterung, dass überhaupt etwas geschieht und getan wird, was über Restaurierung hinaus geht. Es war die Freude am Neuen, das es sich zuerst anzueignen gilt. Wie ein neues Handy z.B. einen zuerst erfreut, weil es einfach neu und aufregend ist, aber es macht noch Mühe. Mühe beim Gebrauch. Ein Domfenster ist aber kein Gebrauchsgegenstand. Nein, man braucht es nicht; zumindest nicht unbedingt. Oder doch? Eine gotische Kathedrale braucht sehr wohl die Fenster, denn diese Kirchen sind eigentlich aus Glas gebaut, eine Suggestion des Neuen Jerusalems aus der Offenbarung, ein Ort, eine Stadt ganz aus Edelsteinen. Jede gotische Kirche, die nicht diese dunkel bunten Fenster hat, ist unvollendet oder verstümmelt. In Köln wäre eine historisierende Version durchaus legitim gewesen, um zumindest ein Trugbild der ursprünglichen Absicht der Bauherren vorzugeben. Aber die Kirche hat gut getan das Jetzt in die Kathedrale einzubringen. Bei aller Größe bleibt das das Fenster nur ein Detail des immensen Gebäudes. Wenn eine Kirche aus Stein tatsächlich ein Sinnbild für die lebendigen Steine, die aktuelle Gemeinde ist, so ist die Fläche des Fensters immer noch zu klein.
Irgendwann einmal beim Betrachten und Meditieren des Fensters verlor ich die bunten Quadrate aus den Augen und entdeckte das Maßwerk. Es bildet den Rahmen, besser DIE Rahmen für das Fenster. Das Maßwerk bringt (neben der verborgenen Ordnung innerhalb Richters Werk) Ordnung und Ruhe in das bunte, scheinbare Gewirr. Und die Quadrate ordnen sich ein, ordnen sich unter diesen altehrwürdigen Rahmen. So unterschiedlich die sperrigen Gläschen von weniger als einem Quadratdezimeter zu dem für unsere Augen harmonisch wirkenden Maßwerk auch sind, so groß der scheinbare Kontrast, so sehr passen beide auch zusammen, so sehr sind beide zusammen ein meisterliches Bild für Kirche. Das Fenster ist im Ganzen ein modernes Bild für den Leib Christi, der aus vielen, sehr unterschiedlichen Gliedern besteht, aber zusammen ein Ganzes bildet. Es ist ein Sinnbild für die Gemeinschaft von Individuen, die mit ihren Ecken und Kanten sich einfügen in ein großes Ganzes und so Gemeinde bilden.
Gestern fiel am Abend viel Licht durch das Fenster – und auch durch die anderen Fenster der Nordseite. Dort wo das bunte Licht auf die Steine traf wurde es bunt. Es war kein Unterschied zu sehen zwischen dem neuen und den alten Fenstern, das Licht das hindurchglitt malte hier wie dort abstrakte Farbkleckse auf Wände, Pfeiler, den Boden und die Menschen die im Dom umhergingen.
Der Geist weht wo er will.
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paul thek. reliquien. kunst
18.3.2009 by admin.
paul thek war amerikaner. sein deutschstämmiger vater und seine mutter, deren familie irische wurzeln hat, gaben vielleicht einen anreiz die alte welt zu besuchen und zu erforschen, aber so oft paul thek auch in europa lebte, europäer wollte er keiner sein - deutscher schon gar nicht, das sagt er am ende seines lebens sehr deutlich, als eine geplante retrospektive in baden baden platzt.
sehr europäisch war hingegen seine sozialisation im glauben. was man von seiner kindheit weiß oder ahnt schlug hier die irische mutter durch… anfangs noch nicht so deutlich, aber im laufe seines lebens immer klarer kreist er in seinem suchen um gott. er ringt um spiritualität, bezeichnet sich und die wahren künstler überhaupt als priester, die in ihrem eigentlichen tun gottessucher und -vermittler sein sollen. es scheint, als ob paul thek die religiöse institution im besten sinne des wortes “übersieht” und den vollzug und die unmittelbare, untadelige begegnung und beziehung des individuums zu gott allein im auge hat, wenn er von glaube und spiritualität spricht. dabei hat er durchaus die gemeinschaftliche beziehung der einzelnen im blick. er lässt sich von riten und kultgegenständen beeinflussen und inspirieren - prozessionen und vor allem “reliquien” werden ein teil seines oevres.
reliquien. profan: der mensch ist ein wesen das in beziehungen lebt, oder sich nach solchen sehnt. und er lebt in und mit der geschichte. dieses paar -beziehung und geschichte - bringen das zur welt, was wir reliquien nennen: erinnerungsgegenstände an orte, momente und menschen. reliquien sind dinge, die uns erinnern. je näher und authentischer die gegenstände am erinnerungsgegenstand dran ist, je wertvoller ist die reliquie für den sich erinnernden. eine fotographie, ein bild kann erinnerung wachrufen, oder erinnerung sein. ein stein von dem ort, ein ding aus dem besitz oder eine strähne von dem menschen, ein taschentuch mit tränen der freude oder des schmerzes, all das und mehr kann zur reliquie werden. je näher das überbleibsel (reliquie verdeutscht) am geschehen oder am menschen ist, je wertvoller ist sie auch.
in diese richtung geht auch der kult um gräber als letzte ruhestätten, als letzte orte der präsenz. es sind orte der trauer, aber auch orte der verehrung; pilgerorte, wallfahrtsziele. gräber bedeutender menschen zeigen das deutlich, da sind lange nach dem tod der letzten persönlichen bekannten frische blumen und brennen kerzen. kaiserin elisabeth von österreich, um nur eine zu nennen.
es schein also etwas sehr natürliches zu sein, die beziehung zu einem menschen oder einem ort mit bestimmten dingen zu verbinden, zu dokumentieren und somit lebendig zu halten.
reliquien. religiös: die kirche definiert sich per se als gemeinschaft. ecclesia, das sind die herausgerufenen, grundsätzlich alle sind damit gemeint, denn alle sind berufen bürger des reiches gottes zu werden. bürger mit bürgerrecht sind im griechischen die laios, die laien. die entfremdung dieses wortes in unserer sprache und die bedeutung etwa als “gemeiner mann” bzw. ”gemeine frau” kann uns vielleicht helfen zu verstehen, wie breit angelegt und universal die berufung der kirche ist. an mehreren stellen werden in den evangelien die gläubigen als gemeinschaft definiert und zur gemeinde berufen. ein urkatholischer und vom glauben untrennbarer aspekt ist die solidarität untereinander, was in der urgemeinde bis zu einer spannenden form des kommunismuses geführt hat. christen stehen füreinander ein. “was ihr einem meiner geringsten brüder getan habt, das habt ihr mir getan”, sagt jesus selbst. diese solidarität gilt auch für das eintreten der gläubigen untereinander bei gott. so heisst es z.b. im schuldbekenntnis am anfang der wortgottesdienstes: “darum bitte ich (…) euch, brüder und schwestern, für mich zu beten, bei gott unserem herrn.” die solidarität bezieht sich aber nicht nur auf die lebenden, auch die verstorbenen und die engel werden um ihr fürbittendes eintreten gebeten.
den grossen helden des glaubens, den heiligen, kommt dabei eine besondere rolle zu. ihr heroisches und z.t. spektakuläres leben und sterben machte sie zu herausragenden figuren in der kirchengeschichte. durch ihre geschichten, die in der kirche wieder und wieder erzählt worden sind, um die sich wunderlichste legenden ranken, diese verstorbenen geniessen kultstatus im glauben. ihnen wird besondere nähe und wirkmächtigkeit bei gott zugeschrieben. alles was uns also mit ihnen verbindet, was sie uns präsenter macht, alles das hat hohen wert, denn die heiligen sind nicht nur private helden sondern superstars einer kommunität. dementsprechend wertvoll ist das, was an sie erinnert: dinge die sie berührt oder benutzt haben (kämme, möbel, kleidung), orte an denen sie gelebt haben, gegenstände, die mit ihrem tod in verbindung gebracht werden, und am allerwertvollsten sind ihre körperlichen überreste. natürlich hat diese art der verehrung, der erinnerung und der verbindung mit dem verstorbenen heiligen eine offene flanke ins magische und dunkle, aber vielleicht ist es ja genau das, was den besonderen reiz dabei ausmacht.
reliquien. kunstgeschichte: für die aufbewahrung und auch für den liturgischen gebrauch der reliquien wurden kostbarste und anspruchsvollste kunstwerke geschaffen. schaugefässe und schreine, die den wert ihres inhaltes veranschaulichen sollten, dinge, die dem wert des darin aufbewahrten gerecht werden sollten. die geschichte und das leben des heiligen wurden durch diese gefässe weiter erhöht. der heilige, bzw. das was von ihm übrig blieb, wurde schließlich zu einem wirtschaftsfaktor. betritt ein mensch unserer säkularen zeit die schatzkammern und museen, in denen reliquien, bzw. deren behältnisse ausgestellt sind, so versteht er schwer, wie man silber, gold und edelsteine en mas um ein paar modrige knochen bauen konnte, von denen noch nicht einmal sicher ist, ob sie wirklich von der jeweiligen person stammen und nicht essensreste aus besserem hause sind. für den menschen der jeweiligen zeit waren die knochen aber um ein vielfaches wertvoller als das gehäuse. vielleicht kann man das reliquienwesen mit dem heutigen aktienmarkt vergleichen. die werte dort sind sind ebenfalls nichts greifbares, nichts festes. sie steigen und fallen und sind manchmal das papier nicht wert, auf dem sie stehen. wer aktien kauft, glaubt an den wert des papieres. vielleicht muss man für reliquien sogar weniger glauben investieren, als für aktien in unseren tagen…
reliquien. kunst: aber selbst wenn eine reliquie nicht echt ist, so ist ihre verwendung, ihre zur-schau-stellung und der kult der um sie gemacht wird schon etwas was sie “heiligt”, was sie heraushebt aus dem profanen und sie sakral macht. und wenn es hünerknochen sind: in dem akt der zuordnung und der benennung eines beliebigen heiligen, wird der glaubenden person eine nähe suggeriert, auf die es eigentlich ankommt. reliquien und das was die kirche, bzw. der glaube des volkes mit ihnen gemacht hat, sind im eigentlichen sinne kunst: ein hervorgehobenes objekt verhilft dem betrachter dazu, sich selbst zu übersteigen, hilft zu transzendieren um die welt hinter den dingen zu berühren. die gegenwart der kunst (der reliquie in unserem fall) korrespondiert mit dem betrachter und führt ihn in eine andere welt, bzw. hilft ihm, seine welt mit anderen augen oder in einem anderen licht zu sehen. kunst verwandelt. kunst erhebt. kunst läutert. kunst bewegt. kunst erschüttert.
meine lieblingsreliquie, die all das vereint - glaube und kunst - wird in san marco in rom am piazza venezia aufbewahrt. es ist das reliquiar, das die “finsternis des karfreitags” aufbewahrt. nur beim gedanken an diese reliquie kommen mir die bilder der kindheit vor augen, wie ich mir am karfreitag bei der passion diese finsternis vorstellte, die beim tode des gottessohnes am kreuz über die welt hereinbrach, wie die gräber aufsprangen und die toten herauskamen, wie die erde bebte und die felsen sich spalteten, wie der vorhang im tempel zerriss… alle diese bilder der kindlichen phantasie und das schaurige gefühl der todesstunde am karfreitag sehe und empfinde ich für den augenblick, an dem ich an diese reliquie denke. das ist wahre kunst! ein bösewicht, wer hier nach autentizität fragt. wer immer diese reliquie “gefälscht” hat, es war ein grosser künstler. “die finsternis des karfreitags” hebt sich ab von den sonstigen “klassikern” unter den skurilen reliquien. die feder vom flügel des erzengels gabriel, der milchtropfen aus der brust mariens, das skelet johannes des täufers im alter von 12 jahren, die sandalen jesu oder gar ”Domini Nostri Jesu Christi Diatriba” (was wir aus schamgefühl nicht übersetzen) und dergleichen haben nicht die qualität wie die reliquie von san marco. sie ist in besonderer weise abstrakt, reduziert auf absenz, auf phantasie. man erinnert sich an das kindliche einfangen und vermeintliche konservieren von düften einer blumenwiese oder der ferienbriese am meer, die man in einweck- oder marmeladegläsern mit nach hause gebracht hat.
reliquien. paul thek: paul thek wuchs in einem katholischen milleau auf. als kind waren stift und pinsel seine bevorzugten beschäftigungsgegenstände. in seiner kunst schaffte er es in frühen jahren immer mehr auf den punkt zu kommen. er reduzierte dinge auf seltsam wesentliches, auf wichtige details, die allerdings das ganze ausblendeten und doch nicht ohne die assoziation des ganzen auskamen. es war eine form des minimalismus. die reduktion auf elementare details kulminierte schließlich bei der betrachtung des reliquienkultes. ein schlüsselerlebnis war dabei der besuch der kapuzinergruft von palermo, als paul thek nach einer mumie griff und in seiner hand das trockene fleisch zu staub zerfiel. “befreiung” nannte er das gefühl, das ihn dabei überkam, als der schauer wich. paul thek be-griff reliquien in diesem moment. es war die inizialzündung für sein skulpturales werk. die technical reliquiarys entstanden: täuschend echte nachahmungen von fleischstücken. befremdlich, eklig, authentisch - er reduzierte auf etwas wesentliches. er führt elementares vor, er vergegenwärtigt die kunst der kirchengeschichte - er zeigt, dass in diesem punkt kunst und glaube sehr viel miteinander zu tun haben, ja identisch sind. in seinem werk proklamiert er religion als die höchste form der kunst. In einem Interview mit Gene Swenson in Artnews, April 1966, kommentiert er sie: ‘Die Dissonanz der beiden Oberflächen von Glas und Wachs gefallt mir: die eine ist klar und glänzend und hart, die andere ist weich und schleimig. Ich versuche, sie in Einklang zu bringen, ohne einen Bezug herzustellen, oder auch anders herum. Anfangs machte die physische Verwundbarkeit des Wachses die Kästen erforderlich, mittlerweile brauchen die Kästen das Wachs. Die Kästen sind still, ihre Präzision ist wie Zahlen, vernunftgemäß. In einem späteren Interview mit der Kritikerin Emmy Huf in der holländischen Zeitung De Volkskrant vom April 1969 sagt er: ‘In New York gab es damals eine so enorme Tendenz zum Minimalen, zum Nicht-Emotionalen, sogar zum Anti-Emotionalen,daß ich wieder etwas über Gefühle, über die häßliche Seite der Dinge sagen wollte. Ich wollte der Kunst die Merkmale rohen, menschlichen Fleisches zurückgeben. Die Leute haben das für einen sado-masochistischen Trick gehalten. An so etwas habe ich nicht einmal gedacht. Aber wenn sie es so sehen wollten, dann ist das für mich in Ordnung: Sado-Masochismus ist zumindest eine menschliche Eigentschaft, ist zumindest nicht von Menschen gemacht. Als ich merkte, daß die Leute mich nur noch als den Mann mit dem Fleisch kannten, habe ich damit aufgehört.’das (kunst-)werk wird in der kirche nicht nur ausgestellt - das ist der grosse unterschied zum museum - sondern erfährt eine verehrung. dem werk werden andere kunstformen beigesellt, denn das kultbild wird geschmückt, in prozession getragen, mit weihrauch inzensiert, menschen verneigen sich rituell, in manchen ländern wird es berührt, gar geküsst, es wird besungen und in ein grosses ganzes in der liturgie aufgenommen. musik, tanz, lyrik, uvm. vereint sich mit dem bild, bzw. dem gegenstand der verehrung.
paul thek ist kein europäer. ihm fehlt trotz seiner katholischen sozialisierung der frühe umgang mit der mittelalterlichen reliquienverehrung, die gewöhnung an knochen, skeleten und mumien im öffentlichen raum. als amerikaner, der europa bereist erfährt er somit sowohl zugehörigkeit zur welt des (katholischen) glaubens, als auch befremdung über die praktiken und riten, die vor allem in den romanischen ländern des kontinents üblich sind. er entdeckt somit neues, erfährt neue initiation in seiner eigenen identität. die minimalisierung eines menschen und seiner geschichte (und den dazugehörigen mythen) auf ein (noch nicht) verrottetes teil seines körpers, eingehüllt in eine kostbare schutz- und zeigehülle sprachen paul thek in seinem künstlerischen suchen an, gaben ihm die werkzeuge in die hand für seine serie der technologischen reliquiare. die suche theks nach maximalem ausdruck in einem minimierten, bzw. minimalen objekt zeigt sich schon bei seinen bildern, die er unmittelbar vor den technical reliquiarys gemacht hat. kurz zuvor stellte er nämilich eine serie von zeichnungen in rom aus, die unter dem begriff television analyzations zusammengefasst waren. zeichnungen wie aus stummfilmen entnommen, die details eines menschen zeigen: ein schreiender mund, die kiefer- und halspartie einer dame mit perlenkette zu sehen im rahmen eines fernsehaparates. reduzierung auf eine momentaufnahme und auf ein detail.
wie schon der fernsehkasten eine hülle für das gezeigte bild ist, so sind auch die reliquiare zu sehen. hülle, rahmen, fassung, aber vor allem kontrast. ist das eine “clear and shiny and hard”, so ist das aufbewahrte darin, “soft and slimy” (tales the tortoise taught us 30). er verwendet modernste materialien und futuristisches design für die reliquiare und besetzt sie mit maximaler “realität”, wie er es nannte: meat pieces - fleischstücken. “das ist die botschaft, die diese aseptisch eingefärbten apparate in umlauf bringen: enthäutete muskeln, rohe fasern, sehnen, sekrete, knochensplitter und zähne - ein strom aus dem stoff, der nur unter schmerzen und in ausnahmesituationen sichtbar wird.” (30)
für kolumba ist paul thek ein glücksfall. auch mehr als 40 jahre nach entstehung dieser kunstwerke haben sie nichts von ihrer aktualität verloren. sie verunsichern, verstören und korrespondieren in diesem kunstmuseum der kirche wohl mehr als in jedem anderen aufbewahrungsort für zeitgenössische kunst. paul thek suchte im laufe seines lebens immer mehr den kontakt zu einem kloster, ja er wollte später sogar mönch werden. schließlich kam ihm die diagnose aids der aufnahme als novize noch zuvor. die institution museum sah thek sehr kritisch. diese war für ihn das grab für tote kunst. solange kunst “lebt” hat sie dort nichts verloren - und danach ist es ein unort. kolumba ist vielleicht mehr ein schrein als ein museum und paul theks werke sind dort lebendiger als andernorts.
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nischen und winkel
17.3.2009 by admin.
ecken, winkel, säulenvorsprünge und nischen sind grossartige architektonische gebilde. gerne verkrieche ich mich in sie, verstecke mich und werde so unsichtbar. das alles sind wohl rudimente einer höhle, die mir eine ahnung von sicher- und geborgenheit schenken.
die ecke und der winkel sind aber nicht einfach rückzugsorte, sie sind in wirklichkeit der ursprung und das zentrum des raumes. von einer ecke gehen die koordinaten aus, die den raum definieren. zwar ist die definierte mitte anderswo, aber nirgendwo sonst habe ich den ganzen raum vor mir - in mir.
sitze ich in der mitte, die alle für die mitte halten, so bin ich dem raum ausgeliefert. sitze ich in m e i n e r mitte, so ist der raum mir ausgeliefert. sitze ich also in der ecke, in der nische, im winkel, so bin ich in meiner mitte. sitze ich in der mitte, so verliere ich mich.
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bittersweet symphony
17.3.2009 by admin.
gestern ist es mir wieder aufgefallen: ich eilte. oft schon wünschte ich mir, dass ich mich beamen könnte. aber die technik ist ja noch nicht so weit - und wird es hoffentlich auch nie sein. ich eilte zum meseum, weil ich mich dort verabredet hatte. im museum unter dem fishman von paul thek. eigentlich hatte ich keine eile, aber ich wurde getrieben - getrieben von der inneren unruhe zeit zu vergeuden. “carpe diem”. carpe! das ist die botschaft des dämons im weißen kleid und goldenen flügeln, die mich vor einigen wochen soweit brachte, dass mir alles aus der hand genommen wurde… “nichts aussergewöhnliches”, sagten die ärzte, “für leute, die 10 bis 20 jahre älter sind als sie.”
seit dieser woche bin ich wieder im leben, aber passend zur österlichen bußzeit muss ich mich bekehren. fanziskus nannte den körper den esel, der nicht immer so will wie der geist oder die seele. aber auch ein esel braucht ein wenig aufmerksamkeit um zu leben, um zu arbeiten.
the verve singen in ihrem lied “bittersweet symphony” so schön: i can change! (oder i can´t change?) ich kann mich ändern, von einem moment auf den anderen. oder auch nicht… das lied kann im moment gut für die situation stehen. hier stehe ich und singe die bittersweet symphony: kein spätes essen mehr, viel auslauf und bewegung, weniger termine, weniger baustellen, weniger “gutes leben”; weniger, weil´s mehr ist. man wird mich schwerer erreichen, seltener sehen, ich werde früher gehen, … aber dafür werde ich präsenter sein und ein paar tage, wenn nicht jahre mehr vom leben haben. summa sumarum wird man mich über die jahre gerechnet so auch ein wenig mehr haben, als wenn ich jetzt so weiter machen würde. denn ich glaube auch an ein leben vor dem tod und möchte nicht wie falco in seinem letzten lied fragen: “muss ich den sterben um zu leben?”
bei den pfadfindern sagte damals ein freund: wo ein gührer ist, da ist auch ein weg. also singe ich die bittersüße symphonie, aber nicht i can´t change, sondern yes i can! i will.
grosses vorbild ist mir in diesen tagen mein freund greg in rom. alle die ihn kennen behalten eins im kopf: greg läuft nie. er geht, ja, er schreitet. sechsspurige strasse - dem gemeinen deutschen stockt das herz wenn er rüberrennt - greg schreitet. greg lässt sich niemals provozieren, er kommt nicht aus der ruhe, er hat zeit.
als ich gestern zum museum eilte und vor kolpings grabeskirche merkte wie ich zu schwitzen begann, dachte ich an greg. lieber ein termin weniger, aber dafür ohne hast und eile… und ich grüsste vater kolping und schritt von dannen.
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