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August 2008
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Archive für 3.8.2008

food design

boef stroganoff für ca. 4 personen nach zarewitsch ralfkochski

400g rinderfilet (”wenn der kaplan kocht hör ich immer nur filet, filet. an ´ner kuh ist noch mehr fleisch als blos ein filet!” in memoriam annemarie. sie war einfach die beste!)

okay. 400g rinderfilet, eine grosse weisse zwiebel, 5 kleine (oder 3 grosse) gewürzgurken, zwei hand voll pilze, 2-3 grosse esslöffel senf, 1 brühwürfel, 1 creme fraiche (kreuter), 1 packung kräuterfrischkäse, ca. 100ml weinbrand, bisschen kräuter (estragon wird empfohlen, hatte ich aber nicht da und haute deshalb kräuter der provence rein. war auch lecker) und als beilage kartoffel.

1. zwiebel anschwitzen, pilze kleingeschnitten dazu. dann mit wasser aufgießen und brühwürfel dazu. es folgen die kleingeschnittenen gurken, der senf und der weinbrand. wenn alles tüchtig blubbert und schon einigermassen gut schmeckt, wird creme fraiche und frischkäse reingekippt. jetzt sollte es schon perfekt schmecken. (wenn es noch nicht dick genug ist, eindicken)

2. der clue: jetzt kommt das in zwarte streifen geschnittene rinderfilet (ca 5×50mm) kurz in die heisse pfanne und wird scharf angebraten (bisschen salz dazu). optimal ist es, wenn die kleinen streifen innen immer noch blutig sind.

3. dann kommt das fleisch in die fertige sosse. einmal tüchtig umrühren und sofort auf den tisch!

4. die kartoffel irgendwie nach gusto zubereiten. tipp: beim kochen mit dem salz einen brühwürfel ins wasser geben, so bekommen die kartoffel einen leckeren leichten eigengeschmack!

 viel spass!

 p.s. das lied dazu (orginal von holländer)

 Stroganoff (von Hollaender)
ein Großfürst einst am Zarenhof, -
wo sonst -
war ein eifersüchtger Gatte,
der in Omsk
gleich bei Imsk
um die Ecke rum von Umsk
ein Großes Gut -
was für´n Gut? -
so ein Gut -
na, schon Gut -
kurz und Gut, ein Gut von tausend Seelen hatte. -
Wieso Seelen? -
Lassen Sie mich erzählen,
das ist russisch, echt russisch.
Jeder Russe, der hat Seelen.
Was weiß ich.
Hei, hei.

Und auf dem Gut,
seinem Gut, da in Omsk
gleich bei Imsk
um die Ecke rum von Umsk
lebte auch seine schöne Frau.
Wo sonst?
Und daß sie schön war wußte er
und außerdem noch Piotzkoroff
und Krotzkuloff
und Rotzkuloff
und Schutzkinoff
und Schrutzkinoff
und ganz besonders Schmutschkinoff.
Ziemlich viele wußten dieses ziemlich gut
von dem Gut. -
Ist das gut? -
Gar nicht gut,
aber echt russisch.
Hei, hei.

Stroganoff
hat viel zu tun am Zarenhof. -
Wo sonst. -
Und zuhaus bleibt seine Schuschka,
bleibt in Omsk
gleich bei Imsk
nicht nur vierzehn Werst von Umsk.
Nicht viel los da in Omsk,
nicht in Imsk
und nicht in Umsk.
Ganzen Tag liegt sie im Bett,
das arme Mütterchen. -
Wieso Mütterchen? -
Fragen Sie Tolstoi.
Das ist russisch, echt russisch.
Jeder Russe ist ein Mütterchen.
Was weiß ich.
Hei, hei.

Doch auf dem Gut,
dem Nachbargut
nicht in Omsk,
und nicht in Umsk,
bischen weiter weg in Imsk
lebt besagter Schmutschkinoff
ein Schwein.
Und eines Tages spannte er
vor seinen Schlitten
die schwarze Stute Schdrasnucha,
die braune Stute Schrasnucha
und Lasnucha
und Jasnucha
und vorneweg noch Krasnucha
und er knallte mit der Peitsche
und fuhr stracks zu schönen Schuschka
auf das Gut. -
Ist das gut? -
Gar nicht gut,
aber echt russisch.
Hei, hei.

Ach, leider genügt nicht,
daß über dem Skandalski
ich mit Diskretionski
den Vorhang lasse fallski,
denn unvermutet
stand in der Tür
Stroganoff
und aus dem Bett
sprang der Liebhaber
in hohem Boganoff.
Oi, oioi, oi, oi.

?Antworte,
Hund verfluchter,
bis ich bis drei zähle.
Nahmst du nur ihren Körper
oder nahmst du auch ihre Seele??
Und hätte er gesagt
?Nur den Körper, Väterchen Stroganoff.?,
wär nicht passiert, was jetzt passiert ist
Väterchen Schmutschkinoff.
Oi, oi oi, oi, oi.

Tags darauf sitzt Stroganoff
im Kaffeehaus. -
Wo sonst. -
Und es fragen ihn die Freunde,
?Was war los bei dir in Omsk?
Man hat dich schreien gehört bis Imsk.
Einer sagt sogar bis Umsk.
Und man spricht,
daß deine Schuschka
hat gemacht mit deinem Freund ein bischen Schmuschka.?
?Bischen hätt ich noch verziehen.
Das ist russisch, echt russisch.
Aber die Vertraulichkeit
geht zu weit.
Tut mir leid.

Heda, Wirt, bring mir ein Filet,
aber roh,
Größe: so.
Und dazu ein großes Messer.
Kann ich zeig´n mein´n Freunden besser
mit Messer,
was ich gemacht mit Schmutschkinoff.
Und mit dem Messer, hei, juche,
sticht Stroganoff in das Filet.
Und kreuz und quer
und hin und her,
sieht gar nicht wie Filet aus mehr.
Ohne Lücke
haut er es in tausend Stücke
voller Wut.
Ist das gut? -
Das ist gut
und so echt russisch.
Hei, hei.

Stroganoff
winkt gnädig jetzt den Küchenchef
zu sich.
?Hier, mein Freund, mit Dank zurück
das geborgte Lendenstück,
das im Zweikampf wie ein Held
den Ehebrecher dargestellt.
Aber jetzt trag?s in die Küche.
Du kannst gut sehn,
Väterchen. Ich kann kein Blut sehn.?
Koch in Tränen schreit, oh je,
wer wird essen das Haschee?
Ist zerhackter Schmutschkinoff,
aber kein Filet.
Ganz zerstückelt liegts im Topf.
Küchenbub mit rotem Kopf
fragt, was soll damit geschehn?
Was soll ich hinein tun noch,
Väterchen Koch? -
Von mir aus, was du willst, tu rein.
Frißt doch kein Schwein.
Ob saure Sahne, Zwiebelring,
ob Paprika, ob Pfefferling.
Doch als man?s auf das Feuer tut,
jeder fragt, was riecht so gut?
Alle Gäste kosten,
reiben sich den Bauch, ha ha ha.
Will ich auch, ha ha ha.
Tu mir eins schmoren.
So wurde Glanzstück von Suppè,
wurde größtes Frikasse,
wurde Stroganofffilet
geboren.

Hei, hei.

Mark Matwejewitsch Antokolski

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Mark Matwejewitsch Antokolski + 1902 in frankfurt am main

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