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Archive für August 2008
desire (babykultur)
19.8.2008 by admin.
alles wird immer jünger. models, stars… als teenager schon keine freiheit mehr, sondern dem diktat der mode unterworfen.
ein hervorragendes kommentar dazu liefert dieses video.
http://www.youtube.com/watch?v=yPyLIBD0jK4&NR=1
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heilige räume
19.8.2008 by admin.
heilige räume. auf der suche nach dem inhalt der leere. text folgt.
heilige räume. auf der suche nach dem unsichtbaren. text folgt.
Geschrieben in g Leben und Gedanken, a kunst und versuche | Drucken | Keine Kommentare »
couturier bei radio vatikan
7.8.2008 by admin.
http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=223429
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rilke II
7.8.2008 by admin.
Herbst
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
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food design
3.8.2008 by admin.
boef stroganoff für ca. 4 personen nach zarewitsch ralfkochski
400g rinderfilet (”wenn der kaplan kocht hör ich immer nur filet, filet. an ´ner kuh ist noch mehr fleisch als blos ein filet!” in memoriam annemarie. sie war einfach die beste!)
okay. 400g rinderfilet, eine grosse weisse zwiebel, 5 kleine (oder 3 grosse) gewürzgurken, zwei hand voll pilze, 2-3 grosse esslöffel senf, 1 brühwürfel, 1 creme fraiche (kreuter), 1 packung kräuterfrischkäse, ca. 100ml weinbrand, bisschen kräuter (estragon wird empfohlen, hatte ich aber nicht da und haute deshalb kräuter der provence rein. war auch lecker) und als beilage kartoffel.
1. zwiebel anschwitzen, pilze kleingeschnitten dazu. dann mit wasser aufgießen und brühwürfel dazu. es folgen die kleingeschnittenen gurken, der senf und der weinbrand. wenn alles tüchtig blubbert und schon einigermassen gut schmeckt, wird creme fraiche und frischkäse reingekippt. jetzt sollte es schon perfekt schmecken. (wenn es noch nicht dick genug ist, eindicken)
2. der clue: jetzt kommt das in zwarte streifen geschnittene rinderfilet (ca 5×50mm) kurz in die heisse pfanne und wird scharf angebraten (bisschen salz dazu). optimal ist es, wenn die kleinen streifen innen immer noch blutig sind.
3. dann kommt das fleisch in die fertige sosse. einmal tüchtig umrühren und sofort auf den tisch!
4. die kartoffel irgendwie nach gusto zubereiten. tipp: beim kochen mit dem salz einen brühwürfel ins wasser geben, so bekommen die kartoffel einen leckeren leichten eigengeschmack!
viel spass!
p.s. das lied dazu (orginal von holländer)
Stroganoff (von Hollaender)
ein Großfürst einst am Zarenhof, -
wo sonst -
war ein eifersüchtger Gatte,
der in Omsk
gleich bei Imsk
um die Ecke rum von Umsk
ein Großes Gut -
was für´n Gut? -
so ein Gut -
na, schon Gut -
kurz und Gut, ein Gut von tausend Seelen hatte. -
Wieso Seelen? -
Lassen Sie mich erzählen,
das ist russisch, echt russisch.
Jeder Russe, der hat Seelen.
Was weiß ich.
Hei, hei.
Und auf dem Gut,
seinem Gut, da in Omsk
gleich bei Imsk
um die Ecke rum von Umsk
lebte auch seine schöne Frau.
Wo sonst?
Und daß sie schön war wußte er
und außerdem noch Piotzkoroff
und Krotzkuloff
und Rotzkuloff
und Schutzkinoff
und Schrutzkinoff
und ganz besonders Schmutschkinoff.
Ziemlich viele wußten dieses ziemlich gut
von dem Gut. -
Ist das gut? -
Gar nicht gut,
aber echt russisch.
Hei, hei.
Stroganoff
hat viel zu tun am Zarenhof. -
Wo sonst. -
Und zuhaus bleibt seine Schuschka,
bleibt in Omsk
gleich bei Imsk
nicht nur vierzehn Werst von Umsk.
Nicht viel los da in Omsk,
nicht in Imsk
und nicht in Umsk.
Ganzen Tag liegt sie im Bett,
das arme Mütterchen. -
Wieso Mütterchen? -
Fragen Sie Tolstoi.
Das ist russisch, echt russisch.
Jeder Russe ist ein Mütterchen.
Was weiß ich.
Hei, hei.
Doch auf dem Gut,
dem Nachbargut
nicht in Omsk,
und nicht in Umsk,
bischen weiter weg in Imsk
lebt besagter Schmutschkinoff
ein Schwein.
Und eines Tages spannte er
vor seinen Schlitten
die schwarze Stute Schdrasnucha,
die braune Stute Schrasnucha
und Lasnucha
und Jasnucha
und vorneweg noch Krasnucha
und er knallte mit der Peitsche
und fuhr stracks zu schönen Schuschka
auf das Gut. -
Ist das gut? -
Gar nicht gut,
aber echt russisch.
Hei, hei.
Ach, leider genügt nicht,
daß über dem Skandalski
ich mit Diskretionski
den Vorhang lasse fallski,
denn unvermutet
stand in der Tür
Stroganoff
und aus dem Bett
sprang der Liebhaber
in hohem Boganoff.
Oi, oioi, oi, oi.
?Antworte,
Hund verfluchter,
bis ich bis drei zähle.
Nahmst du nur ihren Körper
oder nahmst du auch ihre Seele??
Und hätte er gesagt
?Nur den Körper, Väterchen Stroganoff.?,
wär nicht passiert, was jetzt passiert ist
Väterchen Schmutschkinoff.
Oi, oi oi, oi, oi.
Tags darauf sitzt Stroganoff
im Kaffeehaus. -
Wo sonst. -
Und es fragen ihn die Freunde,
?Was war los bei dir in Omsk?
Man hat dich schreien gehört bis Imsk.
Einer sagt sogar bis Umsk.
Und man spricht,
daß deine Schuschka
hat gemacht mit deinem Freund ein bischen Schmuschka.?
?Bischen hätt ich noch verziehen.
Das ist russisch, echt russisch.
Aber die Vertraulichkeit
geht zu weit.
Tut mir leid.
Heda, Wirt, bring mir ein Filet,
aber roh,
Größe: so.
Und dazu ein großes Messer.
Kann ich zeig´n mein´n Freunden besser
mit Messer,
was ich gemacht mit Schmutschkinoff.
Und mit dem Messer, hei, juche,
sticht Stroganoff in das Filet.
Und kreuz und quer
und hin und her,
sieht gar nicht wie Filet aus mehr.
Ohne Lücke
haut er es in tausend Stücke
voller Wut.
Ist das gut? -
Das ist gut
und so echt russisch.
Hei, hei.
Stroganoff
winkt gnädig jetzt den Küchenchef
zu sich.
?Hier, mein Freund, mit Dank zurück
das geborgte Lendenstück,
das im Zweikampf wie ein Held
den Ehebrecher dargestellt.
Aber jetzt trag?s in die Küche.
Du kannst gut sehn,
Väterchen. Ich kann kein Blut sehn.?
Koch in Tränen schreit, oh je,
wer wird essen das Haschee?
Ist zerhackter Schmutschkinoff,
aber kein Filet.
Ganz zerstückelt liegts im Topf.
Küchenbub mit rotem Kopf
fragt, was soll damit geschehn?
Was soll ich hinein tun noch,
Väterchen Koch? -
Von mir aus, was du willst, tu rein.
Frißt doch kein Schwein.
Ob saure Sahne, Zwiebelring,
ob Paprika, ob Pfefferling.
Doch als man?s auf das Feuer tut,
jeder fragt, was riecht so gut?
Alle Gäste kosten,
reiben sich den Bauch, ha ha ha.
Will ich auch, ha ha ha.
Tu mir eins schmoren.
So wurde Glanzstück von Suppè,
wurde größtes Frikasse,
wurde Stroganofffilet
geboren.
Hei, hei.
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Mark Matwejewitsch Antokolski
3.8.2008 by admin.
Mark Matwejewitsch Antokolski + 1902 in frankfurt am main
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couturier
1.8.2008 by admin.
buchbesprechung bei radio vatikan von ralf gührer_
„marie-alein couturier – ein traditionalist und revolutionär“
„das ist mein lebenswerk; das resultat meines gesamten aktiven lebens.“ so kommentierte henri matisse sein letztes grosses werk, die kapelle des dominikanerinnenkonvents in vence bei nizza. von den fenstern über den altar bis hinein in das liturgische gerät und die priestergewänder stammt alles dort aus der hand dieses grossen meisters. das dies möglich war, ist das werk einer ordensfrau und des dominkanerpaters marie-alein couturier. er befürwortete, begleitete und betreute das künstlerische schaffen eines henri matisse in vence und vieler anderer grosser künstler anderswo.
der wiener theologe und kunsthistoriker hartwig bischof schafte mit seiner dissertation, die 2007 in der IKON-reihe, des ferdinand schönigh-verlages erschien, einen hervorragenden zugang zur person des dominkaners marie-alain couturier. er dürfte als einziger deutschsprachiger couturier-experte gelten.
anhand vieler erstmals ins deutsche übersetzte orginaldokumente lässt hartwig bischof die kaum zu überschätzende gestallt und persönlichkeit von pater couturier aufscheinen. dieser dominikaner, der 1897 an der loire geboren wurde und bereits 1954 verstarb, war die treibende kraft in der französischen kirche, die moderne kunst höchster qualität für sakrale bauten und bilder zu gewinnen verstand. neben der kapelle in vence zeichnet couturier auch verantwortlich für die grossartigen bauten des stararchitekten le corbusier in la tourette bei lyon und die wallfahrtskapelle von ronchamp.
das buch von hartwig bischof versteht es in gut zu lesender sprache die unterschiedlichsten facetten einer grossen und mitunter auch schillernden person wie pater couturier aufleuchten zu lassen. Sein eigenes ringen in der identität als künstler und priester, als royalist und modernist, sein austausch mit den grossen zeitgenossen in kunst und philosophie; sein engagement als herausgeber der wichtigsten zeitschrift seiner zeit für kunst und kirche „l´art sacré“ und schliesslich natürlich die realisierten werke im modernen kirchenbau.
„alles ewige ist gleichzeitig auch immer modern“, so ein motto von pater couturier.
dieses buch ist für alle zu empfehlen, die sich mit den fragen von kunst und kirche heute auseinandersetzen. dabei ist es bei aller wissenschaftlichkeit durch seine sprache ein wahrer lesegenuss für alle.
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