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Juli 2008
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Archive für 17.7.2008

pluviale

sicher waren da 30 gewänder. museum im schatzkammerstil. vollgestopft und an die vitrinenwände geklebt. fülle!

aber die rauchmäntel - so viele es auch waren - hatten alle nur diesen schild. diesen klassischen aten schild. so alt sie auch waren, keiner hatte auch nur die andeutung der ursprünglichen mütze. und doch war es einmal soetwas wie eine mütze!

 vielleicht war es aber auch nur sowas wie der kragen der matrosen heute noch. ein latz, den man aufstellen konnte und der dann wie eine aufgeschnittene röhre vor dem pfeifenden wind schützt. heute mit einem reißverschluss kann man aus so einem rückenlatz auch leicht eine mütze machen. mütze und schild - bei den matrosen noch sichtbar.

bei einem rauchmantel kann man allerdings keine mütze aus den schildern machen.

ad fontes!

zuerst einmal die mütze. dann im nächsten schnitt wird darauf das schild mit reißverschluss. mal sehn, ob man einen pfarrer davon überzeugen kann…

es denkt. es arbeitet. es treibt vorwärts und vorwärts.

17.7.08

die nacht war kurz. das buch war lang und sein inhalt mitunter rästelhaft. aber diakonische mystagogie hat das ja schon im namen. um 5.30h war es schluss mit ruhe. die letzten seiten studiert, das äussere prüfungstauglich gemacht und ab an die uni. scheine ausgefüllt. tür auf, hände geschüttelt. prüfung ge…schwitzt, gestottert, geschwommen, gemacht. tür zu. studentenausweis verlängert. gespräch mit prof. note “abgeholt”. die erste greifbare kleine stufe zum ziel (okay, das fundament ist schon nicht schlecht. aber fundament ohne aufbau schaut selbst bei le corbusier blöd aus!).

dann nach ffm. ein glas blubber im karstadtkeller. dann ein teller pasta mit meeresgetier. bleierne müdigkeit überfällt mich. als ich wieder an der oberfläch bin will ich noch in den dom. dort dann noch ins museum. erst eins, dann zwei. dann per zufall an den leiter hingelaufen. 30min intensiver austausch. dann ist die müdigkeit endgültig weg. messgewänder studiert - und eine äbtissinnenkrone! wusste gar nicht, dass die sowas trugen. frauenchiemsee 1905. da war mein grossvater schon auf der welt!

messgewänder-buch erworben. aber nichts wirklich neues entdeckt.

pauslkirche und deutsche geschichte. leichten anfall von geschichtsschauer bekommen. mir frommt in diesem ort dann doch - obwohl das nicht wirklich mein deutschland ist - und dann doch natürlich auch.

dann noch zwei kirchen und deren ausstattung aufgesogen. heim. wäsche in die maschiene. packen und ab. wieder heim.

was ist heim? frankfurt? ice? ursberg? oberhof?

zuhause ist, wo ich netz habe (nicht auf meinem misst gewachsen!), wo mein laptop strom hat?

ich brauche einen neuen koffer. der “alte” ist nach einem jahr etwas ausgeleiert und es gibt keinen zeitraum, wo ich ihn so einfach in die reperatur geben könnte. also muss ein interimskoffer her. mein koffer ist mein treuester begleiter. mein haustier quasi. eigentlich sollte ich ihn mehr liebhaben… (scherz).

langsam beginnen die ferien. heute ist notenschluss. für meine schüler und für mich (o: sie haben ihre noten und ich habe meine. das erste jahr ist quasi vorbei.

ein volles jahr.

wo komme ich her. wo gehe ich hin. was ist der sinn…

ein schüler schrieb in der ex: wer bin ich? wo bin ich? wo muss ich hin? ja, für manche sind das die entscheidenden fragen am morgen: wo bin ich? und warum bin ich hier? und wer bist du?! …bleibt mir gott sei dank erspart.

man merkt: flasche leer. energie aus. reif für die insel.

man sieht sich in den museen wieder! hier dort und überall. oder in den kirchen… see you!

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