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Juni 2008
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Archive für Juni 2008

irgendwo in deutschland

nach zwei üblen tagen des siechtums kommen die lebensgeister langsam wieder. so ne sommergrippe ist was eckliges… aber was will man machen. job ist job und die erwartungen sind hoch.

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from me 4 me - neon 4/08 “auf stand-by”

generation stand-by (kennen sie das gefühl “ertappt” worden zu sein?). …Feierabend. Mausetot ist er, zu Grabe getragen auf dem Friedhof der Dinge des 20. Jahrhunderts, neben Leidensgenossen wie dem Betriebsausflug, dem Kündigungsschutz und der Festanstellung. Alles Retro-Berufsdinge, die einem heute genauso wenig unterkommen wie der schöne Satz “Freitag ab ein - macht jeder seins.” (…) In einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft wie der unseren verdienen immer mehr Menschen ihr Geld mit einer Variante geistiger Arbeit. Und das Hirn lässt sich nciht um Punkt fünf auf die Werkbank legen wie ein Werkzeug, das man erst am nächsten morgen wieder anrührt. (…) Email, Messenger, Smartphone - all das wurde einmal erfunden, um in dieser Welt den Überblick zu behalten. Doch die Kommunikationsgeräte haben vor allem eines geschaffen: ein Klima ständiger Ablenkung. (…) Entgrenzung der Arbeit” nenne Wissenschaftler das. Das heißt nichts anderes als die zunehmende Vermischung von Beruf und Freizeit. (…) und die Zugfahrt nutzen wir noch um ein Exposé zu schreiben (verdammt: wer hat mich beobachtet!). Buchempfehlung: Die Kunst der Selbstausbeutung. (…) (und jetzt kommen Credo-gleiche Sätze!:) Leben ist da, wo Netz ist, schreibt die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel, und bezeichnet Nocht-abschalten-Können als “die Zivilisationskrankheit der mordernen vernetzten Gesellschaft.” Nicht die Technik ist schuld, sondern der “Homo connectus” selbst, der es als Mantra der Moderne begreife, immer und überall erreichbar zu sein. (…) Nicht erreichbar zu sein, ist Luxus geworden. (…) Aber auch wer das Leben im Hamsterrad wählt (gehör ich wohl dazu)o: Klare Grenzen braucht es trotzdem. Nichts ist gesundheitsgefährdender als ein permanent schlechtes Gewissen. Wenn sich Arbeit und Freizeit andauernd vermischen, leidet beides. Die Arbeit unter der Frustration, zu wenig Zeit für die Freunde zu haben. Und die Freizeit unter dem Primat des Wortes “eigentlich”, das wir ständig vor uns hin murmeln. (…)

Vielleicht sollte ich mir in den Handy-Kalender einspeichern, diesen Artikel wöchentlich zu lesen…

11.6.08

1,7 bei der letzten kirchlichen prüfung vor dem jüngsten gericht (o; danke für´s daumen drücken und hände falten!

nun endlich

ich wusste, dass das kommen wird.

gestern war es dann so weit. nach sehr anstrengenden tagen in der uni und im museum düste ich zurück in den süden. ice völlig überfüllt. bis ffm musste ich stehen. dann wurde ein sitz frei. hitze, wetterumschwung, stress… dann stieg ich in ulm aus.

das auto aber stand in augsburg.

 ich wusste, dass das einmal passieren würde. eine minute hatte ich von der schalterhalle ulm bis in die regionalbahn. polizisten wichen aus, als ich mit meinem koffer auf sie zurannte. erste tür. pfiff. einstieg. türe zu. abfahrt.

ich wusste gar nicht, wie viele käffer es zwischen ulm und augsburg gibt. der schaffner rief einmal zum lockführer: “fahr weiter, hier stinkts!” er pfiff und wir fuhren weiter.

so wurde es spät.

3.6.08

mein kreislauf meinte heute, er müsse mit den temperaturen abstürzen. die folge war, dass ich anstelle von kreisen in frankfurt zu malen, die sterne über an meiner zimmerdecke kreisen sah. mit kreislaufmitteln und aspirin, sowie anderen mittelchen puschte ich mich allerdings auf, damit ich morgen wenigstens wieder meinen prof sehen kann. letzte woche ging schon nicht, da lernte ich das führen und leiten, das einstellen, motivieren und entlassen im seminar… übrigens waren sich meine kursbrüder über meine managementmetode einig: by helicopter! er fliegt ein, wirbelt staub auf, gibt anweisungen und hebt wieder ab. …weiss nicht ob ich mich da so wieder finde. aber gut. besser als das pilzmanagement, das einer meiner mitbrüder bevorzugt: mitarbeiter im dunkeln lassen, ordentlich misst drauf streuen und wenn einer den kopf rausstreckt: ab damit… dann lieber abheben (o:

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