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Mai 2008
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Archive für 25.5.2008

the red sea st peter

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fragen an schüler:

1. welcher gedanke/welches gefühl ist dir zuerst durch den kopf gegangen, als du diese bilder gesehen hast.

2. kunst soll nicht (unbedingt) schön sein. sie soll dich anregen, weiterbringen, ärgern, … kunst stellt fragen. was frägt dich dieses kunstwerk?

3. menschen werden freiwillig und unfreiwillig mit (dieser) kunst konfrontiert. die verantwortlichen riskieren mit moderner kunst im kirchenraum, dass einige gläubige damit überfordert sind und der kirche fernbleiben, aber auch, dass neugierige in die kirche kommen und kirche neu entdecken. was ist deiner meinung nach erlaubt im kirchenraum? wo gibt es grenzen? gibt es grenzen?

4. sonstiges?

 viel spass!

der lebenstraum eines jeden mannes

gestern bei der hochzeit sagte der “best man” des bräutigams: den lebenstraum eines jeden mannes hat er sich bereits erfüllt… (pause) …eine hilti!

als ich heute vor dem roten meer in st. peter stand, geschichtet und gespaxt aus tausenden zerbrochenen dachlatten und anderem holzmaterial, da dachte ich an den traum eines jeden mannes - hier konnten sich echte männer echt ausleben!

eine pointe aus dem vortrag des künstlers. und als ich dann in new york sass und die pc-simulation des werkes quasi greifbar hatte, da rief ich p. mennekes an und sagte! ich habs! ich bin gott! (er, der das rote meer spaltete) und mennekes antwortete: ich auch! somorow: ja prima, zwei götter! dann komm schnell rüber auf ne pizza!

my day

begonnen hat der tag irgendwo. eine fussnote von buxheim. die fahrt zur frühmesse nach st. salvator führte durch das mir bislang unbekannte unterallgäu. die hügel, die dörfer und kirchtürme waren sehr schön anzushen im zwielicht dieses morgens, der noch nicht so recht wusste, ob er sich für regen oder sonnenschein entscheiden sollte.

die frühmesse bei den schwestern war intensiv. vor allem durch die erste lesung. gott sagt zu, dass er niemanden vergisst. egal wie´s um einen steht, egal wie man sich fühlt. ganz im gegenteil dazu in der welt am sonntag auf seite 63 heute: mein sohn, der kleine scheißer. und: du verdienst es zu verrecken. - kann den eine mutter ihren leiblichen sohn vergessen?

naja.

dann ulm, dann köln. p. mennekes eröffnet seine letzte ausstellung als pfarrer von st. peter. “the red sea”. das gesammte hauptschiff ist bis weit über die balustrade der empore mit einer instalation aus grob gebrochenen holzleisten verbaut. mitten hindurch geht ein schmaler und gefährlicher pfad, den die spitz hervorstechenden riesenspäne zusätzlich beengen.

der jüdische künstler spricht weit über eine stunde zum vollen haus. über die einladung zur gemeinschaft, etc. etc. anfangs sehr amerikanisch. das war gewöhnungsbedürftig, dann sehr jüdisch, das war fantasisch!

 dann der pater mit seiner messe. dicht gedrängt umstellt von den leuten. das volk in der wüste. die orgel macht angst. um angst geht es auch. und bei der messe muss jeder ganz von alleine durch dieses rote meer hindurch. begleitet vom tosenden sturm der orgel, die um die gipfel des sinai pfeifft. bin ich ägypter und geh unter? bin ich israelit und komm durch? …

 21.nochmalwas. der ice passiert ffm-flughafen und weiter nach hause. es wird spät. morgen wieder frühmesse und schule, dann fortbildung. führen und leiten.

wie passend. ägypter oder israelit?

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