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Januar 2008
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Archive für 17.1.2008

contradiction

wenn high-light und high-leid

gipfelerlebnis und talfahrt

werden und vergehen

zusammenfallen in eins

dann sind wir angekommen

retoure

rückfahrt. wieder kam ein zug zu spät. diesmal allerdings zu meinen gunsten. nicht, dass ich diesen zug erreichen wollte – mein eigentlicher ist schon lange weg gewesen; und ich liess ihn gerne fahren… heute abend wird es wieder spät werden. erst gegen 21h werde ich in ulm sein. vor elf wieder kein schlaf …zwölft ist realistischer. morgen dann wieder frühmesse, vier stunden schule, schülermesse, neu packen und ab nach frankfurt für ein blockseminar. das paper ist noch nicht geschrieben, die vorbereitung noch nicht abgeschlossen. freitagabend wird nochmal lang. sonntag dann predigtprüfung in ursberg.

wenn ein mensch gefunden hat

wofür er geschaffen wurde

dann ist jedes opfer

das er bringen muss

für dieses leben

keines

für ihn

und er gibt sich hin

wie ein komet

der verglüht

aber das ist sein sinn

in dieser welt

und in diesem göttlichen plan

in diesem göttlichen spiel

denn alles ist leicht wie im spiel

geben und nehmen und vergehen.

von einer bestimmten warte aus betrachtet ist das was ich gerade tue zu beneiden – und die erfahrung der letzten monate hat mich viel menschliches gelehrt, was ich nicht wirklich lernen wollte. träume können einsam machen. michael bublé hat in einem lied darüber philosophiert, wie fad das leben im jet-set ist, wie plötzlich alles zum gleichen brei wird „paris or rom …I wanna come home“. home/heimat ist mir ja nicht fremd. zumindest als abstrakter begriff. ich habe darüber die diplomarbeit geschrieben und festgestellt, dass es sie nicht gibt. ausser in unseren träumen, in der erinnerung an das paradies aus dem wir vertrieben worden sind. und wir streben dorthin zurück – nach vorne, in die heimat die wir schaffen. wer sein berufung gefunden hat, hat seinen teil gefunden, den er zur „heimat“ beitragen soll. diesen „teil“ versucht er auszufüllen mit seinem leben, mit seinem schaffen und seiner ganzen existenz. er findet seine essenz in all seinem tun bis zur selbstaufgabe und selbstverleugnung. und hier sind wir beim vokabular der mystiker angelangt. dann sind askese, selbstverleugnung, abtötung, etc. keine vokabeln mehr von religiösen sado-masochisten, die sich durch bizarre praktiken quasi selbstbefriedigung, sondern begriffe der hingabe, die die liebe und zugehörigkeit zum all-einen beschreiben.

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