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Dezember 2007
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Archive für Dezember 2007

wieder natur

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verleiblichung der kunst III

Eine Nachspeise:

Man brauch Mascarpone (wahlweise Speisequark), Passionsfrüchte (pro Nase min. eine), Eier (pro Nase min. eines), Ananas (frisch!), Grand Marnier (notfalls Weinbrand) und Zucker.

Die Ananas wird klein geschnitten und in Grand Marnier eingelegt.

Mascarpone, Eier, Passionsfrüchte und Zucker werden gut vermengt.

Die getränkten Ananasstückchen werden in hitzebeständige Schälchen gegeben. Darauf kommt ein ein bis zwei Zentimeter dicke Schicht der Mascarpone-Masse.

Jetzt wird alles bei ca. 150°C – 200°C im Rohr gebacken. Nach dem Abkühlen vielleicht noch mit Staubzucker bestäuben. Guten Appetit!

summa

kässpätzle - noval fine white port - milchkaffee - roederer - french75 - heisse schokolade - die freie schweiz - orangenmarmelade mit weinbrand und vanillie - irland - klimt - schiele - frankreich - jakobsmuscheln - annemaries maultaschen - teuscher - äs küppli und äs kipfeli zum frühstück - lamb: gorecki - sting: shape of my heart - bruckner: te deum - stiftsbasilila waldsassen - meine maus! - den traum von heimat - weihrauch - fischbrötchen am hafen von cuxhaven - das grün des wassers um hornhead - das azur bei nice - krapplack rot - ultramarin blau - zugfahren! - unterrichten - denken - rotwein (m e b e c) - black bush - milch aus dem allgäu - honig! (sulzschneider z.b.) - …

liste unvollständig und unsortiert

der grösste lehrmeister: die natur

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Traurige Madonna

Süddeutsche Zeitung Nr. 227, 1./2. Dezember 2007. S. 49: Tränen lügen doch. Von Olaf Przybilla

Tränen lügen doch

 Das Wunder um Heroldsbacher Madonna gibt es nicht

Der Theologe Alfred Hierold hat in den vergangenen Monaten manches lesen müssen über sich. In einem der Briefe hieß es: Sollte er, Hierold, zum Ergebnis kommen, dass es das Tränenwunder von Heroldsbach nie gegeben hat, so würden bei ihm demnächst die „Ratten über das Grab laufen“. Seit er vom Bamberger Erzbischof Ludwig Schick zum Chefermittler in der Verschlusssache Heroldsbach gemacht worden ist, weiß Hierold, zu was Wundergläubige in der Lage sind. Beeindruckt hat ihn das nicht. Am gestrigen Freitag hat der ehemalige Fakultätsdekan das Ergebnis präsentiert. Kein Wunder, lautet es.

25 Augenzeugen hat Hierold befragt, unter Eid. Sie alle wollen gesehen haben, wie am 12. Februar 2007 im Pilgerhaus zu Heroldbach einer Marienstatue Wassertropfen auf Stirn und Wangen standen. Die Statue, heißt es im Ermittlungsbericht, „befindet sich in der Nähe der Eingangstür, des Speisesaals und der Toiletten“. An der Statue – sie dient als Ersatzmadonna für die Figur im benachbarten Gotteshaus – sind den Ermittlern zufolge keinerlei Manipulationen festzustellen gewesen. Als Beweismaterial erreichten Hierold zwei angefeuchtete Taschentücher. Eines davon stammte von einem Pilger, ein anderes von Pater Dietrich von Stockhausen, dem Seelsorger der Gebetsstätte. Für beide Tücher ließ sich Hierold ein Untersuchungslabor empfehlen – von der Kriminalpolizei. Die Taschentücher wurden, so gab es das erzbischöfliche Ordinariat nun bekannt, „zusammen mit zwei Packungen Papiertaschentüchern, einer Flasche Wasser aus dem Brunnen auf dem Hügel vor der Glaskirche und einer Flasche Wasser aus der Wasserleitung des Pilgerheims als Vergleichsmaterial“ einem Labor übergeben. Ergebnis: Beide Tücher enthalten Natrium und Chlorit. Als auffallend bezeichnen die Ermittler, dass eines der Tücher nahezu den gleichen Natriumgehalt aufweise wie das Leitungswasser des Pilgerheims. Es sei mithin nicht auszuschließen, dass jemand Wasser an die Figur gespritzt habe, „zumal sich die Toiletten in unmittelbarer Nähe befinden“.

Der Heilige Stuhl, erklärte Erzbischof Ludwig Schick, werde sich mit der Sache Heroldsbach nun nicht mehr befassen müssen. Nachdem es in Heroldsbach zu schweren Spannungen unter dem Gläubigen gekommen war, machte der Erzbischof am Freitag deutlich, dass der Ort in Oberfrankenauch weiter eine katholisch geduldete Gebetsstätte bleibe. Auf eine Einstufung als offizieller Wallfahrtsort, wie vor allem fränkische Pilger fordern, darf Heroldsbach dagegen keineswegs hoffen. Vor sechzig Jahren wollen Kinder dort eine Gottesmutter gesehen haben. Bis zur Anerkennung als Gebetsstätte drohte Heroldsbach-Pilgern gar die Exkommunikation.  

 

Sehr aufgeregt rief mich damals jemand an. Noch vor den Zeitungen wusste ich von den Tränen der Madonna. Und man konnte mir auch den Grund für die himmlische Trauer sagen: sie weint wegen der Sünden der Priester.

Ja, die Sünden der Priester. Im 21. Jahrhundert Priester der katholischen Kirche zu sein ist nicht leicht. An die 40 Priester scheiden aus dem Dienst der Diözese pro Jahr aus, Maximal 10 Neupriester kommen nach. Pfarrer führen mit grossem Idealismus grosse Einheiten mit fünf bis acht Pfarreien oder mehr. Dass diese Pfarrer selten am Gartenzaun vorbeischlendern, das Brevier in der Hand, dürfte eigentlich klar sein…

Traurig ist aber vor allem, dass die, die eigentlich geschlossen und fest hinter ihrem Pfarrer vor Ort stehen sollten, oft am schonungslosesten über ihn herziehen – aufgehetzt von Unheilspropheten und Scharlatanen.

Der größte Feind priesterlichen Lebens ist nicht der moderne Atheismus, ist nicht das Management, etc.;  der größte Feind ist der moderne Fundamentalismus innerhalb der Kirche. Geschürt von Wundergläubigkeit und pseudoprophetischem Katholo-Okultismus. Da werden Orakel in Gebetskreisen befragt, die die delphische Sibylle blass aussehen lassen, da werden wildeste hinduistische Geistermythen mit alpinem Aberglauben und Bigotterie gut kompatibel vermengt und gewinnbringend verkauft.

Eine gefährliche „geistbeseelte“ Strömung wiegelt die frömmsten (und meist naivsten) Seelen mit endzeitlicher Stimmung auf und treibt einen Keil zwischen die Seelsorger der Diözesen und das Kirchenvolk. Die Pfarrer vor Ort versuchen den Pfarrbetrieb so gut als möglich aufrecht zu erhalten, während fahrender Klerus in munteren Kaffeerunden den Pfarrer vor Ort als unspirituellen und ahnungslosen Manager bloßstellt.

Da könnte einem als Madonna wirklich die Tränen kommen…

neue kategorie

eine neue kategorie mit kurzen beiträgen schoss mir durch den kopf: lieblings…

eines meiner lieblingsgerichte seit meiner londoner zeit 2000 und 2001 ist das indische chicken tikka masala. am besten schmeckt dieses gericht bei den take-away indern in london, aber auch in belfast habe ich ganz herrliches chicken tikka masala letzten sommer bekommen. ich bringe weder das hünerfleisch so genial rot hin, noch den reis so bunt.

in london - im 13. bezirk, wo wir gewohnt haben - gab es beim take away inder dann auch noch so eine gelbe joghurt sauce dazu. erst dann konnte man die scharfen hünerteile überhaupt als süddeutsche schwachwürtzhünerbrust ertragen.

 also: erstes ”lieblings…” aud dieser seite: chicken tikka masala - london take away style! 

Hilflosigkeit

Ausdruck unserer Hilflosigkeit

Jeder Tempel und jede Kirche ist ein Denkmal und Ausdruck der Hilflosigkeit. Hilflosigkeit sich Gehör zu verschaffen vor dem Unfassbaren. Nenne man es Gott oder anders.

Der Mensch entdeckt sich selbst, erfasst seine Existenz mit seinem Verstand und deckt dabei vor allem eines auf: die riesige Distanz zwischen dem eigenen Sein und Vermögen gegenüber dem Großen und Ganzen – nenne man es Gott oder wie auch immer. Und je größer das menschliche Fassungsvermögen ist (oder wahlweise „Verstand“), je größer ist die Einsicht der eigenen Geringheit, Mangelhaftigkeit, Erbarmungswürdigkeit…

In zwei Menschentypen löst diese Erfahrung des Mangels etwas Bemerkenswertes aus. Künstler und religiöse Menschen sehen sich gedrängt, diese klaffende Lücke zum Absoluten das sie zumindest erahnen und denken können zu schließen. Beide spüren und erleben Transzendenz und schaffen Brücken vom kleinen Hier in die Unendlichkeit.

Manche bezeichnen darum alle Künstler als „religiös“, manche bezeichnen die Religion auch als höchste Form der Kunst (M. Stumpf).

 

Der  Faktor „Leid“

Dabei ist jeder Kult und jede Kunst nur die Fleischwerdung des Leidens. Ein Leiden, das ausgelöst wird durch die Erfahrung des Mangels. Würde der Mensch sich nicht als kleines Teil des Universums begreifen (Staunen) und an seiner Endlichkeit letztendlich verzweifeln, würde er weder religiös noch kreativ sein. Das konkrete Leid im Leben, verursacht etwa durch Katastrophen, Hunger, Krankheit und Tod, ist nichts als die Eruption des Mangels an Absolutem. Dieses konkrete Leid macht uns nur in letzter Konsequenz diesen Mangel deutlich. Es ist wie das Pilzgeflecht im Erdboden, das nur gelegentlich als Gewächs und Gebilde durch die Oberfläche schießt.

Durch Kult und Kunst – letztlich kaum voneinander zu Trennen – versucht der Mensch das Leid zu überwinden. Oder: das Leid ist die Triebfeder, der Drang zum transzendieren des Menschen. Künstler berichten vom „müssen“ beim kreativen Akt. Propheten geht es dabei ähnlich: Jeremias. Wollte er schweigen, war es ihm, als würde er verbrennen…

So schaffen Gläubige und Künstler Transzendierendes. Gotteshäuser werden errichtet zur „Ehre Gottes“. Dabei braucht Gott weder uns  noch unsere Kirchen. Jeder Tempel, jede Kirche ist Ausdruck unserer Hilflosigkeit gegenüber seiner unfassbaren Existenz.

Wir erweisen dieser unbegreiflichen Größe unsere Devotion, unsere Verehrung in einer Art, wie sie unser Menschsein schon übersteigt. Aber das alles bleibt unbeholfenes Tapsen auf den unsichtbaren Brücken über dem Abgrund des Mangels. Unsere Gebäude (auch die unsichtbaren Konstrukte) versuchen Gott greifbar zu machen – erlebbar zu machen. Nicht Gott bauen wir Sakralbauten, sondern uns. Ich meine nicht die Gebäude die aus Eitelkeit und Protz gebaut werden und worden sind, sondern durchaus die Gebäude, die aus tiefer Demut und Devotion vor Gott und für Gott gebaut wurden. WIR brauchen Kirchen. Gott braucht sie nicht. So wenig, wie er uns braucht.

WIR brauchen Kult, uns tut er gut, nicht Gott.

(katholischer  Zusatz:

Die Kirche hütet aber noch einen größeren Schatz als transzendente Kunst und Gebäude, die dem Mensch seine Fähigkeiten auf Gott hin bewußt machen. Es sind nicht nur die unsichtbaren Brücken hinüber zum Ewigen.

( …) Im Sakrament der Eucharistie schenkt uns dieser unbedürftige Gott nicht nur etwas, was wir greifen können, er schenkt uns etwas mit dem wir uns mit Gott vereinigen können. Denn Gott geht auf unsere Bedürfnisse ein. Als unser Schöpfer weiss er, was wir brauchen. Er, der vollkommene, gibt uns in Brot und Wein Anteil an der Ewigkeit schon jetzt in Raum und Zeit. Unendlichkeit bereits vor dem Tod. Nicht wir errichten hier die Brücken vom Bruchstückhaften hin zum Vollkommenen, sondern das Absolute greift herein in das Unvollkommene und stillt unseren Appetit (Verlangen, Eros) nach Gott.)

 

Der Ansatz dieser Gedanken wurde im Sommer 2005 in einer bretonischen Kathedrale notiert.  

frohe weihnachten!

alwinter-ii-016.JPGlen besuchern meiner homepage und meines blog´s wünsche ich von herzen ein gesegnetes und frohes weihnachtsfest! freude und glück im jahr 2008!

ralf gührer

übungen aus der kunst. organische gebilde. linienzeichnung

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ein sonnentag mit der kamera im …mindeltal?

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Artikel der SZ: Glaube, Hiebe, Hoffnung

Matthias Drobinski: Süddeutsche Zeitung:  Samstag/Sonntag  20./21.10.2007 Nr. 242, „Wochenende“ Seite I.

Glaube, Hiebe, Hoffnung. Die katholische Kirche verliert mehr und mehr ihre Mitte. Geht das so weiter, verspielt sie ihre Zukunft.

(…) Deshalb, liebe Katholiken, kämpft um die Mitte Eurer Kirche! (…)

Sie ist es wert, Eure katholische Kirche. Die strenggütige Mutter, die so einiges mitgemacht hat im Leben, mit ihren Runzeln und Narben, ihren Rundungen und Schnörkeln, ihrem Duft nach Weihrauch und Wachs, eine Reliquie und einen Heiligenbild in der Tasche. Sie kennt das Versagen und hat den Beichtstuhl erfunden, sie seufzt über ihre unartigen Kinder – aber sie entlässt sie nicht aus der Kindschaft!

Helf mit, dass diese Kirche nicht von Schönheitschirurgen geliftet wird, auf dass ihre Züge scharf werden. Eure Mitchristen werden es euch danken. Die anderen auch, die wissen, was so eine Kirche wert sein kann auf der Welt.

notizen aus der hfg 19.12.

ms. was haben kunststudenten von einer begegnung mit theologen? für die ist das belanglos. was hat die theologie zu sagen?

freiheit. künstler. beschäftigung mit der kunst führt zur freiheit. halten menschen das aus? bügertum und die berührungsängste mit der freiheit.

erfahren und wissen zerstört die metaphysische spannung. dinge verlieren ihren zauber.

atmosphäre… studio, licht, musik, malende leute, tee und kaffee, ein paar kekse. ein skelet, das aktpodest, die schlossfasade, der main, mein hochhaus und das bedezimmerfenster. offenbach. offene und willkommen heissende atmosphäre. ich fühle mich dort zuhause. bin ich es auch?

FREIHEIT - gegensatz dazu ist SICHERHEIT. und “müssen”. freiheit = atelier, universität (da kann ich alles machen. alte uni, interdisziplinär. studenten schnuppern zunächst ohne ziel - und schmecken…). kunst entsteht durch leiden? der mensch begreift sich selbst. ein bisschen. und er begreift das universum und alles andere. und er bemerkt die unendliche lücke zwischen allem und ihm. er hat den drang diese lücke zu schliessen. er will schöpferisch tätig werden. kreativ. er leidet an seinem eigenen mangel. es drängt ihn zum schaffen. leiden - drängen - schaffen.

was macht einen künstler zum künstler. wann ist ein mensch ein künstler. wann ist ein künstler ein mensch. wann ist ein künstler gott.

auf dem künstler lastet der fluch, nicht einfach SEIN zu dürfen. er muss kreativ sein und schaffen.

freiheit: keine denkblockade. kein nein in gedanken und motiv. formung und diziplin muss sein - für den strich, für die übung der hand. damit die hand machen kann, was der kopf denkt. was der kopf denkt? nein, was die seele wahrnimmt!

die aufgabe der künstler ist es ein optimierte sprache zu schaffen. sprache nicht aus text. sprache aus farbe, klang, form… höchste sprachform ist der gesang, das klingende wort. bilder sind extra.

religion ist die höchste form der kunst

der mensch ist das medium

Vorlesungsnotizen 18.12.

Couturier steht für die schnittstelle zwischen kunst und kirche in den 40ern und 50ern bis hinein in die 60er in frankreich. otto mauer für die 50er, 60er und frühen 70er in wien und mennekes laut selbstaussage für die 80er und 90er des 20.jhd.

couturier war selber künster und definierte sich auch als solcher. er hat kirchenbauten inspiriert und gefördert und selber auch mitgewirkt.

mauer hat den kulturellen aspekt der kunst bemerkt und gefördert. er konfrontierte sich mit jungen künstlern und hat einige gross gemacht. arnulf reiner, etc. er beeinflusste mit der galarie nächst st. stephan auch den markt

m: herkunft aus dem arbeiterschicht des ruhrpotts. nach dem zweiten bildungsweg früh zu den jesuiten. seine erfahrung der 60er und 70er jahre: die kirche ist nicht in der gegenwart. sie ist aber eine kirche im aufbruch.” erlebnis: kirchentag in berlin 1980. eine ausstellung dort: geist des glaubens und geist der avantgarde.

m hatte das pfarramt als persönliches ziel. er wollte schaffen und machen - tun. französische arbeiterpriester waren seine vorbilder. dieses machen und schaffen war höchstens mit studieren und nochmal studieren und dem resultat dann etwas zu werden und zu sein abdingbar.

arbeit ist nicht theologisch. distanz zur klassischen theologie. kein zugang zu transzendentalien.

er splittet in autonome teilbereiche. frühkultur, hochkultur und reflektierte kultur.

mittelalter ist wie eine geballte faust. die teilbereiche sind die finger. sie verweisen alle auf die mitte der faust. alles ist konzentriert und zentriert auf die mitte. alles dynamisiert sich zur mitte hin. (die ns zeit ist das letzte aufbäumen zu einer verlorenen mitte hin. alles sollte geordnet und zwangsweise strukturiert sein. ein geschlossenes weltbild war das ziel)

heute: die offene hand mit gespreizten fingern. jeder finger ist für sich - autonom. kunst gibt es nur um der kunst willen, naturwissenschaft nur für sich… die kunst beugt sich nicht für den auftrag, nicht für ein thema, für nichts.

die gespreizte hand hat pathos. der pathos ist die freiheit.

wenn die religion überhaupt noch vorkommt in dieser welt der autonomen teilbereiche, dann ist sie der abgewandte daumen. und alles was wir in der religion noch von uns geben, ist das gejammere um die verlorene mitte des mittelalters…

m. assi von lohfink.

Arbeiterpfarrei: “religion hat nur in der pfarrei einen sinn.” (politisch plural)

2. bildungsweg, ruhrpott, jesuiten. das ist doppelter ausschluss von kultur und dem fragen.

m. inszeniert die rockoper franz von assisi. er suchte ein plakat und kam über beziehungen (bibelwerk) zu roland peter litzenburger (?). dieser war ein gränzgänger. links. sein thema war die ausgehaltene heimatlosigkeit in der kirche.

m. kam mehr und mehr mit künstlern in kontakt. 1. ausstellung über clouns. volle kirche. 2. ausstellung über emaus (paare). wieder volle kirche. diese erfahrung fesselte ihn.

der pfarrer m. sah wie die kunst die menschen bewegte und wie sie berührt wurden. kunst bringt den menschen zu sich. 

3. ausstellung flopt. “farbenpinsler”. m. versuchte sich intensiver mit dem zu beschäftigen, was kunst ist. bis heute letztendlich offene frage. instikt und bezweifelndes intelektuelles fragen.

nächster schritt: wechselausstellungen in sakralen räumen.

missonarisches pathos eines pfarrers. jesuitischer masochismus: vorlesung mit drei ausstellungsorten und jeder woche einer neuen eröffnung ein ganzes semester lang. selbstquälerei. “menschenbild - christusbild” (josef albers, botrop)

wichtiger schritt: m. wollte dann keine bilder mehr zeigen, sondern wollte  i n  d e n   r a u m  gehen. kunst so platzieren, dass er den raum thematisiert.

st. georgen: “wir bilden pfarrer aus - wir sind keine pfarrer.” m habilitierte gerade und war pfarrer.

dann kunst am hauptbahnhof frankfurt gegenüber von gleis 4/5. nicht mehr pfarrer.

1. kunst im sakralen raum. 2. stichwort: vermittlung. das mit anderen machen, was er selbst in ausseinandersetzung mit kunst erlebt hat.

 verstzung durch den orden nach köln, st. peter.

künstler erzogen m. ein zweites mal zum priester und pfarrer.

kunst und künstler stellen religion in frage - bishin zur negation. wahre religion aber erlebt hier etwas österliches und findet zur selbstbehauptung.

“das die künstler (und viele andere) keinen zugang zur kirche mehr haben - dass die kirche ihnen nichts “gibt”, daran sind nicht die künstler schuld…”

graphitstift, der erste

erster tag akt

zeichnen kann richtig arbeit sein. “wir sind hier nicht an der volkshochschule. strengen sie sich an!!” nach einem ganzen tag zeichnen und in windeseile die posen des körpers festzuhalten ist man richtig k.o. hier meine ersten versuche.

logistik

heute morgen war wieder einmal kein brot mehr da. ich wusste, dass ich brot brauche. und ich wunderte mich letzte woche beim kühlschrank einräumen in ursberg: da ist ja noch satt da)o?  mit kaffee gings mir kürzlich ähnlich. ebenso mit kleidung… was nutzt mir die jeans in ursberg, wenn ich in frankfurt bin. und was der kaffee im süden, wenn ich hier durst leide?! ich werde jetzt buch führen was wann wo ist. …und ich weiss jetzt schon, dass es nix bringt. die leiden des jungen g. (o;